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Büchertipp: zwei lesenswerte Titel über Pfingstrosen

Zwei Pfingstrosen-Bücher von Hofmeister

„Pfingstrosen“ und „Ein ländlicher Garten voller Kostbarkeiten“ – zwei schöne Bücher, die Pfingstrosenzeit zu verlängern. Oder endlich die richtigen Sorten für den eigenen Garten zu finden.

Vor einiger Zeit war ich mit einem Artikel über meinen Garten in der Zeitschrift GartenSpaß vertreten. Der Text dazu wurde von Kathrin Hofmeister verfasst, einer Gartenbuchautorin, die schon sehr viele kluge Titel herausgebracht hat. Wir führten mehrere Gespräche und fanden – wie Gartenmenschen meistens – einen guten Draht zueinander.

Zum Abschluss unseres Projektes erreichte mich ein wunderhübsches Päckchen mit zwei tollen Büchern von ihr in der Zusammenarbeit mit der Gartenfotografin Christa Brand. Wie habe ich mich über dieses Geschenk gefreut! Und heute möchte ich dir diese beiden Bücher ans Herz legen, da sie sehr gut in die jetzige Zeit passen. Es geht nämlich um Pfingstrosen!

Wenn du zu den Glücklichen gehörst und jetzt in optimal wachsenden Päonien schwelgen darfst, kannst du dir mit diesen beiden Büchern die schöne Zeit verlängern. Wenn du mit deinen Pfingstrosen nicht so glücklich warst, dann findest du hier Anregungen für neue oder vielleicht andere Sorten, die du ausprobieren könntest. Und wenn du bisher noch gar keine im Garten hast, dann kannst du dir in den sehr guten Beschreibungen die richtigen Schätzchen für die nächste Saison aussuchen. Pflanzzeit ist im Herbst.

„Rosen ohne Dornen. Pfingstrosen“

Der erste Titel heißt schlicht „Pfingstrosen“ und überzeugt durch sein besonderes Konzept: Er ist eine gelungene Mischung aus Ratgeber (mit Tipps und Tricks zu Pflanzung, Pflege, Floristik), Sorten-Vorstellung und einem konkreten Gartenbeispiel. Anhand dessen wird anschaulich vermittelt, wie vielseitig und überwältigend schön die Gestaltung mit Päonien sein kann.

Die Texte sind ungewöhnlich unterhaltsam und sehr sachkundig geschrieben, die Fotos atemberaubend. Schließlich sind auch zwei Meisterinnen am Werk: Kathrin mit ihrem Hintergrund als gelernte Gärtnerin und studierte Diplom-Kulturwirtin, Christa als Fotografin mit Meisterprüfung und Spezialisierung auf Gartenthemen seit 1995. Wie gesagt: Beide Frauen zeichnen für viele gute Gartenbücher und Artikel in Gartenzeitschriften verantwortlich.

„Ein ländlicher Garten voller Kostbarkeiten“

Das zweite Buch behandelt dann den in „Pfingstrosen“ vorgestellten Garten in Gänze. Wer dort Blut geleckt hat, kann mit „Ein ländlicher Garten voller Kostbarkeiten“ noch ausgiebiger durch diesen Privatgarten im Unterallgäu streifen. Natürlich nimmt auch hier der Bereich Pfingstrosen einen großen Platz ein, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken: einen Bauerngarten, einen Schattengarten, einen Strauchgarten, eine Obstbaumwiese und und und. Im Buch selbst heißt es: „Das in die Landschaft eingebundene Paradies hat ganz unterschiedliche Gartenräume zu bieten, in denen Anregungen, Pflanzen und Kunstwerke von Gartenreisen aufgenommen und auf individuelle Art neu interpretiert wurden.“

Beide Bücher sind bei DVA erschienen, das zweite hier vorgestellte in der sehr lohnenden Reihe „Das Gartenportrait“, von der ich mir immer mal wieder einen Band gönne. Das Schöne an diesen Portraits ist auch, dass die Autoren und Fotografen den jeweiligen Garten nicht nur als Momentaufnahme zeigen, sondern durch das ganze Jahr begleiten. So hat man am Ende der Lektüre tatsächlich das Gefühl, den Garten und auch seine Besitzer wirklich kennengelernt zu haben.

Vielen Dank, liebe Kathrin Hofmeister, für die schönen Momente in den Pfingstrosengärten.

Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

8 Kommentare

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  2. Steffi Guthmann sagt

    Liebe Xenia,
    Dein Tipp kommt gerade recht. Mein letztes Gartenbuch (Jakob Augstein) las ich zu Jahresanfang. Da es ganz ohne Fotos daherkam, dürfte die nächste Lektüre zum Thema Garten jetzt gerne etwas sinnlicher ausgestattet sein. Und Deine Bilder zeigen ja schon, dass bei „Ländlicher Garten …“ visuell ein Feuerwerk gezündet wird. Zudem scheint der vorgestellte Garten, was Klima und Bodenbeschaffenheit angeht -Dimensionen leider nicht-, ähnliche Voraussetzungen zu haben wie meiner. Ich bin gespannt!
    Schönen Abend!
    Steffi

    • Berlingärtnerin sagt

      Ach ja, der Augstein. Ich fand seinen Ausflug ins Gartenliterarische ganz unterhaltsam. Der gärtnert hier gleich um die Ecke auch auf märkischem Sandboden.

      Die Pfingstrosengärtner kommen da eher aus deiner Richtung. Sinnlich ist das Buch auf jeden Fall. Ein kleines, feines Über-die-Schulter-schauen-dürfen.

      • Steffi Guthmann sagt

        Also nichts gegen Sandboden! Was ein Lehmboden an Giesserei und Düngen erspart, muss mit knochenharter Umgraberei im Frühjahr und listiger Schneckenabwehr die ganze Saison über bezahlt werden. Und so herrliche Zwetschgenbäume mit großer Fruchtfülle wie sie mein Großvater im Fränkischen hatte, davon werde ich hier weiter nur träumen dürfen.
        Augstein fand ich auch amüsant, vor allem die Episode zum Teichbau. Montag kommt das Pfingstrosenbuch. : )

  3. Danke für die Buchtipps liebe Xenia!
    Pfingstrosen sind mir immer eine Freude im Garten!
    Viele Grüße von Renate

  4. Also, liebe Xenia, dann kam ja doch noch etwas mehr ‚dabei‘ heraus als ein Besuch im Gartencenter!
    Merkwürdig, dass ich gerade jetzt hier lande. Ich habe vorhin noch mein Pfingstrosenbüchlein von Jean-Luc Riviere herausgeholt, um wegen eines Kommentars meiner Leserin Ilona nach gelben Paeonien zu schauen.
    Doch, in beiden Büchern zu lesen, würde mir auch Spaß machen. Aber weitere Pfingstrosen? Ich habe keinen Platz mehr. Und wenn alle kommenden Jahre so werden wie dieses, könnte ich die Lust an (vor allem gefüllten) Paeonien vielleicht auch verlieren. Der starke Regen hat so viel verdorben.
    Interessieren würde mich, welche Begleitpflanzen zu Staudenpfingstrosen empfohlen werden. Da bin ich wirklich noch auf der Suche. Ich las von weißen und blauen Glockenblumen, was mich nicht so überzeugte, entschied mich für das Geranium x magnificum, den Prachtstorchschnabel, der jetzt nach den Regenfällen am Boden liegt.
    Liebe Grüße
    Edith

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Edith,

      im Moment gibt es in weiten Teilen Deutschlands wirklich absolutes Anti-Päonien-Wetter.

      Du fragst nach empfohlenen Begleitern für die Strauchpfingstrosen. Da gibt es sehr unterschiedliche und interessante Ansätze: Das Setzen in Wildblumenwiesen. Dazu Waldhyazinthen und Tulpen. Oder das Pflanzen an einer Mauer entlang mit Hibiskus und Wiesenknöterich Superbum. Achtung: Die Päonien sollten hier nicht der Morgensonne ausgesetzt sein, sonst kommt es vielleicht zu Spätfrostschäden.

      Ein weiterer Tipp: mit seidenzarter Iris kombinieren ( Iris Barbara-elatior).

      Allgemein sagt Kathrin Hofmeister, dass sich die Strauchpäonien gut als Mittler zwischen großen Gehölzen und staudigem „Fußvolk“ eignet. So ist es auch bei mir: Meine Rockii steht vor der Rose Ghislaine de Feligonde und neben einer Paeonia Mlokosewitschii. Dazu zur Seite eine ungefüllte Kerria japonica, davor Herbstanemonen und Carex.

      Ich drück dir die Daumen für trockenes Wetter, liebe Edith!

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