Garten
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Rein ins Beet: der Frühling kommt! Winterlinge und Schneeglöckchen sind bereits am Start!

Winterlinge regen sich

Schneeglöckchen, Winterlinge und das erste Werkeln im Garten. Das Gartenjahr 2017 hat begonnen!

Stundenlang auf dem Boden gekrochen, der Rücken zieht, der Hintern auch – hey, schön zu merken, dass ich dort nicht nur Speck, sondern auch Muskeln habe 😉 – ich bin glücklich. Das erste Mal im Jahr 2017, dass Erde unter den Fingernägeln ‚leuchtet‘ – was für ein Fest. Ich hoffe, du konntest heute auch im Garten sein. In Berlin hatte sich der grimmige Frost der letzten Zeit verzogen, es gab etwas Regen und nun kein Halten mehr für Schneeglöckchen und Winterling.

Baumschnitt und Stauden lichten.

Wir haben uns heute um den Baumschnitt von Apfel und Birne gekümmert, begonnen, bei den Lenzrosen das alte, unschöne Laub wegzunehmen und an der einen oder anderen Stelle den Blick auf die gelben Tupfer der Winterlinge freizuräumen. Im Herbst hatte ich gar nichts weggeschnitten, jetzt räume ich dort auf, wo es mir nicht mehr gefällt. Das Laub kommt dann aber nicht in den Hächsler, sondern auf die Gemüsebeete. In Berlin haben wir Sandboden, da kann der Staudenschnitt dort noch bis Mitte/Ende März liegenbleiben.

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Rebenschnitt und Pfirsichbaumpflege.

Zwei weitere Tätigkeiten sind jetzt wichtig: der Rebenschnitt unserer Tafeltraube, die aus dem Gartenhäuschen im Laufe des Jahres eine Weinlaube macht, sowie die ersten Behandlungen des Pfirsichbaums ‚Kernechter vom Vorgebirge‘, der leider leicht von der Kräuselkrankheit heimgesucht wird und deshalb jetzt Aufmerksamkeit braucht. (Wer auch einen Pfirsichbaum hat, findet hier nähere Infos.) Die Triebe des Weins setze ich immer auf zwei Augen zurück. Wein wird deshalb so früh geschnitten, da die Pflanze später sonst zu stark blutet. Also ran an die Pracht!

 

 

Weitere Eindrücke gibt es übrigens bei Instagram in den Stories. Ich hoffe, wir sehen uns dort – tagsüber haben wir ja jetzt keine Zeit mehr für digitales Gedöns, aber die Abende sind ja noch lang 🙂

11 Kommentare

  1. Wenn du wüßtest, wie ich Winterlinge liebe (obwohl ich nicht so der gelbe Blumenfan bin) aber solche Berge, wie sie meine Mutter zustande bringt habe ich noch nie geschafft. Deshalb werde ich den kleinen Tuff im Atelier UND den kleinen Tuff hinter der Wohnung nach der Blüte ausbuddeln und mitnehmen ins neue Heim. Und die Schneeglöckcheninsel auch und …

    Wir sind auch schon tüchtig am Winter rausräumen, obwohl es sehr frustrierend ist erst einmal 30 Maulwurfshügel abzutragen. Ich glaube die kleinen pelzigen Quälgeister wollen uns den Abschied nicht so schwer machen. Ich hoffe, dass es am Samstag ein wenig trockener ist und wir das Gemüsebeet hinterm Haus auch aufräumen können. Bis zum Sommer bleiben wir ja noch, deshalb werden pflegeleichte Dicke Bohnen gesetzt und Kartoffeln gehen immer. Die Ringelblumen und die Kapuzinerkresse kommen wahrscheinlich wieder von allein und schwupp sind die Beete voll und der Garten sieht bei Besichtigungen fertig aus.

    Das ich bis zum Sommer drei Gärten (Handtuch zuhause, Parzelle und neues Domizil) irgendwie im Blick haben muss, bereitet mir schon Kopfzerbrechen. Jetzt werde ich wohl gezwungen gelassener zu sein 😉 Aber ich denke alles wird gut.

    Ich wünsche dir einen prächtigen Frühling
    Aqually

    • Berlingärtnerin sagt

      Ich freue mich, wie viel Vorfreude auf das Gartenjahr und alles, was da kommt, aus deinen Zeilen strahlt. Und vergiss die Winterlinge auf keinen Fall – ohne sie geht gar nicht!

      Beste Grüße, liebe Aqually!

  2. Rein ins Beet? Gern, liebe Xenia, würde ich Deiner Aufforderung folgen. Zu tun gäbe es genug. Leider regnet und stürmt es bei uns seit Tagen. Da ist an Gartenarbeit gar nicht zu denken. Meine neuen Schneeglöckchen habe ich unter der überdachten Terrasse in Töpfe gepflanzt. Das ging gerade noch. – Wenn ich mir Deine Lenzrosenblätter ansehe, kann ich nur sagen: es wurde aber auch höchste Zeit. Fachleute empfehlen den kompletten Rückschnitt der Blätter im Dezember oder Januar, um der Schwarzfleckenkrankheit vorzubeugen. Und nun schaue ich mal auf Dein ‚Vorfrühlingserwachen‘, wobei die Betonung auf ERWACHEN liegt. Es ist 16.30 Uhr. Das Licht ist an. Draußen wütet der Sturm. Meine innere Stimme fordert: ‚Rein ins Bett!‘
    Liebe Grüße
    Edith

    • Berlingärtnerin sagt

      Hallo, liebe Edith! Schön, dass du noch nicht ins Bett verschwunden bist, sondern noch durchs Blog gezogen 🙂 Danke für deine vielen lieben Kommentare!

      Ja, ich mach mich immer lustgesteuert an die Arbeit und im Dezember/Januar gehe ich nur werkeln, wenn es schon ein bisschen freundlicher aussieht. Also mussten die Lenzrosen noch etwas warten. Und ich bin auch noch lange nicht durch. Was hilft es schließlich den Schönen, wenn die Gärtnerin eine Sehnenscheidenentzündung bekommt?

      Ich bleibe also locker und drücke dir die Daumen, dass hinter der Sturmfront goldenes Vorfrühlingslicht wartet!

      Hab es schön, mummeln dich ein und bleib gesund!

  3. Digitales Gedöns …hihi…okay, also dann auf Instagram. Ich habe mich auch schon gewagt und habe mit dem Staudenschnitt begonnen.Der Apfelbaum muss jetzt noch ein wenig warten ..Die Leiter versinkt noch im Rasen.
    LG
    Sigrun

    • Berlingärtnerin sagt

      Bei uns war der Boden noch ziemlich fest durch die Kälte zuvor, sodass der GG, nicht gerade eine Feder, mit der Leiter guten Stand hatte 🙂

      Ein dicker Schmatzer, liebe Sisah, viel Freude im Garten und pass auf, dass du gesund bleibst (ich kämpfe gegen eine aufkommende Erkältung, grr)!

  4. Wie schööööön!!!!! Ich habe es ja schon gesagt, dass es hier immer noch recht frostig ist. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, schon ein wenig in den Beeten zu werkeln! Allerdings, so viel ich auch auf den Boden starre, es sind immer erst ganz vereinzelte grüne Spitzen zu sehen. Aber diese Woche hat der Wetterbericht steigende Temperaturen angekündigt!
    Viele Grüße von
    Margit

  5. Steffi Guthmann sagt

    Ja, ja, da leben wir Gärtner doch richtig auf, wenn der Schnee weg ist und die Sonne lacht und noch dazu Wochenende ist!
    Ich habe mich heute auch im Garten umgetan, zwar nicht mit meinen Lieblingstätigkeiten (da hätte ich schon lieber den Baumschnitt vorgenommen). Aber Sträflingsarbeiten wie Fugenauskratzen geben mir beim letzen Blick über die Schulter nach dem Schließen der Gartenpforte immerhin so ein tiefes „ja, geschafft“-Gefühl.
    Den Staudenschnitt nehme ich wie Du sehr selektiv vor: Überall, wo etwas sehr zerzaust ist, wird ausgelichtet, anderes Trockenes wie Sonnenhut-Blütenstände bleiben noch. Bei den Frühblühern ist bei uns im Süden noch gar nichts los, aber Vorboten wie die Triebspitzen der Schneeglöckchen, auch der Weinbergtulpen sind schon auszumachen.
    Genieße Deinen ersten Garten-Feierabend 2017!
    Steffi

    • Berlingärtnerin sagt

      Beste Grüße, liebe Fugenauskratzerin. Das muss Liebe sein. Und es ist Liebe, selbst wenn Nichtgartenmenschen das nicht nachvollziehen können!
      Halte durch, die Zeit arbeitet für dich, alsbald bimmeln die Schneeglöckchen auch bei dir.

      Herrlich, so ein Gartentagfaulenzabend!

  6. …ich habe gestern mit Freude im Garten gewerkelt, liebe Xenia,
    und ein bisschen leuchtet es noch unter den Nägeln ;-)…meine Schneeglöckchen schauen auch raus und einige andere grüne Spitzen, mit Winterlingen habe ich leider kein Glück, das habe ich schon mehrmals versucht, aber sie mögen hier die Gegebenheiten wohl nicht…ich bewundere sie halt bei dir,

    liebe Grüße Birgitt

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Birgitt, ich muss du mal Winterlinge auf den Weg bringen. Sind sie einmal da, wird das auch was, egal ob Lehm- oder Sandboden. Nur gekauft dürfen nicht sie sein, sondern in Freundschaft überreicht 🙂

      Beste Grüße, ich melde mich!

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