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12tel Blick 31. Juli: Sommer mit Phloxen

12tel Blick 31. Juli 2016

Und wieder ist ein Monat vergangen. Der 12tel Blick zum 31. Juli 2016 steht an. Typisch für den berlingarten im Hochsommer: Duft und Farben der Phloxe.

In Berlin hatten wir bisher das, was man klassischerweise einen schönen Sommer nennt: viel Sonne, Wärme, wenig Regen. Für mich zum Glück auch wenig Hitze. Für unseren Garten auch – bisher sind wir trotz des wenigen Regens verlust- und mehltaufrei durch den Sommer gekommen. Die Phloxe sehen toll aus und verzaubern mit ihrem süßen Duft, wenn wir uns abends Tisch und Stühle heranrücken. Zusammen mit den sich von selbst angesiedelten Nachtkerzen ergibt sich Genuss für alle Sinne, denn der Sound der Bienen in den Blüten ist gewaltig. Ich freue mich, dass ich die Sämlinge übersehen habe und nun allabendlich dem Schauspiel in fluoreszierenden Farben – mondgelb die Nachtkerze, lilapink der Phlox – beiwohnen darf. Tagsüber muss ich allerdings mein Ästheten-Auge zudrücken, wenn die Blüten der Nachtkerzen geschlossen sind und schlapp herunterhängen.

Rasen: wachsen lassen, Phloxe: wässern.

Wie du auf dem Foto sehen kannst, steht der Rasen sehr hoch. Um ihn möglichst gar nicht wässern zu müssen, mähen wir im Hochsommer so selten es irgend geht und es unser Rasenmäher dann grad noch schafft. Mit der Sense kann ich nämlich nicht umgehen. Bei meiner Tolpatschigkeit will ich es auch gar nicht erst versuchen. Der Erste-Hilfe-Kurs des Gartengemahls liegt zu lange zurück.

Die Phloxe brauchen immer wieder eine durchdringende Wässerung, ebenfalls die Staudensonnenblumen. Lässt du sie schlappmachen, werden sie Opfer des echten Mehltaus. Und dann wars das für die Saison mit der Attraktivität.

Gärtnern im Liegestuhl.

Und sonst? Entspannung! Es ist die Zeit des Liegestuhls. Lesen, grillen, auch mal träge sein. Kuchen backen, Kuchen essen. Schlagsahne drauf. Gin Tonic. Den Garten machen lassen. Ernten, was er uns zurückgibt: Kirschen, Klaräpfel, erste Pflaumen, Tomaten, Auberginen, Zucchini, Zwiebeln. Ich probiere auch gerade Snapchat aus und habe viel Spaß daran, lustige Geschichten aufzunehmen. Das hat immer so etwas Lustiges wie die Outtakes, die manchmal im Abspann von Filmen gezeigt werden. Ein bisschen hinter die Kulissen schauen. Ich denke, ich schreib demnächst gesondert darüber. Du kannst mich dort aber unter berlingarten auch jetzt schon kontaktieren. Ich freu mich immer über Austausch!

Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken. Und das ist berlingarten im Jahreslauf:

 

Ich verlinke den Beitrag zu Tabea Heinecker und vielen anderen 12tel Blicken.

 

 

11 Kommentare

  1. Hallo Xenia,
    was für schöne Bilder und was für ein toller 12tel Blick!

    Vielen Dank übrigens für die Erkenntnis, warum unsere Staundensonnenblume immer Mehltau bekommt. Ich habe wirklich schon gegrübelt, die Stauden rundrum sind nämlich mehltaufrei, aber auch trockenheitsverträglicher.

    Viele Grüße aus dem Wendland und genieße die Sommerentspannung in Deinem schönen Garten
    Silke

  2. Sehr sehr schön blüht es bei Dir derzeit. Bei uns regnet es alle 3 Tage, da lässt der Phlox dann schonmal vor lauter Nässe die Blütenblätter hängen – das finde ich dieses Jahr ein wenig schade – die BAuern-Hortensien genießen es aber – man kann es halt nicht allen recht machen. Dein Garten ist wirklich über das Jahr enorm im Wandel – das finde ich ganz toll. LG Marion und Danke fürs Zeigen der tollen Bilder

    • Berlingärtnerin sagt

      Danke dir, Marion, ich freu mich über dein Kompliment:-)
      Und wünsche dir und den Phloxen mal eine längere Sommerstrecke. Sorry, Hortensien, nun sind die andern mal dran.

      Schöne Grüße!

  3. Steffi Guthmann sagt

    welche Pracht und Fülle, ein Fest fürs Auge ( und bestimmt auch für die Nase). So viele verschiedene Phloxe an einem Platz gibt es selten zu bewundern!
    Ich habe heute im Garten die Wiese (beim besten Willen nicht als Rasen zu bezeichnen) gemäht und den ordentlichen Anblick, den mein Garten für den Moment mal hat, genossen. Weil Du Snap-Chat erwähnst: lustig finde ich das Slapstickmäßige auch, gleichzeitig ein Alptraum für einen extra schüchternen Menschen wie mich, der überhaupt im Leben erst ein Selfie gemacht hat!
    Viel Freude noch beim Relaxen und Geniessen im Garten und das passende Wetter dazu!
    Liebe Grüße
    Steffi

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Steffi, hab herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar! Der Nase geht es tatsächlich großartig im Phlox-Garten. Dir ein schönes Genießen auf deinem frisch geschorenen Rasen. Ich empfinde das ja auch immer als Wohltat. Besonders, weil’s so selten ist 😉

      Du bist so schüchtern? Dann danke ich dir umso mehr für den aktiven Austausch und auch den kleinen Einblick in dein Leben via Insta. Ich freue mich immer sehr, von dir zu lesen und zu sehen. Nur die Stimme fehlt, die man auf Snapchat durch die Filmchen auch mitbekommt.

      Bis bald wieder!

  4. ‚Gärtnern im Liegestuhl‘ gefällt mir, liebe Xenia, leider gab es das in diesem Jahr noch nicht so oft. Wir haben einen verregneten Sommer. Und wenn mal die Sonne scheint, ist es derart schwül, dass es auch keinen Spaß macht. Dann heißt es schon eher ‚Kommentieren am Computer‘.
    Deinem Garten gefällt dieser Sommer anscheinend und den Phloxen sowieso. Meine Lieblingssorte ist die mit dem weißen Auge. Ich hatte einige gekauft, bislang nur eine Pflanze entdeckt und die wird von einer Hortensie bedrängt.
    Deine Fotos sind – wie immer wunderschön.
    Ich überlege gerade, ob ich es mir bei Dir liegend oder sitzend gemütlich machen soll. Wenn ich von den Köstlichkeiten aus Deinem Garten probieren darf, setze ich mich gerne an den Tisch…
    Eine gute Woche und liebe Grüße
    Edith

    • Berlingärtnerin sagt

      Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich es mit dem Wetter war: nass und unwirtlich bei euch, trocken wie fast immer bei uns im Osten des Landes.

      Was die Phloxe angeht, die Kinder der Flüsse Nordamerikas sind: Sie brauchen Zeit, sich einzugewöhnen und durchzusetzen. Es sei denn, man hat die gewöhnlichen pinkfarbenen, die ich als Unkraut bezeichnen würde. Sie und ihre Nachkommen (die teilweise bezaubernd gefärbte Geschöpfe sind), können jeder Hortensie das Fürchten lehren. Ich glaub, ich muss dir mal welche bei mir ausbuddeln.

      Herzliche Grüße!

  5. Soviel Veränderung wie bei deinem Blick ist recht selten. Eine Freude jeden Monat zu verfolgen.
    Geniess die Sommertage lieber im Liegestuhl als mit dem Rasenmähen.
    L G Pia

    • Berlingärtnerin sagt

      Danke dir, du Liebe! Ich bin auch schon voll im Entspannungsmodus. Der Herbst mit seinen Blumenzwiebelsteckaktionen kommt früh genug 🙂

  6. Bei uns phloxt es auch gründlich aber der Rasen steht nicht mehr hoch, weil er von unseren gefühlt 50 Wühlmäusen ordentlich unterbuddelt wird. Ich bin auch schon etwas verzweifelt. Die beiden letzten Jahre sind die beiden Buddler (Maus + Maulwurf) im Frühjahr weitergezogen und kamen erst im Herbst zurück. Dieses Jahr findet die Maus es wohl doch so kuschelig bei uns, dass sie die Großfamilie gleich mit eingeladen hat *seufz*. Aber mir die Gartenleidenschaft vermasseln hat sie noch nicht 😉
    Liebe Grüße von Liegestuhl zu Liegestuhl
    Aqually

    • Berlingärtnerin sagt

      O weh, das klingt ja zum Verzweifeln mit deinen tierischen Mitgärtnern. Da kann ich ja von Glück sagen, dass wir nur Mäuse haben. Rasen-Rowdies haben wir nur in Form von Ameisen, die ihr Nest immer an einer Stelle beim Apfelbaum bauen. Aber die lassen sich ja gut verjagen. Schön, dass du dennoch so ein positiver Mensch bist. (Wahrscheinlich fühlen sich die Buddler deshalb bei dir so wohl)

      Beste Grüße an die Phloxe!

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