Monate: August 2015

Immer noch schön

Das zweite Leben der Rosen

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose. Und erfreut und erfreut und erfreut. Ich möchte dir heute nur mal schnell meine Rosenschale zeigen. Und dich ermuntern, Rosen, die langstielig in der Vase schon schlapp gemacht haben, noch nicht zu entsorgen, sondern ihnen einen zweiten Auftritt als Seerosen zu ermöglichen. Meine halten jetzt schon seit 14 Tagen durch, davon standen sie nur sechs Tage in der Vase, dann ließen sie die Köpfe hängen. Aber wenn du eine Schale hast, die an sich schon ein Schmuckstück ist, machen sie noch viele Tage eine gute Figur. (Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich Verfechterin edler Vasen bin. Sie werten jede noch so einfache Blume auf wie ein schöner Schuh ein simples Outfit.) Ich habe den weißen Rosen einen kleinen Zweig der Wiesenraute Thalictrum als Partner gegönnt, um den verspielten Charakter zu betonen.   (Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.)  

Üppige Kästen

Brittas Garten

La Dolce Vita in Brandenburg. Best-Practice der Topf- und Kübelgärtnerei. Der schönste Rasen, den es jenseits von Golfanlagen gibt. Das alles ist Brittas Garten. Und hier sind ihre ganz persönlichen Tipps. Am Tag von Brittas Geburt wurde gerade Lebensfreude verteilt. Und Fleiß. Das Ergebnis ist ein ganz besonderer Garten im Norden Berlins. Als ich ihn per Zufall letztes Jahr kennen lernen durfte, war es sofort mein Wunsch, mit der Kamera wiederkommen zu dürfen. Und nun sitze ich bei Britta auf der Terrasse, die an die Küche grenzt, und lasse den Zauber dieses Ortes auf mich wirken. Britta ist wie immer bestens gelaunt. Das kann sie auch sein, denn nicht nur sie strahlt, sondern auch die Sonne und die bunten Blumen in den wunderschönen Kästen. Wie in Italien fühle ich mich. Haus und Garten passen im südländischen Stil perfekt zusammen. Hier wird hauptsächlich im Freien gelebt. Britta war schon immer ein Draußen-Kind, das das ganze Jahr über im Schrebergarten verbracht hat. In ihrem eigenen Haus war es also naheliegend, einen schönen Platz direkt zur Küche hin …

Mohnwiese

Sehnsucht pflanzen

Wie sieht dein Garten aus, was wächst in ihm? Ich glaube an das Sprichwort „Zeige mir deinen Garten und ich sage dir, wer du bist und was dich geprägt hat.“ Denn es muss uns jenseits der Trends doch etwas antreiben, bestimmte Gartenbilder zu komponieren. Als ich anfing, unseren Garten zu gestalten, griff ich intuitiv zu ganz bestimmten Pflanzen. Natürlich hatte ich mich kundig gemacht, was wie und an welcher Stelle wächst, wie die Ansprüche der einzelnen Gewächse sind, aber passend zum jeweiligen Standort habe ich aus dem riesigen Angebot dann letztlich nach Gefühl gewählt. Heute weiß ich: Wie der Duft von Vanille bringt der Garten das Gefühl von Kindheit in mir zum Schwingen. Gepflanzte heile Welt. Ich lasse mit unserem Garten meine schönsten Draußen-Erlebnisse und -erinnerungen aufleben. Und darum ist die Bindung zu meinem Garten auch so intensiv! Rosen und Stockrosen gehörten zur Kindheit dazu. Typisch für mich sind Pflanzen meiner Kindheit an der See. Der Duft von Rosa Rugosa umschmeichelt mich schon, wenn ich zur Gartenpforte hereinkomme. Mohn und Kornblumen dürfen selbstverständlich nicht fehlen. …

Goldrute

Edler Wucherer

Im Garten rümpfe ich die Nase, wenn sie immer noch ungefragt auftaucht – die Kanadische Goldrute Solidago canadensis, Schönheit aller Bahndämme und Schutthalden. Aber gerade zur Blüte gekommen, hat sie doch etwas bezaubernd Leichtes und Filigranes. Und das in Kombination mit dieser Kracherfarbe! Also rupfe ich die letzten noch verbliebenen Gartenexemplare erst dann heraus, wenn sie aufblühen. Denn in einer wirklich edlen Vase und vor meinem schwarzen Sessel beweisen sie Klasse. Vielleicht beschäftige ich mich aber auch einmal für den Garten mit den nicht wuchernden Zuchtformen, denn Solidago rugosa ‚Fireworks‘ soll zum Beispiel eine großartige Beetstaude sein, die lange blüht und auch mit unseren derzeit sehr trockenen Sommern bestens zurecht kommt. (Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.) Ich verlinke den Strauß zu vielen anderen wunderschönen auf dem Blog Holunderblütchen.

Steppensalbei

Ein Garten ohne gießen?

  Die Sonne brennt. 40 Grad sind keine Utopie. Im Fernsehen laufen „Hitze-Specials“. Meine Arme werden vom vielen Kannenschleppen immer länger, der Liebste schmeißt den Wassersprenger an. Heute haben wir die Zeit dazu. Aber wie sieht es morgen aus? Der Berliner Boden ist arm und durchlässig, meine Zeit knapp. Stundenlanges Wässern ist oft nicht drin; unseren „Urlaubsengeln“ können wir kaum zumuten, drei Wochen lang jeden Tag für Wassernachschub zu sorgen. Ich werde bei meinen Garten-Neuzugängen in Zukunft verstärkt auf die Stauden setzen müssen, die ohne zusätzliche Wassergaben auskommen können – besonders für die sonnig liegenden Beete. Trockenblumen mochte ich nie, aber wie klingt Trockenstauden? Ein ganzes Beet mit Trockenstauden. Ja, trockenheitstolerante Stauden mag ich sehr und habe gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Ich bin daher mein Fotoarchiv durchgegangen und habe einige meiner Lieblinge aus dem lila-blau-weißen Farbspektrum herausgesucht, die sich attraktiv in einem „Beet für Gießfaule“ zusammenfassen ließen. Alle blühen lange und üppig: Sie blüht und blüht und blüht lässig im Beetvordergrund und nimmt schon mal locker pro Pflanze einen halben Quadratmeter ein, die Katzenminze …