Unterwegs
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Genuss auf der Freundschaftsinsel

Foersters Vermächtnis

Spazierengehen, chillen, Boot fahren und dabei großartige Staudenpflanzungen erleben – das kannst du in Potsdam auf der Freundschaftsinsel.

Ich liebe Potsdam. Das sind wahrscheinlich meine einzigen, aber intensiv gefühlten Gemeinsamkeiten mit Günther Jauch und Wolfgang Joop. So viel Geschichte, so viel wieder erlangte Schönheit – ich bin jedes Mal hingerissen, hier zu sein. Beim letzten Besuch war mir allerdings weniger nach Preußens Glanz und Gloria, ich wollte abschalten, Gartengestaltung und Natur genießen. Denn auch da hat Potsdam ein 6,5 Hektar großes Flächendenkmal anzubieten.

Mitten im Zentrum Potsdams, nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt, liegt die nach einem Gasthaus auf der Insel benannte Freundschaftsinsel zwischen zwei Armen der Havel. Dem, der sich für Pflanzen interessiert, klingeln sofort die Ohren: Hier wird im Geiste Karl Foersters gegärtnert.

1.000 Stauden und Iris, so weit das Auge reicht.

1937-40 legte er hier mit Hermann Mattern Schau- und Lehrgärten an. Im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde die Gartenanlage 2001 – genau wie der Foerster-Garten in Potsdam-Bornim – anlässlich der Bundesgartenschau umfassend restauriert. Auch die anderen Teile der Freundschaftsinsel wurden umgestaltet. Mehr als 1.000 verschiedene Staudensorten gibt es zu bewundern und die über 250 Schwertliliensorten im Wassergarten standen bei meinem Besuch in voller Blüte. Großer Dank gilt dem emsigen Gärtner-Team.

Wenn du hier bei berlingarten schon länger mitliest, weißt du, wie sehr ich Flächenpflanzungen liebe. Die gibt es hier vielfältig zu bestaunen: Selbst unter riesigen Eichen tummeln sich Geraniumsorten, als ob es kein angenehmeres Plätzchen gäbe – ich kam aus dem Freuen gar nicht wieder heraus.

Angebote für die ganze Familie.

Tretboot kann man fahren, auf dem großen Spielplatz war die Hölle los, auf den großen Wiesenflächen lagen Jugendliche und Familien entspannt in der Sonne. Ein Café und ein Ausstellungspavillon sowie eine Freilichtbühne sorgen dafür, dass du dich hier lange und mit der ganzen Familie aufhalten kannst und es nicht quengelig heißt: „Immer müssen wir nur Gärten gucken.“  Eine richtig runde Sache wird es, wenn im Sommer unter freiem Himmel auch Kinofilme gezeigt werden.

Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

2 Kommentare

    • Berlingärtnerin sagt

      Danke dir, liebe Sabine, du als Foerster-Fan kennst dort wahrscheinlich jede Pflanze persönlich 😉

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