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12tel Blick August: gelungen und missglückt

12tel Blick 30. August 2016

Der 12tel Blick im August soll nicht nur auf die Schokoladenseiten fallen, sondern auch auf die nicht aufgegangenen Konzepte. Ich hoffe, du hast Hinweise für mich, wie ich es besser machen kann.

Das Schöne an der Aktion 12tel Blick und meine Auswahl des Blickwinkels ist, dass alles immer tipptopp und wohlgeharkt aussieht. Dazu kommen ansprechende Fotos der monatlichen Highlights. Am Ende kann ich stolz ein ganzes Jahr Perfektion anbieten. Ein Garten voller Schokoladenseiten.

Aaaber: Nun ist das hier keine Hochglanzzeitschrift und ich bin bei berlingarten sozusagen zu Hause. Warum also nicht mal ungeschminkt? Ich möchte heute nicht nur mein Freud, sondern auch mein Leid mit dir teilen. Wenn du Tipps und Tricks für mich hast, wie ich meine kleinen Misserfolge noch drehen kann: Hinterlasse bitte einen Kommentar. (Und sonst auch, denn das macht mich Schreiberling einfach glücklich.)

Top oder Flop.

Unter der Überschrift „gelungen“ würde ich meine Bemühungen, die Farbe gelb stärker im Garten zu integrieren, verbuchen. Ich habe ja schon öfter seufzend angemerkt (hier zum Beispiel), dass der Gartengemahl und ich viele Jahre in unterschiedlichen, sich geradezu beißenden Farbwelten lebten – er auf der sonnigen, ich auf der rosigen Seite. Ohne die rechte Verbindung. Aber warum nicht mal nachgeben, wenn ein Spätsommer mit Sonnenfarben doch tatsächlich wirklich schön ist? Also habe ich im letzten Jahr angefangen, gelbe Stauden mit hellblauen und violetten zu kombinieren. Die leiten dann sachter zu den rosa Tönen über. Auch das Japanische Waldgras Hakonechloa leuchtet mit gelbem Laub. Sehr schön entwickelt hat sich die Schönaster. An ihren zahlreichen kleinen Sternenblüten kann ich mich über viele Wochen erfreuen. Eine große Enttäuschung dagegen sind die beiden sonst überall geradezu wuchernden Storchschnäbel Rozanne und Orion. Wogende lila und blaue Blütenteppiche? Fehlanzeige! Ob meine Exemplare wohl zu dunkel stehen? Mehr als Halbschatten ist nämlich im Moment nicht. Muss ich sie umpflanzen?

Ein Traum ist mal wieder die Aster Mönch. Wer sie noch nicht hat, lasse alles stehen und liegen und eile in die nächste gute Gärtnerei, um mindestens drei Exemplare von ihr zu erwerben. Oder googele gleich nach Bezugsquellen. – Aber halt! Erst zu Ende lesen und mir noch Ratschläge dalassen! (Was du über Mönch wissen musst, habe ich hier schon einmal beschrieben.)

Aster Mönch - die mir Liebste der Lieben

Aster frikartii Mönch – die mir Liebste der Lieben

Sehr gut gekommen sind auch die Wiesenrauten Thalictrum. Von denen kann ich gar nicht genug bekommen. Stauden, die dagegen anscheinend von mir genug haben, sind die Sterndolden Astrantia. Sowohl die edlen rosafarbenen, als auch die gewöhnlichen weißen. In England habe ich geradezu plantagenartige Sterndolden gesehen. Bei mir mickern sie traurig herum – ein Foto kann ich dir nicht präsentieren, denn es gibt nichts zu fotografieren. Keine Frage: Alle meine Gewächse müssen extrem konkurrenzstark sein (350 qm zur Verfügung und Gärtnerinnenwünsche für 3.000qm). Aber wenn ich die Sterndolden an ihren natürlichen Standorten im Gebirge sehe, rückt ihnen auch alles mögliche auf die Pelle und dennoch strotzen sie nur so vor Kraft. Was könnte ich ihnen anbieten, damit sie mal loslegen?

Nächste Diva: die Herbstanemone. Während die gewöhnliche Anemone hupehensis sich so breit macht, dass wir den restlichen Garten vor ihr in Sicherheit bringen müssen, sieht die edle horstartig wachsende Honorine Jobert wie ein Mädchen aus, zu dem meine Oma immer gesagt hätte: „Iss man noch ein Stück Torte.“ Stehe ich im Foersterschen Staudengarten vor deren drallen Dingern, gehe ich zwar erfüllt von den herrlichen Eindrücken, aber auch wehmütig nach Hause.

Schlicht-schön ist der weiße Lerchensporn. Er tut mir grad richtig gut. Er ist wieder voll durchgetrieben und hat es jetzt insgesamt schon auf vier Monate Blüte gebracht. Er sät sich aus und deckt mit seinen zarten Federblättchen hübsch den Boden zu. Unter den Birnbäumen zum Glück auch das viele Fallobst. Ich hatte mir zwar vorgenommen, die vielen Äpfel und Birnen zur Mosterei zu bringen (Artikel über eigenes Obst hier), aber bevor die Anfang September überhaupt ihren Betrieb aufnehmen, ist bei uns schon alles durch die Monilia-Fruchtwelke vergammelt. Bei uns läuft der Krankheitsverlauf so ab: Wenn ich an einem Sonntagmorgen aus meinem Liegestuhl in die Bäume gucke, sehe ich, wie Wespen die Früchte anpieken. Am Nachmittag hat sich bereits ein brauner Ring gebildet. Am nächsten Tag ist die braune Stelle schon mindestens zwei-Euro-Stück-groß, das Obst nicht mehr zu genießen. Sag mal, was hilft dagegen?

Ich schließe mit einem Hoch auf die Kerzenknöteriche. Du hast sie nun schon auf mehreren Fotos gesehen. Und ich werde jetzt nicht darüber lamentieren, dass sie schon fast zu gewaltig werden…

Gelb, lila, rot - Rudbekia, Aster, Knöterich

Gelb, lila, rot – Rudbekia, Aster, Knöterich Bistorta amplexicaulis ‚Firetail‘

Hier noch der Garten im Jahreslauf, wie er sich verändert und reift.

Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

Ich verlinke wie immer den 12tel Blick zu Tabea Heinicker und all den schönen Monatsbildern.

23 Kommentare

  1. Alberta sagt

    Hallo Xenia,
    da hast du aber mal einen wirklich schönen Garten, die Sternholde ist wirklich beindruckend, muss ich schon sagen. Allgemein sehr schöner und inspirierender Blog 🙂

  2. Den Blickwinkel, liebe Xenia, hast Du auf jeden Fall gut gewählt. Und Dein Garten sieht doch das ganze Jahr über schön aus. Meine Rozanne sieht auch im Vorgarten besser aus als im Innenkreis vom Pavillon, der langsam durch vier Clem. montana recht schattig ist. Und die Honorine Jobert mag auch nicht dauerhaft bei mir sein. Nun versuche ich es mit Whirlwind und Wild Swan. Meine Astrantia hat im Vorgarten zum ersten Mal geblüht. Ich hatte noch eine im Topf. Keine Ahnung, wo die abgeblieben ist. Und meine beiden Wiesenrauten haben an zwei bis drei Stielen geblüht. Das ist auch nicht so, wie ich es mir erhofft habe. Wahrscheinlich werden sie zu sehr von anderen Pflanzen bedrängt. Richtig jammern könnte ich über meine Cimicifuga in Sorten, die ich so liebe und in die ich einiges investiert habe. Ich glaube, die stehen bei mir zu trocken. Oder gibt es eine Welkekrankheit? Im Winter werde ich der Sache auf den Grund gehen. Jetzt habe ich keine Zeit. Es würde sowieso nichts mehr nützen.
    Liebe Grüße
    Edith

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Edith,

      ich freue mich, dass du so wenig Zeit hast. Vermutlich bist du immer im garten und vergnügst dich mit den Enkelchen 🙂

      Die Silberkerze Cimicifuga will es tatsächlich feucht. Bei mir hat sie es sehr schwer, blüht aber dennoch unermüdlich. Mit dem schönsten Duft überhaupt! Aber das Blattwerk ist fast völlig vertrocknet, selbst in verregneten Sommern :‘-(

      Herzliche Grüße!

  3. Hallo Xenia,
    hör mir auf mit Astrantia… Von wegen schattenverträglich, bei mir mickern sie auch rum, Sämlinge werden nicht groß, obwohl sie kaum Konkurrenz haben und nicht von Schnecken gefressen werden. Ich glaube, die mögen lieber mehr Sonne. Dafür wächst meine Rozanne ganz gut, schmeißt sich immer auf andere Stauden und rankt in den Apfelbaum. Sie steht auch eher halbschattig.
    Am Ende kultiviert man nur noch Pflanzen, die der Garten mag…
    VG
    Elke

  4. Mißlungen! Das sagt die richtige, die nicht ein winziges Schneckenloch in den Hostas vorzuweisen hat 😉

    Manchmal braucht es eine Engelsgeduld, bis die Pflanzen angekommen sind (ich weiß, das sagt nicht gerade die richtige). Ich habe es dieses Jahr mit einem Cistus versucht und diese Pflanze dreimal umgesetzt, bis sie jetzt ENDLICH angekommen ist und nach Leben aussieht.

    Die Herbstanemonen brauchen auch eine Weile bis sie angekommen sind aber dann kann man sich vor Ihnen nicht mehr retten. Im Garten warte ich noch auf diesen Punkt. Zuhause im Hofgarten habe ich schon weiße und rosa Wolken. Hier kommen sie auch aus dem Plattenfugen und blühen sogar (siehst Du hier: https://aquatypien.wordpress.com/2016/08/16/fugenkinder/)

    Ich glaube Du brauchst Dir gar keine Gedanken über „Mißlungen“ zu machen. Dein Garten sieht toll aus. Du hast eine wunderbare Vielfalt und ein wenig Schwund ist immer. Und wie meine Nachbarin zu sagen pflegt: Jedes Jahr ist es anders. Wer weiß, wie Deine Sorgenkinder nächstes Jahr aussehen. Ich hoffe auch dass die Wühlmaus nächstes Jahr weiterzieht.

    Die Artischocken habe ich übrigens zuhause vorgesät in 3 (in Worten DREI) Anläufen mit drei verschiedenen Sorten. Die Biester wollten einfach nicht keimen. Dabei wollte ich nur noch ein paar nachpflanzen, die den Winter nicht überlebt haben. Es hatte nur eine geschafft, die sich jetzt aber richtig breit gemacht und auch geteilt hat, leider dieses Jahr ohne Blüte. Dafür beglückt mich eine von den Nachzüglern mit DREI Blüten. Von den Neuen sind auch nicht alle angekommen.

    Die Kürbisse habe ich auch aus meinem Frühbeet herausbeten müssen. Sie haben sich sehr schwer getan mit dem Keimen. Und nun wuchern sie uns die Hütte dicht. Gründünger kann ich nicht, wie geplant, auf den leeren Beeten ausbringen, alles voll mit Kürbisranken. Ich weiß weder wo Anfang und wo Ende ist. Ich mache Dir Bilder von den Früchten. Der Moschuskürbis würde auch schön in Deinen Garten passen. Sehr schicke Form und glänzend dunkelgrün … soll innen orange sein.

    Alles wird gut. Und wir Glücklichen haben einen Garten.
    LG
    Aqually, die jetzt in denselbigen radelt, die Wühlmaus ärgern und Kürbisse zählen 😉

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebste Aqually,

      erst einmal vielen Dank für den Link zu deiner Fugen-Prinzessin. Ich lächle immer noch 🙂

      Und danke für deinen ausführlichen Kommentar! Er lehrt mich Demut und Geduld – beides nicht meine Stärken. (Übrigens habe ich neulich tatsächlich ein Fraßloch in einer der Hostas entdeckt 😉

      Nach deinen Beschreibungen weiß ich nun, dass ich den ganzen Winter damit beschäftigt sein werde, die Artischocken zu inspizieren. So gern hätte ich auch drei Blüten. Oder vier 😉 😉

      Von deinen Kürbissen sehe ich dann Ende des Monats mehr, oder? Ein Glück, dass der gemeine Maulwurf noch nicht auf den Geschmack gekommen ist.

      Liebe Grüße!

  5. Berlingärtnerin sagt

    Liebe alle, die ebenfalls Probleme mit der Honorine Jobert und anderen horstbildenden Anemonen habt:

    Ich habe noch Kristina angeschrieben, die Chefgärtnerin des Foerster Gartens in Potsdam. Auch sie betont Boden und Düngung:

    „Also unsere Honorine Jobert stehen auf etwas lehmigerem, festeren Boden. Aber prinzipiell wachsen die doch wie Unkraut? Hmm. Mehr Humus und Futter geben! Im puren märkischen Siliziumoxid jammern sie doch sehr.“

    Also ran an die Bodenverbesserer und den Dünger!

  6. Anette sagt

    Hallo Xenia,
    Sterndolden und Anemonen gehören in meinem Garten zu den ungezügelt wachsenden, sich ständig vermehrenden Stauden.
    Ich denke, es ist der sehr kalkhaltige Boden, der diesen Pflanzen zusagt.
    Ansonsten kümmere ich mich nicht besonders um die beiden.
    Dafür machen Rhododendron und andere sauren Boden liebende Pflanzen nur Probleme.
    Bei mir gibt es viele nicht so schöne Gartenecken. Hauptsächlich setzen mir Pilzbefall nach dem vielen Regen in Kombination mit später folgender großer Hitze und Trockenheit zu. Herausgekommen ist eine Mischung aus kahlen Ästen an den Rosen und vertrocknetem Heu an den Stauden.
    Herzlichst,
    Anette

  7. Deinen Blog kenne ich erst seit kurzem, aber lese ihn sehr gerne. Du wirst lachen, ich habe NUR Anemonendiven.. Warum das so ist, ich habe keine Ahnung. Da würde auch ein Stück Torte nicht reichen.
    Bei den Äpfeln kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Die Astrantia habe ich auch im Garten und bei mir mag sie es gerne halbschattig mit stets feuchtem Boden. An den sonnigen, normal-trockenen Standorten geht sie leider auch ein. Muß da dieses Jahr noch umgraben..
    Genauso wie die Wiesenraute, die es auch recht nass braucht.
    Viele liebe Grüße und einen schönen Wochenstart!
    Tatjana

    • Berlingärtnerin sagt

      Herzlich willkommen, liebe Tatjana, es freut mich, von dir zu lesen 🙂 !

      Ich merke aus all euren Kommentaren, dass es – wie wohl fast immer – an Standort und Boden liegt. Mit deutlicher Bodenaufbesserung will ich es mal versuchen. Das stimmt mich hoffnungsfroh, denn mit Wiesenrauten klappt es ja. Und die mögen es feucht, ganz wie du sagst. Die habe ich alle in Balkonerde gepflanzt, wie es mir die Gärtnerin empfohlen hatte.

      Ganz herzliche Grüße!

  8. Steffi sagt

    Die Bilder aus Deinem Garten sind zum Schwelgen schön! Das Geranium würde ich in Rosenerde setzen.
    Herzliche Grüße aus dem Süden,
    Steffi

    • Berlingärtnerin sagt

      Da ich ja jetzt sowieso ran muss und umpflanzen, werde ich das mit Rosenerde plus Bentonit mal versuchen. Danke für deinen Tipp, Steffi!

  9. Toller Beitrag! Bei mir wuchern die Sterndolden und säen sich auch grosszügig aus. Eben Lehmboden….dafür mickert die Honorine Jobert genau wie bei dir rum. Scheint eine Diva zu sein, obwohl andere das Gegenteil behaupten…
    Lg Carmen

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Carmen,

      bei dir ist die Rozanne ja auch so schön – seufz. Was die Honorine angeht, werde ich mal die Gartenfee des Foerstergartens fragen, wie sie die Anemonen verwöhnt.

      Vielen Dank für deinen motivierenden Kommentar, beste Grüße!

  10. Bunt ist toll. Gelb ist toll. Rosa ist auch toll. Warum auf irgendeine Farbe verzichten, wenn doch im Regenbogen alle Platz finden. Ich liebe meine gelben Ecken und schwenke dann zu Rosa. Dazwischen liegt ein bisschen Weiß. Das passt schon.

    Sterndolden wachsen gut im Lehmboden, brauchen aber viel Wasser, wenn sie zu sonnig stehen – wie bei mir. Am Südhang gibt es zwischen April und September nur Sonne, Schlagschatten vom Haus gibt’s dann erst wieder ab Oktober. Wer das überleben will, muss hart im Nehmen sein.

    Weiße Herbstanemonen stehen inzwischen im Kübel, damit ich sie besser kontrollieren kann. Bislang klappt das ganz gut. Nächstes Jahr weiß ich mehr und werde berichten.

    • Berlingärtnerin sagt

      Hallo Fiona!

      „Lehmboden“ – ich komme immer mehr zu der Befürchtung, dass Sterndolden und mein Boden nicht füreinander geschaffen wurden. Dann wohl doch lieber etwas pflanzen, das sich bei mir zu Hause fühlen kann. Die Idee mit der Anemone ist nicht verkehrt. Ich habe meine Bartiris inzwischen so – anders wurden die Rhizome immer sofort von den raumgreifenden Bodendeckerstauden bedrängt.

      Schön, dass dir der Multi-Color-Ansatz gefällt. Ich kam noch aus der rosa Ton-in-Ton-Zeit, habe aber immer mehr spannende farbstarke Pflanzungen erlebt. Und so ist es mir lieber, als wenn des Liebsten Sonnenblumen unvermittelt hinter den rosa Rosen hervorlugen 🙂

      Viele Grüße!

  11. Liebe Xenia,
    das beruhigt ja sehr! Dass auch mal was nicht so wächst, oder gar nicht. Dass nicht alles instagram ist.
    Das ist so wie misslungene Exemplare von Küche, Torten, Aufläufen etc. im Foodbereich. 😉
    Schöner Artikel!

    • Berlingärtnerin sagt

      Und meinen Sternrußtau und dass der Mehltau langsam nach den Phloxen greift (trotz fleißigen Gießens), habe ich gar nicht thematisiert. Meine Nerven waren zu schwach 😉

  12. Franziska Rabe sagt

    Liebe Cousine,
    meine Sterndolden hatten in der prallen Sonne total verloren. Ich wusste, sie würden sich dort nicht wohl fühlen, musst sie aber aus Farbkonzeptgründen unbedingt dort unterbringen. Tja, sie haben nicht überlebt, keine von ihnen…
    Die hübsche Honorine Jobert habe ich an zwei Stellen in meinen Garten gesetzt: im Hausschatten auf der Ostseite und dadurch unterversorgt mit Regenwasser sind es zarte Pflänzchen geblieben. Die anderen setzte ich in eine Senke mit Feuchtigkeit und wiederkehrendem Schatten. Diese Pflanzen haben sich still und heimlich zu schönen Horsten entwickelt ( diese Ecke ist etwas abseits). Du siehst, meine Planung ist nur teilweise erfolgreich gewesen. So manches Mal ist die Natur der bessere Gärtner…
    Danke für die schönen Bilder deiner vielen Stars in deinen Beeten. Für mich wäre eine Belebung durch die Farbe gelb nicht von Nöten gewesen. Die Beschränkung auf bestimmte Farben finde ich harmonisch und beruhigend. Aber du hast ja so viel Mut, du wirst das „bunte“ Kind schon schaukeln.
    Liebe Grüße sendet Franziska

    • Berlingärtnerin sagt

      Hallo, du Liebe!

      Ich hatte es befürchtet: Die Honorine Jobert braucht Feuchtigkeit. Mist. Eine harte Erkenntnisse für Berliner Sandkastenbuddler. Aber vielleicht gebe ich Bentonit, das hilft ja wenigstens ein wenig, Wasser zu speichern.

      Bei den Sterndolden merke ich, dass sie anscheinend so schwierig wie begehrenswert ist. Schade.

      Hab es gut und danke für deinen Kommentar!

  13. Oh wie wunderschön! Da schlägt mein kleines Gärtnerinnen-Herz gleich höher. Und wenn ich die Fotos von der Sterndolde sehe, könnte ich vor Neid erblassen. Bei der Sterndolde läuft es bei mir nach dem Motto „The same procedure as every year“….Kaufen oder schenken lassen, einpflanzen, Topf drum rum, damit die Schnecken sie nicht sofort erwischen, wachsen lassen, in den Garten kommen, Schreikrampf kriegen weil irgendwer/was oder wie auch immer den Topf rausgerissen hat und die Schnecken sie umgebracht haben *heul*
    Nächstes Jahr werde ich mich wohl auf so schöne Fotos von dir beschränken.
    Verrätst du mir auch noch, wie du deine Rasenkante im Griff behältst? Oder seh ich nur die Einfassung nicht?
    Auf jeden Fall sieht es einfach klasse aus! Großes Kompliment!
    Liebe Grüße
    Birgit von Elfenwinkel

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Birgit,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich kann mir dich lebhaft vorstellen, wie du die Sterndolden inspizierst 🙂 Also auch kein Wachsen wie Unkraut.

      Die Rasenkanten bekommen keine große Aufmerksamkeit: an manchen Beeten stoppen die Buchsreihen, an den anderen habe ich schwarze Gummistreifen von der Rolle im Boden verbuddelt. Da will der Rasen gern drüber, das lässt sich dann aber leicht rupfen.

      Schöne Grüße!

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