Autor: Berlingärtner

Pfirsich

Pfirsichkräuselkrankheit: dringend früh vorbeugen

Saftige Früchte, deren samtige Haut noch warm von der Sonne ist, wenn du sie direkt vom Baum genießt – so sieht die Traumvorstellung von Pfirsichen aus. Aber wie unschön klingt in der Realität das Wort Kräuselkrankheit. Als wir hörten, dass wir den Garten verlieren könnten, haben wir erst einmal in der besten Baumschule der Stadt einen schon großen Hochstamm der Pfirsichsorte Kernechter vom Vorgebirge gekauft. Und Frau und Tochter den schweren Baum an einem kalten Märztag im Garten gepflanzt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Drei Jahre ist das bald her. Im ersten Jahr freuten wir uns über die drei ersten zarten Blütchen. Im zweiten konnten wir unser Glück kaum fassen, dass es einen reichen, sphärisch-schönen Blütenflor gab und im August die Äste sich unter der Fruchtmasse nur so bogen. Dass schon seit einiger Zeit die Blätter an den Spitzen so komisch blasig verkrüppelt aussahen, haben wir schlichtweg verdrängt. Krank? Doch nicht unser Hoffnungsbaum. Aber als ich mich dann nach der Ernte an den Schnitt gemacht habe, wurde mir klar, dass ich künftig was tun …

Spaziergang durchs Gartenjahr

Eine Reise in zwölf Bildern durch das Jahr 2014. Gastbeitrag des Berlingärtners. Nachdem wir unseren Garten nun seit 16 Jahren haben, überlege ich langsam, ihm das Du anzubieten. Aber wirklich langsam, Mann will ja nichts überstürzen. Und vor allem war es ja immer eher der Garten meiner Frau. Sie ist der Freak. Die Entwicklung meiner Gartenbeziehung verlief in Akzeptanz-Etappen: von anfänglich purer Ablehnung über Im-Baumarkt-nach-einem-anständigen-Rasenmäher-gucken, dann der Entdeckung des Komposts sowie der Annahme anderer, meiner zarten Gemahlin unangenehmer Hausmeisterdienste. Ich sage nur: Hecken- und Baumschnitt. Oder: Terrasse neu verlegen. Ich selbst wollte dann die Gemüsebeete beackern. Als leidenschaftlicher Hobbykoch möchte ich es bei den Frischeprodukten mit Sterneköchen aufnehmen können. Aber die Blumenbeete? Nicht mein Ding. Und vor allem nicht ihr Ding, dass eventuell mein Ding. Aber dann kam 2014 und alles wurde anders. Mit dem rechten Arm in Gips gärtnert es sich nämlich gar nicht gut. Und so wurde selbst meine allzeit rotierende Frau für Wochen an den Liegestuhl gekettet. Gartenarbeit? Gar nicht dran zu denken. Also „durfte“ ich ran. Ich! In den Beeten! In …