Monate: Februar 2016

Kollektion in weiß-grün

Viele Vasen ergeben den Strauß

Es gibt da diesen Unterschied zwischen der französischen und der italienischen Küche. Die französische ist edel, äußert kunstvoll und nicht besonders leicht nachzukochen. Bei der italienischen reichen in der Regel wenige, aber geschmacksintensive Zutaten, du musst nicht viel machen, außer ihre natürlichen Eigenschaften möglichst unverfälscht zur Geltung zu bringen. Applaus bekommst du dennoch zur Genüge. Meine Blumenarrangements fertige ich nach italienischen Rezepten. Als Grundzutaten habe ich heute Calla, Chrysanthemen, Freesien und Bartnelken in grün-weiß gewählt. Dazu hochwertige Vasen einer Farbe. Nehme ich ein paar Gefäße mehr, können sich meine zwei linken Hände das Straußbinden gleich ganz sparen. Viele Vasen ergeben den Strauß. Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken. Ich verlinke das Arrangement zu den Sträußen vom Holunderblütchen.

Artikel beim Burda-Verlag

berlingarten in der Zeitschrift GartenSpaß.

Wie kommt die Gartenreportage in die Zeitschrift? Oder wie berlingarten in der GartenSpaß des Burda-Verlags gelandet ist. In der aktuellen März-Ausgabe der GartenSpaß ist unser Garten als vierseitige Gartenreportage vertreten (lies hier berlingarten-in-GartenSpaß). GartenSpaß ist eine günstige Zeitschrift des Burda-Verlages, die ich, ehrlich gesagt, bis dato gar nicht kannte. Aber ich treibe mich eh meist im Netz herum. Warum eigentlich? Mir gefällt die GartenSpaß nämlich gut, da sie auch unter der Überschrift ‚Garten-Tipps und -Tricks‘ laufen könnte. Ein handfestes Magazin. Dafür ist sie weniger Hochglanz und nicht auf so edlem Papier gedruckt, wie es die ganzen wie die Pilze aus dem Boden geschossen Titel mit „Land“ oder „Lust“ im Namen sind. Und meine kleine Reportage? Also die mag ich auch. Aber wie kam es dazu? Im letzten Sommer hatte ich ein paar Bilder unseres Gartens im Internetforum von Mein schöner Garten veröffentlicht. Wenn du dort deine Fotos hochladen willst, musst du übrigens sofort die Rechteeinräumung deiner Bilder für alle Online-Medien des Burda-Verlags bestätigen. Was früher teuer eingekauft wurde und professionellen Fotografen Lohn und Brot brachte, …

Anemonenstrauß

Topmodel Anemone

Während die Mädels der Republik noch wochenlang jeden Donnerstagabend nach dem neuen Topmodel suchen, habe ich meins längst gefunden. Mit Kommandos wie „Mach mal sexy!“ oder „More attitude!“ muss ich meinem Model gar nicht kommen. Meine Anemone reckt sich auch so in genau dem richtigen Maß nach vorn. Perfekter Ausdruck: geheimnisvoll, gleichzeitig zart und eben makellos schön. Die Begleiter, zwei recht dröge Skabiosen-Fruchtstand-Boys und der hochgewachsene  Eukalyptus, bleiben im Hintergrund und versuchen gar nicht erst, dem Star Konkurrenz zu machen. Die Rollen sind klar verteilt, keine Zickereien. „Drama!“ ohne Drama. Jetzt nur noch ein ruhiges Setting aufbauen und leicht am Licht feilen – dann sind die Aufnahmen für einen perfekten Friday Flowerday auch schnell im Kasten. Ein Traum-Shooting. Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

Lenzrosen im Blütenmeer

Vorfrühlingserwachen

Zwischen Schneeregen und Schneeregen kommt mir die Sonnenstunde in kräftigem Gelb besonders wertvoll vor. Gerade noch graue Fläche, nun leises Wiesengrün. Als violette Spitzen melden sich die Elfenkrokusse. Meine liebsten Vorfrühlingsboten. Die runden Winterlingskugeln sind zu flachen Schalen geöffnet. Bienengesumm. Der Oberkörper hat es in der Sonne wohlig warm, die Knie im Schatten könnten die Decke gebrauchen. Riecht die Luft im Sonnenlicht nicht sogar anders? Besser? Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

Ornithogalum-Titel

Serie Vase: Milchstern als Skulptur

Florale Kunst, die sehr lange hält: Milchstern in weißer Vase. Als ich die gewaltigen Milchsterne Ornithogalum beim Floristen sah – immerhin 1,10 m lang -, musste ich zuschlagen. Heidelbeergrün hatte ich noch von verschiedenen Sträußen im Haus und auch eine genaue Vorstellung, für welches Gefäß sie perfekt sein würden. So eine Vase wie du sie hier siehst, ist sozusagen die weiße Bluse der Floristik. 25 cm hoch und schmal, das passt für viele Blumen und für noch mehr Anlässe (an Neujahr hatte ich sie ganz anders im Einsatz). Wie ich dann vorgegangen bin, ist schnell erzählt und kannst du flugs nachmachen: Das Heidelbeergrün habe ich ganz kurz und kompakt geschnitten, damit es nur noch wenig aus dem Gefäß schaut und den kippeligen Stielen den nötigen Halt gibt. Die drei Milchsterne sollten unterschiedlich lang sein, um Spannung in das Gesteck zu bekommen. Und dann kannst du dich schon losfreuen, weil du plötzlich Kunst im Zimmer hast. Für 4,50 € einen Hingucker, der für die Wirkung nicht mehr braucht als was kleines Schlichtes wie meine geliebten Täubchen. …

Gefüllte Wiesenraute Hewitt's Double

Lieblingsstaude 2016: Wiesenraute thalictrum

Es gibt den Baum des Jahres, das Insekt des Jahres, Wasweißich des Jahres und die Staude des Jahres. Ganz offiziell. Inoffiziell, aber als persönlichen heißen Tipp möchte ich dir meine Staude des Jahres 2016 ans Herz legen: Wiesenraute thalictrum. Ohne geht nimmer. Sie tanzen anmutig. Wolken kleiner Glöckchen, stetes Bienengesumm. Wiesenrauten thalictrum sind ganz besondere Stauden. Nicht einfach Pflanzen, die du setzt und die funktionieren und die dann kaum noch auffallen. Sondern Wesen, die dein Herz berühren können. Die wie der Klang der Piccoloflöte leicht und hell und mit ihrem Triller dennoch präsent sind. Ich gestehe: Ich bin süchtig nach ihnen. Immer mehr möchte ich von ihnen haben. Entschieden habe ich mich für die wirklich noch wiesenblümchenhafte Thalictrum aquilegifolium, die im Mai loslegt und sich wie von selbst zu den Akeleien gesellt. Das Laub der beiden Stauden ist ganz ähnlich: fiedrig-fluffig. So wie von der Eberraute. Daher rührt wohl auch der deutsche Name. Da wir die hübschen Samenstände stehen lassen, gibt es reichlich Nachwuchs im Hause berlingarten. Zum Glück. Ab dem Sommer beobachten wir mit …

Ikebana mit Clematis zu Hause

Empfehlenswert: Ikebana Workshop

Was einem bei einem Ikebana-Workshop alles passieren kann. Ein Ausflug in die anmutige Welt der japanischen Blumensteckkunst. Eigentlich sollten wir ja still sein. Wenig reden. Zu uns kommen. Zu mir gekommen bin ich. Total. Geredet habe ich jedoch eine ganze Menge. Schließlich war alles so spannend. „Ikebana und Meditation“ hieß der Workshop bei Ikerena Blumenkunst, an dem ich am letzten Wochenende in Falkensee bei Berlin teilgenommen habe. Was mich erwarten würde, davon hatte ich nur eine ungefähre Vorstellung. Ich wusste nur nach der Lektüre des Programms, dass beides, Ikebana und Meditation, großartig zu meinen neuen Plänen für 2016 passen würde. Ich hatte mir ja Konzentration aufs Wesentliche für dieses Jahr vorgenommen. Was konnte sinnvoller sein, als sich in Stille und Ruhe in die Schönheit von Blumen zu versenken? Also fuhr ich, völlig unbedarft, zu diesem Workshop. Ich wusste nicht, dass ich mich als einziger Neuling in der Gesellschaft ausgewiesener Profis befinden würde. Ikebanalehrer verschiedener Ikebanaschulen, sogar die Präsidentin des Ikebana International Berlin e.V. war dabei. Das war also das Gegenteil von Anfängerkurs. Schluck. Nun nur …