Idee, Floristik
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A quiet style: winterlicher Kranz aus Farn

Farn im Kranz

Ein schlichter Kranz aus Farn – jetzt noch selbst geerntet aus dem Garten. Ein schönes Beispiel für a quiet style, wie die Engländer sagen.

Da sage noch einer, Garten sei augenblicklich kein Thema. Es gibt sogar noch Dekomaterial zu ernten! Das Zauberwort heißt Farn. Zusammen mit meinem Lieblingswucherer Wilder Wein, von dem ich mir immer schnell ein paar seiner gnadenlos zupackenden Lianen abzwacke, entsteht ein winterlicher Wandschmuck, wie er grad trendy ist: natürlich und reduziert.

Und so geht’s:

Einen Trieb des wilden Weins mit Draht zum Kranz biegen. (Normalerweise winde ich den Kranz aus mehreren Ruten und brauche dann keinen Draht, jetzt wollte ich den Kreis aber ganz dünn haben.)

Die Farnwedel bindest du mit feinem Silberdraht an. Ich habe sowohl grüne, noch frische Wedel im Garten, als auch bereits braun eingetrocknete. Beide sehen im Kranz schön aus. Der grüne Farn wird etwas einschrumpeln, aber seine Farbe behalten. Wenn du die Spitze des Wedels andrahtest, fällt er auch nicht in sich zusammen. Dazu habe ich ein paar Samenstände von Mohn und Pfingstrose befestigt, die als Basis einen hübschen Blickpunkt bilden. Wenn du möchtest, kannst du noch Bänder aus natürlichen Materialien mit dranknoten – zum Beispiel aus Leder, das wirkt edel.

Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

9 Kommentare

  1. Wunderschön Dein zarter Kranz – Du hast immer so tolle Ideen.
    Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema „Wabi Sabi“, da passt dieser Kranz wunderbar hinein.
    Beim diesjährigen Ikebana Kongress (Mai 2017) vom Ikebana Bundesverband ist das Thema Wabi Sabi, wenn ich genaue Infos habe, stelle ich sie in meinen Blog.
    Ganz herzliche Grüße von Renate

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Renate,

      und du machst mich immer neugierig. Jetzt nmuss ich doch gleich mal nach Wabi Sabi forschen! Ich hoffe, es geht dir gut, ich freue mich, auf ein Ikebana-Wiedersehen!

      Beste Grüße!

  2. Steffi Guthmann sagt

    Also, ich finde den Kranz toll! Mit Korb und Keramik arrangiert, aber auch den Kranz solo! Eben weil allein die Naturmaterialien sprechen und der Farn in verschiedenen Stadien zu betrachten ist.
    Und ich hätte für dieses DIY endlich mal alle Zutaten im Garten (anders als beim Hortensienkranz). Doch jammerschade, alles Grün liegt tief unter Schnee. Und bei aktuell -12 Grad wird sich das auch nicht so schnell ändern. Aber ich merk es mir wie den Hortensienkranz.
    Liebe Grüße
    Steffi

    • Berlingärtnerin sagt

      Mist, ich bin zu spät für einen Großteil der Republik. (Wobei ich gespannt bin, ob die Wedel vielleicht doch noch ok sind, wenn der Schnee weg ist.) Aber schön, dass er dir gefällt!

      Liebe Grüße ins winterliche Bayern!

  3. Manchmal sind es die schlichten Dinge, die besonders gelungen aussehen. Hier bereitet schon das Betrachten auf dem Bildschirm Freude und animiert mich spontan zu einer kleinen Beschäftigung am Wochenende. Danke dafür!

    • Berlingärtnerin sagt

      Shopping King Guido Maria Kretschmar würde auch drauf bestehen, dass man das Doppel-C als K ausspricht 😉

  4. Tja, liebe Xenia, ich schaue und schaue, lasse die Maus rauf und runter marschieren, während ich überlege, was ich von dem ‚ruhigen Stil‘ halten soll und ob ich einen Platz für diese ‚runde‘ Sache hätte. Das letzte Foto mit dem Farn im Körbchen, den Assessoires und dem schlichten Kranz an der Wand ist sehr schön und stimmig.

    Aber meine Begeisterung für den Kranz allein und für den quiet style hält sich in Grenzen. Na ja, am braunen Sichtschutz hinter meinem grünen Pflanztisch unter der überdachten Terrasse hätte ich ein Plätzchen frei. Da würde es auch nicht stören, wenn der vertrocknete Farn nach und nach – vom Winde verweht – auf dem Boden landen würde.

    Trotzdem hat mir der Besuch bei Dir – wie immer – Spaß gemacht. Liebe Grüße
    Edith

    • Berlingärtnerin sagt

      Du Süße, du kannst doch nicht deinen armen Kranz zerzausen lassen. Würdest du auch nicht, denn er wird dir noch ans Herz wachsen. Beste Grüße, liebe Edith!

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