Monate: Februar 2015

Gärten und Pflanzen eindrucksvoll fotografieren

Die Gartensaison startet, wir schießen begeistert die ersten Fotos. Damit diese möglichst professionell anmuten, hier die wichtigsten Tipps für eine gute Pflanzenfotografie. Wir fotografieren in allen Lebenslagen, das Smartphone macht’s möglich. Statt auf Qualität zu achten, machen wir halt ein paar Aufnahmen mehr, Digitalfotos sind schnell gelöscht. Oder im Nachgang bearbeitet. Das will ich auch überhaupt nicht verteufeln, es ist großartig, dass Fotografie „demokratisch“ geworden ist. Und natürlich garantiert eine gute fotografische Ausrüstung allein keine außergewöhnlichen Aufnahmen. Was es primär braucht, ist das ästhetische Empfinden des Fotografen, den Blick für das Motiv und Konzentration auf das eigene Tun. Ich muss beim fotografieren das Ergebnis antizipieren und selbst in Zeiten des Löschenkönnens jedes Bild so anlegen, als wäre es das Eine, das Bestand haben soll. Der Rest sind ein paar Tipps und goldene Regeln, mit denen man so weit kommt, dass man Fotos macht, die man selbst gern herzeigt und die andere im besten Fall faszinieren oder berühren. Ausrüstung. Ich fotografiere primär mit einer hochwertigen Spiegelreflexkamera (jedoch kein Profimodell) samt Zoom-Objektiv, das von Weitwinkel bis moderatem …

Schneeglöckchen KPM-Vase

Schneeglöckchen: der erste zarte Strauß

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Passen diese Zeilen aus dem „Glasperlenspiel“ von Hermann Hesse, die Assoziationen von Jahresbeginn und Transzendenz, nicht wunderbar zu diesen zarten ersten Blüten? Dem ersten Frühlingsgruß 2015: Schneeglöckchen und Lenzrosen traditionell in meinen KPM-Vasen arrangiert. Die späteren prächtigen Sträuße werden sich anstrengen müssen, mich so zu berühren, wie jetzt diese kleinen.   Ich werde dieses Sträußchen an diesem Friday Flowerday zum Blog Holunderblütchen schicken, einer Initiative, sich für jedes Wochenende frische Blüten ins Haus zu holen.

Tomatenvielfalt

berlingarten sucht die Supertomate

Lecker muss sie sein, nach Sommer duften, eine zarte Haut haben. Natürlich soll sie sich dabei wüchsig, robust und gesund präsentieren. Die Supertomate. Aber welche kann sich dieser Vorzüge rühmen? Verrate mir deine Supertomate! Irgendwann besaß ich sie, diese großartige, diese perfekte Tomate. Sie hatte ein so intensives Aroma, wie ich es nie wieder erlebt habe, die optimale Balance aus Säure und Süße, eine dünne, geschmeidige Haut. Braunfäule? Fehlanzeige. Ich könnte noch länger schwelgen und würde unweigerlich in Melancholie verfallen. Denn ich weiß nicht mehr, um welche Sorte es sich handelte. „Irgendwas mit R.“ Nun ja, in den Folgejahren habe ich zwei „mit R“ ausprobiert: Roma und Ravello – sie waren es nicht, konnten den Hoffnungen nicht gerecht werden. Da ich mein Namensgedächtnis aber kenne, hatte der Name meiner geliebten Tomate mit dem Anfangsbuchstaben „R“ wahrscheinlich so viel zu tun wie eine gute Salsa mit Maggi, nämlich gar nichts. Zuletzt habe ich Vitella, Apresa, die in Großbritannien mehrfach ausgezeichnete Sungold, den Ostdeutschland-Klassiker Harzfeuer und die in zahlreichen Geschmackstest brillierende Sparta getestet – so richtig verliebt …

Tulpen mit Astschnitt

Individueller Strauß für Valentinsmuffel

Minimum Einsatz, Maximum Eindruck: Mit diesem Tulpenstrauß parierst du den Valentinstag perfekt. Ehemann und braver Freund aufgepasst. Gehörst du zu denjenigen, die ab Neujahr schon immer vorbeugend und wie nebenbei fallen lassen, der Valentinstag sei doch auch nur so ein doofer Konsum-Schmarrn aus den USA und daher im Herzen nicht romantisch, sondern rein materiell? Weil es dich wirklich nervt, wenn dich die Industrie zu Gefühlen zwingen will? Dann habe ich für dich die Lösung. Denn eigentlich willst du deiner Liebsten doch eine Freude machen. Aber nicht als Muss und schon gar nicht von der Stange. Wie wäre es dann also hiermit? Du musst dich allerdings gleich noch schnell im Garten nützlich machen – ist ja auch irgendwie ein Geschenk an die Liebste – und die Obstbäume beschneiden. (Das schaffst du noch!) Die dann anfallenden geraden Zweige sind nämlich die Grundzutat für deinen Blumengruß ganz individueller Art. (Eine weitere Strauß-Variante findest du hier.) Suche dir dann ein großes Bündel halbwegs gleich langer Zweige und stecke sie dicht aneinander in eine große Glasvase – knauserig gilt nicht. …

Äste mit Rosen

Baumschnitt: Grandezza-Strauß mit Rosen

Was andere wegwerfen, kannst du für einen beeindruckenden, selbst stehenden Strauß nutzen: das anfallende Material deines Obstbaumschnitts. Ist das Wetter frostfrei, gibt’s kein Halten mehr. Wir gehen Dekomaterial organisieren. Man nennt es auch Baumschnitt. Kirschen und Pfirsich sind gleich nach der Ernte dran, Pflaume, Äpfel und Birnen werden nach und nach im Winter gestutzt. Und während der Berlingärtner mit prüfendem Blick die Schere führt, wuselt das Kind ihm und der Leiter zu Füßen herum und sortiert das herabfallende Material. Was eine schöne Länge hat, gerade gewachsen ist, aber mit kurzen Seitentrieben, kommt ins Körbchen für zu Hause, der Rest teilweise auf den Totholzhaufen, teilweise in den Hächsler. Die ganz langen, prächtigen Äste bleiben im Garten. Aus ihnen lässt sich sicher im Laufe des Jahres noch Schönes zaubern. Mit der richtigen Anzahl an Zweigen bekommen auch wir Laien von selbst stehende Sträuße hin. Nun aber zu der Ausbeute für die sofortige Weiterverarbeitung. Aus ihr lassen sich Sträuße binden, die sehr gut zur Jahreszeit passen. Zusammen mit zarten Blüten sind sie genau die richtige Mischung aus Starre …

Physalis-Leuchte

Lichterschein und Sternenglanz: Physalis-Leuchte

Nun ist er weg, der Tannenbaum. Neuen Sternenglanz bringen meine schnell gebastelten Physalis-Leuchten. Am 2. Februar ist Maria Lichtmess. Kennst du den Tag im Kirchenjahr? Ich ja. Nicht, weil ich Katholikin wäre. Sondern weil bei uns dann – so ist das jedes Jahr – der Weihnachtsbaum rausfliegt. Bei dir doch sicher auch. Hö-hö. Ich spüre dich förmlich spotten. Also muss ich doch mal recherchieren, was mein anscheinend sonderbares Brauchtum erklärt. In kirchlichen Internet-Gefilden finde ich den Hintergrund zu Maria Lichtmess, der mir, ehrlich gesagt, gar nicht geläufig war: Maria Lichtmess ist traditionell der Tag, an dem die Tannenbäume aus den Kirchen geräumt und die Krippenfiguren eingepackt werden (Letzteres hatte ich allerdings schon nach dem 6. Januar erledigt). Und warum erst jetzt? Das Datum bezieht sich auf den 25. Dezember. Denn zählt man vom 1. Weihnachtstag 40 Tage weiter, kommt man zum 2. Februar. Nach alttestamentarischer Vorschrift mussten sich Frauen 40 Tage nach der Geburt einer kultischen Reinigung unterziehen. Da der erstgeborene Sohn Gott geweiht war, wurde er im Tempel vorgestellt. Die Zeit des neu geborenen …