Jahr: 2014

Viel Glück im neuen Jahr

Klee soll ja Glück bringen. Und da ich euch davon für 2015 eine Menge wünsche, habe ich eine schnelle Tischdeko mit Glücksklee à la Wald- oder Gartenspaziergang gezaubert. Man nehme: den obligatorischen Glücksklee in Töpfen, Moos, Zapfen, Birkenrinde – ich habe sogar ein komplettes Rund, in das ich eines der Töpfchen stellen kann – und was sich sonst noch aufklauben lässt. Ich habe noch Porzellanpilze dazugelegt, muss man aber nicht (bringen die eigentlich auch Glück? Oder tun das nur die in Fliegenpilzoptik aus Plastik?) Das alles kommt nett unordentlich auf einen Untersetzer aus Holz, Glas oder, wie in meinem Fall, aus Metall, fertig. Nun kann es losgehen mit dem Glück haben, glücklich sein. Kommt gut rein ins neue Jahr!  

Reifkristalle auf Rosenblüte

Im Reif der Schneekönigin

Klirrend kalter Morgen. Sonnenschein. Wind. Eine in Reif gehüllte Zauberwelt direkt vor der Tür. Wie schön doch die Welt ist. Manchmal kann sie es mit den großartigsten Märchenkulissen aufnehmen. Heute lockte ein Spaziergang durch den Garten. Die Kamera vergessen! Wie konnte das passieren? Dann musste das Telefon zeigen, was in ihm steckt. Aufgabe bestanden: Strukturen herausgearbeitet. Glitzer eingefangen. Mangelnde optische Qualität durch Atmosphäre ausgeglichen. Wir fühlten uns der Schneekönigin ganz nah.    

Rotkehlchen

Rotes Kehlchen braucht vollen Bauch

Nicht nur an den eigenen Weihnachtsbraten denken, auch unsere gefiederten Gäste sollen sich jetzt die Bäuche vollschlagen können. Und da der Vogel sein Wirtshaus in Ruhe kennen lernen will, musst du ihm frühzeitig das Mahl bereiten. Die erste Warnung, dass der Winter Ernst machen könnte, gab es in Berlin am 20. Dezember. Innerhalb kürzester Zeit zog eine Tieffront über die Hauptstadt, ließ die Temperatur von sechs auf null Grad fallen und brachte den ersten Schnee. Der blieb zwar nicht liegen, aber ermahnte mich endgültig, Vogelfutter zu besorgen. Du merkst daran, dass ich nicht zu den Ganzjahresfütterern gehöre. Zu widersprüchlich sind mir die Untersuchungen, ob das unseren Vögeln tatsächlich hilft bzw. gut tut. Mir kommt es unnatürlich vor. Vogelglück: Der Garten sollte lecker bepflanzt und bloß nicht picobello ein. Meine Strategie ist: lieber den Garten so vogelfreundlich bepflanzen, dass die Piepmätze dort genügend Futter finden. Ich sorge für viele Leckereien wie Hagebutten und locke Insekten durch nektarreiche Blüten, Totholzhaufen und Nistmöglichkeiten an. Laub darf – Ausnahme Rasen – liegen bleiben, ich schneide auch keine Stauden herunter. …

Highlight für die Kinder

Von Blythen auf dem Weihnachtsmarkt Domäne Dahlem

Kunsthandwerk, eine Atmosphäre wie auf dem Dorf und regionale Köstlichkeiten. Die Krönung: konservierter Sommer in Blüten-Essenzen. Alle Jahre wieder Advent, alle Wochenenden wieder Weihnachtsmarkt. Nach dem missglückten Versuch, überhaupt einen Fuß auf den Markt im Jagdschloss Grunewald zu bekommen, haben wir uns nun den der Domäne Dahlem vorgenommen. Vielleicht haben wir hier mehr Glück, schließlich findet dieser an allen Adventswochenenden statt. (Eintrittspreis Erwachsene 2 €, Kinder frei.) Und es war großartig. Die ganze Atmosphäre dörflicher Idylle (unsere Begleiter aus dem Ostwestfälischen fanden es hier friedlicher als zu Hause auf dem Land). Zum Glück sanftes Licht, nicht zu voll – wir waren vormittags dort. Und das Angebot? Es gab ausschließlich Stände mit schönen handgemachten Dingen. Kein Ramsch nirgends. Dafür sogar Glühwein, der aus Wein zubereitet wurde, den man auch ohne die Gewürze hätte genießen können. Eine kulinarische Überraschung. Besonders gefreut hat mich die Entdeckung des Standes der von Blythen Manufaktur. Als Gärtnerin immer mit dem suchenden Blick nach etwas, was aus dem Garten kommt, bin ich an den Bildern kandierter Veilchen hängen geblieben. Und Gründerin Martina …

Sternendeko

Schnelle Deko: Sterne aus Pinien-Nadeln

Wenn es mal wieder zack-zack gehen soll: Aus Kiefern-Nadeln – oder für die XXL-Version aus denen von Pinien – kannst du ganz schnell Weihnachtssterne binden. Auf einem Teneriffa-Urlaub im Herbst hatte ich angesichts der schönen Pinienbäume die Idee, Strohsterne ohne Stroh, dafür umso simpler herzustellen – aus Piniennadeln! Also habe ich eine handvoll mitgebracht, bis jetzt in der Vase aufbewahrt, zu Sternen gedreht und meiner Amaryllis als Dekoration beigegeben. Eine schnelle Naturdeko ganz im Sinne von berlingarten. Und weil’s so schön und simpel ist, habe ich auch gleich welche ans Fenster gehängt. Da wir hier aber keine Pinien haben und die Sterne auch wirklich sehr groß sind, lassen sich hübsche Sterne auch gut aus normalen Kiefern-Nadeln binden. Dann haben sie die Größe klassischer Strohsterne. Und wenn du begabter bist als ich, was ich stark annehme, kannst du vielleicht auch noch andere Muster ausprobieren. Ich bin gespannt auf deine Rückmeldung!

Amaryllisblüte

Amaryllis im Advents-Outfit

Die im Herbst noch mit Beeren geschmückte Amarylliszwiebel hat sich inzwischen zur blühenden Diva gemausert und ein adventliches Outfit erhalten. Woche für Woche hatte sich die Knospe weiter herausgeschoben, die Spannung wurde mit jedem Tag größer: Was für eine Blütenfarbe sich wohl zeigen würde? Und wie groß die Blüte wohl werden? Schließlich handelte es sich ja um eine namenlose Billigzwiebel aus dem Supermarkt. Und siehe da: Ein wunderschönes tiefes Dunkelrot schlummerte in der erst noch so kleinen, fest verschlossenen Knospe. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viel Blüte dort hineinpasst. Die Herbstdeko hatte ihren Zenit überschritten, ein neues Outfit musste her. Das Moos durfte bleiben, ein paar Zapfen, einige blattlose Zweige sowie aus Piniennadeln gebundene Sterne kamen dazu – mehr braucht es nicht, um die Schönheit der Blüte zu unterstreichen. Viel Wasser braucht die Amaryllis übrigens immer noch nicht, ein paar Tropfen jedes Wochenende reichen aus.

Weihachtskarten mit Engeln

Weihnachtskarten: Engel aus Blättern

Individuelle Grusskarten oder Bilder mit Motiven aus getrockneten Blättern sind flugs gemacht. Und plötzlich ist schon wieder Advent. Und bald Weihnachten. Jedes Jahr die selbe Überraschung. Schnell noch Grusskarten kaufen, wenigstens einmal im Jahr mit Füller schreiben und nicht nur tippen. Dieses Mal habe ich sogar vorgesorgt und ein paar Blätter gepresst. Ich möchte nämlich Engelchen-Karten verschicken. Und mir vielleicht sogar welche als Bildchen aufstellen. Wenn sie denn gut werden. Mal sehen, wie geschickt ich mich anstelle. Blütenblätter sind besser als Laubblätter. Der Trockenvorgang der Blätter dauert eine gute Woche, je nach Dicke. Ihr könnt also noch rasch loslegen. Auch müssen es keine Blätter unserer Bäume da draußen sein, sondern – im Gegenteil – gern Blütenblätter aus dem letzten Strauß. Ich habe festgestellt, dass mit ihnen das Gestalten sogar viel besser geht, da sie zarter sind und von der Struktur her nicht so schnell brechen, wenn man sie zurechtschneiden will. Ich habe keine dieser professionellen Pressen, man will’s ja auch nicht übertreiben, bei mir müssen wie früher Zeitungspapier und dicke Bildbände zum Beschweren reichen. Und …

Grunewaldsee

Grunewaldsee: Hunde und Weihnachtsmarkt. Und Hundeweihnachtsmarkt.

Das war der Plan: ein hübscher Spaziergang durch den Grunewald plus enspannter Gang über den Weihnachtsmarkt in den Mauern des Jagdschlosses. So als Ausflugstipp. Denn schließlich wurde der Grunewald soeben vom Bund Deutscher Forstleute zum „Waldgebiet des Jahres 2015“ gekürt. Das ist doch einen Artikel allemal wert. Außerdem ist jetzt im Garten weniger zu tun, wir haben also mehr Zeit für nette Ausflüge ins Grüne. Der Spaziergang fand dann auch statt, in milder Luft, bei Licht in pastell und auf kleinen Wegen abseits der Trampelpfade. Goldenes Buchenlaub, Sonnenstrahlen, die die Rinde der Birken zum Leuchten bringen, Spiegelungen auf den Wasserflächen kleiner Tümpel. Berlin kann so schön sein. Als wir uns dann aber dem Programmpunkt „Weihnachtsmarktbesuch“ näherten, merkten wir mal wieder, was es heißt, immer noch in einer Millionenmetropole unterwegs zu sein. Tausende auf dem Weg zum laut Prospekt „Märchenhaften Weihnachtsmarkt“ im „zauberhaften Ambiente“ des Jagdschlosses Grunewald, Berlins ältestem Schlossbau (1542), direkt gelegen am Ufer des Grunewaldsees. Und wie im Urlaub, in dem man ja auch immer über die vielen Touristen meckert ohne selbst Einheimischer zu …

Forsythie

Frühling zu Weihnachten: Barbarazweige

Wer um den 4. Dezember Zweige von Frühlings- oder Obstgehölzen schneidet, kann zu Weihnachten einen Blütentraum in der Vase genießen. Der 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara. Ich bin zwar nicht katholisch, aber eine große Freundin von stimmungsaufhellenden Substanzen in Form von blühenden Frühlingsboten. Also halte ich den Tag in Ehren und mache mich jedes Jahr aufs Neue in den Garten auf und schneide die so genannten Barbarazweige. Im letzten Jahr habe ich es mit Kirschen versucht, da ich mir das Blütenweiß so schön passend zu meiner Weihnachtsdekoration vorgestellt hatte, aber: Forsythien gehen besser. Mit diesem Gute-Laune-Gelb direkt zu Weihnachten könnte man fast denken: Nicht mehr lange – bald ist Frühling. Wenn man es leider nicht besser wüsste. Aber warum noch gleich Barbara? Es handelt sich der Legende nach um eine Königstochter aus dem 3. Jahrhundert in Nikomedia (heutiges Izmit), die auf Geheiß ihres Vaters erst ins Gefängnis gesteckt und dann enthauptet wurde. Ihr Vergehen: Sie weigerte sich, ihren christlichen Glauben und ihre jungfräuliche Hingabe an Gott aufzugeben. Auf dem Weg ins Gefängnis …