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Iris Schwimmteich

Ein Schwimmteich – der Traum aller Gärtner. Eine Foto-Love-Story vom Selberbauen.

Ein Schwimmteich im Garten – Ruhepol fürs Auge, erfrischend an heißen Sommertagen. Heute nehme ich dich mit in einen Garten in Thüringen, zu einem Ehepaar, das es geschafft hat, in Eigenleistung so ein Großprojekt zu stemmen. Träume dein Leben oder lebe deinen Traum: Meine Instagram Freundin Gartenbetti gehört hundertprozentig zur letzteren Kategorie. Während ich dieses und jenes möchte und dann mal seufzend, mal jammernd entweder vor der vielen Arbeit oder dem finanziellen Aufwand zurückschrecke, sagt Betti lakonisch: „Geht nicht, gibt’s nicht; ‚Herr Gartenbetti‘ und ich haben schließlich gesunde Arme und Beine. Und für den Rest gibt es dann Fachleute.“ Ja, so kann man es auch machen, so muss man es vermutlich machen, wenn man es richtig schön haben will. Und richtig schön hat Betti das. Seit langem schon beobachte ich ihre Schwimmteichbilder auf Instagram. Manchmal sind es aber auch Schlittschuhlaufbilder. Und Deckchair-Bilder. Die Impressionen sind jedenfalls so großartig, dass ich Betti irgendwann gefragt habe, ob sie nicht Lust habe, ihre Gartenpforte für uns zu öffnen. Dass sie sogar Lust hatte, uns die Geschichte ihres Schwimmteichbaus …

Steppensalbei

Ein Garten ohne gießen?

  Die Sonne brennt. 40 Grad sind keine Utopie. Im Fernsehen laufen „Hitze-Specials“. Meine Arme werden vom vielen Kannenschleppen immer länger, der Liebste schmeißt den Wassersprenger an. Heute haben wir die Zeit dazu. Aber wie sieht es morgen aus? Der Berliner Boden ist arm und durchlässig, meine Zeit knapp. Stundenlanges Wässern ist oft nicht drin; unseren „Urlaubsengeln“ können wir kaum zumuten, drei Wochen lang jeden Tag für Wassernachschub zu sorgen. Ich werde bei meinen Garten-Neuzugängen in Zukunft verstärkt auf die Stauden setzen müssen, die ohne zusätzliche Wassergaben auskommen können – besonders für die sonnig liegenden Beete. Trockenblumen mochte ich nie, aber wie klingt Trockenstauden? Ein ganzes Beet mit Trockenstauden. Ja, trockenheitstolerante Stauden mag ich sehr und habe gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Ich bin daher mein Fotoarchiv durchgegangen und habe einige meiner Lieblinge aus dem lila-blau-weißen Farbspektrum herausgesucht, die sich attraktiv in einem „Beet für Gießfaule“ zusammenfassen ließen. Alle blühen lange und üppig: Sie blüht und blüht und blüht lässig im Beetvordergrund und nimmt schon mal locker pro Pflanze einen halben Quadratmeter ein, die Katzenminze …

Foersters Vermächtnis

Genuss auf der Freundschaftsinsel

Spazierengehen, chillen, Boot fahren und dabei großartige Staudenpflanzungen erleben – das kannst du in Potsdam auf der Freundschaftsinsel. Ich liebe Potsdam. Das sind wahrscheinlich meine einzigen, aber intensiv gefühlten Gemeinsamkeiten mit Günther Jauch und Wolfgang Joop. So viel Geschichte, so viel wieder erlangte Schönheit – ich bin jedes Mal hingerissen, hier zu sein. Beim letzten Besuch war mir allerdings weniger nach Preußens Glanz und Gloria, ich wollte abschalten, Gartengestaltung und Natur genießen. Denn auch da hat Potsdam ein 6,5 Hektar großes Flächendenkmal anzubieten. Mitten im Zentrum Potsdams, nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt, liegt die nach einem Gasthaus auf der Insel benannte Freundschaftsinsel zwischen zwei Armen der Havel. Dem, der sich für Pflanzen interessiert, klingeln sofort die Ohren: Hier wird im Geiste Karl Foersters gegärtnert. 1.000 Stauden und Iris, so weit das Auge reicht. 1937-40 legte er hier mit Hermann Mattern Schau- und Lehrgärten an. Im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde die Gartenanlage 2001 – genau wie der Foerster-Garten in Potsdam-Bornim – anlässlich der Bundesgartenschau umfassend restauriert. Auch die anderen Teile der Freundschaftsinsel wurden umgestaltet. …

Allium, Iris, Akelei

Ein ganzes Beet in der Vase

… und doch nur drei Blütenstiele. Die Strauchpfingstrosen sind verblüht, die Stauden-Kollegen brauchen noch etwas. Was die Beete beherrscht sind immer noch Zierlauch, Akelei und Iris. Wenn im Garten alles im Überfluss wächst und der Blick auf die Einzelpflanze verloren geht, schneide ich mir gern einige Blütenstiele für die Vase, um dicht heranranzukommen und die Schönheit der individuellen Blume genügend zu würdigen. Im Beet sind sie eine von vielen, im Zimmer sind sie der Star. Jetzt sind es die besagten drei Hauptakteure, denen ich mit meiner Vasen-Neuerwerbung die nötige Bühne bereite. Dieser filigrane, reduzierte, aber doch stattliche Strauß ist annähernd 1.20 m hoch. Die Vase gibt die Höhe vor. Da selbst meine Allium Giganteum kaum das Gardemaß aufbringen, das für eine ausgewogene Proportion nötig ist, bediene ich mich eines einfachen Tricks: Ich wickle dicke Gummibänder um die Blütenstiele, so dass sie im Vasenhals Halt finden, auch ohne bis auf den Boden zu gehen. 15 cm im Wasser reichen völlig aus, wenn ich das Gefäß randvoll fülle. Sieht doch edel aus. Oder?

Päonia Rockii

Ein Blick in den Maigarten – Akelei, Päonie und Allium

Morgens und abends kalt, mittags plötzlich heiß. Ist das noch Frühling oder schon Sommer? Der Mai ist beides. Ist das Jahr wirklich schon wieder so weit vorangeschritten? Gerade hatte ich mich doch noch nach den ersten zarten Frühlingsbildern gesehnt. Dann fast jedes aufkommende Pflänzchen persönlich begrüßt. Und nun schleicht sich der farbfröhliche Frühling schon wieder von dannen. Mein Maigarten ist sehr zurückhaltend in den Farbtönen. Das Gelb der Narzissen ist für 2015 Geschichte, die reinweißen Tulpen White Triumphator verblühen soeben. Jetzt spielen die Zierlauche die Hauptrolle. Wie Ausrufezeichen stehen sie über den laubgrünen Beeten. Die besten Erfahrungen habe ich mit Allium x hollandicum Purple Sensation (sie sät sich sehr stark bei mir aus), Allium giganteum und der weißen Sorte Mount Everest gemacht. Die teuren Globemaster hielten bei mir nur kurz, waren im zweiten Jahr schon mickrig.   Den Zierlauchen zu Füßen tanzen Akeleien durch den Garten und verdecken das gelbliche Laub der Zierlauche. Ich mag sie sehr. Sie erinnern mich mit ihrer Natürlichkeit an Urlaube in den Bergen, wo sie im lichten Schatten des Waldrandes …