Monate: August 2014

Kartoffeln-Bohnen-Salat

Rezept Kartoffel-Bohnen-Salat

Die Kartoffeln (Belana, Nachfolgerin von Linda, frühreifend) sind ausgebuddelt, die Bohnen wollen wöchentlich durchgepflückt werden – da kommt dieses einfache wie köstliche Rezepte gerade recht. Ich koche für den Salat die Kartoffeln als Pellkartoffeln, die Bohnen knackfest, dann rühre ich eine Vinaigrette aus Weißweinessig (darf ruhig etwas mehr als bei einem normalen Salat sein) und bestem Olivenöl, würze mit Meersalz, Pfeffer, Bohnenkraut und lasse kurz durchziehen. Lauwarm serviert – z.B. mit Lammfilets oder auch Halloumi – eine geschmacksintensive Köstlichkeit!

Der Trend zum Gigantischen

Schaut man sich die Neuzüchtungen der letzten Jahre an, fällt der Trend zum Großen, Gigantischen, zum Superlativ auf. Aber: Ist groß denn erstrebenswert? Gewinnen meine ansonsten in den Höhenabstufungen durchgestylten Beete durch die langen Kerls aus der Sonnenblumen-Samentüte? Nützen mir mit meiner Kleinfamilie 10 kg schwere Kohlrabi, wenn meine Tochter schon bei den handelsüblich großen „Nein danke, ich hab keinen Hunger!“ ruft? Vermutlich braucht frau in dieser Saison den irgendwie unproportionierten Statement-Hibiskus genauso wie die Statement-Kette. Denn letztlich sind wir doch alle Fashion-Victims. Oder machen Keilabsätze etwa einen schlanken Fuß? Ich freue mich auf deine Erklärungen! P.S.: Wer Lust auf Hibiscus moscheutos hat, findet Infos und ein großes Sortiment z.B. bei Bartels in Delmenhorst.

Helianthus decapetalus Triomphe de Gand

Gelb im Sommergarten

Bei der Farbe Gelb scheiden sich die Geister. Und streiten sich die Gärtner. Was passt farblich zusammen? Beißt sich das nicht? Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Was bei einem Outfit abends vom Pyjama abgelöst wird, hat im Beet ganz andere Halbwertzeiten. Also pass beizeiten auf, ob deine Mitgärtner vielleicht herrliche Kindheitserinnerungen an Raps- und Sonnenblumenfelder oder gar Löwenzahnwiesen haben. Denn dann wollen sie das im Garten umsetzen. Der Gartengemahl hatte eine schöne Kindheit. Das wurde mir schlagartig bewusst, als er eines Tages mit einem Samentütchen „Riesensonnenblume“ nach Hause kam – erstanden in der nahen Drogerie. Pokerface. Jetzt bloß nicht die Fassung verlieren. Einjährige Sonnenblumen – gelb par excellence. Riesensonnenblumen waren für mich stets der Inbegriff des Plumpen, sich nicht Einfügenden. Und dann auch noch gelb! Wer keine Ahnung von nichts hatte, steckte zur Aufhübschung von Rasen und Thujahecke halt ein paar Kerne in den Boden. Und nun lag das Tütchen also da, die Samen kamen in die Erde und der Gartengemahl bekam Beschützergefühle für seine Sprösslinge. Mehrere Jahre standen die langen gelben Kerls unvermittelt …

Kartoffel-Star Belana, die neue Linda

Warum wir uns für die Kartoffel Belana entschieden haben und was sie zum Wohlfühlen braucht. Nein, die Phrase von den dicksten Kartoffeln und dem IQ seines Hegers und Pflegers bemühe ich jetzt mal nicht. Schließlich haben wir Abitur. Aber was in diesem Fall viel wichtiger ist: massig Dünger. Und die richtige Kartoffel. Nachdem wir jahrelang allerlei Hörnchenförmiges, Violettes und Rotes ausprobiert haben – ist ja schließlich Trend – wollten wir nun mal wirklich was ernten. Möglichst richtig dicke Dinger, die dennoch geschmacklich was zu sagen haben. Unsere Wahl fiel auf Belana, die als Nachfolgesorte der geliebten, aber schwer zu bekommenden Linda gilt. Sie ist aromatisch, früh reifend, festkochend. Ihre ovalen Knollen sind von außen hübsch grau-genetzt und glatt, innen gelbfleischig-appetitlich. Auf dem Beet hat sie uns nicht enttäuscht, allerdings gehört sie zu den durstigen Mädels und brauchte reichlich Dünger, um gut auf Trab zu kommen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass auch jede noch so gut gemeinte Kompostgabe und auch die herbstliche Gründüngung mit Lupine nicht ausreichen, eine Kartoffel wirklich glücklich zu machen. Sie wollen …

Die Liebenden: Zier-Lauch

Welche romantische Seele in unserem Porree stecken könnte, war uns nicht klar. Bis wir nach dem Urlaub nach ihm sahen und er versucht hatte, sich aus den ihn zuwuchernden Bohnen herauszuwinden. Und sich der verführerischen Nachbarin entgegenzustrecken. Wir haben die beiden gemeinsam befreit und uns noch drei Wochen an ihnen im „Liebesnest Vase“ erfreuen können.