Alle Artikel mit dem Schlagwort: Phlox

Herbstanemone

Ein Blick in meinen Hochsommergarten

Juli/August: Freud und Leid des Gartenjahres. Von ausgefallenen Ernten, frischem Phlox und meinem derzeitigen Lieblingskraut Bronzefenchel. Die Pfirsiche bekommen rote Bäckchen, die ersten Physalis schmecken köstlich, der Staudenknöterich ruft aus allen Beeten: „Ich bin der Schönste!“ und hat recht damit. Aber zur ganzen Wahrheit gehören auch die nahezu aus-, da abgefallene Klarapfelernte, das Fünffingerkraut, das deutlich vitaler ist, als ich mit meinem Unkrautstecher, sowie das August-Gespenst „Blühloch“. „berlingarten. Glück auf Grün“ hat derzeit für meinen Geschmack viel zu wenige andere Farben zu bieten. Die Geduld bis zur Dahlienblüte wird auf eine harte Probe gestellt. Auswirkungen der Wetterkapriolen. Wir sind sehr trocken ins Jahr gestartet. Bis Ende Juni zeigten die Stauden regelrechten Kümmerwuchs. Immerhin waren die Rosen alle wunderbar gesund – kein Sternrußtau nirgends. Dann wendete sich das Blatt und Berlin wurde von allen Unwettern als Ziel entdeckt. Und wenn Weltuntergang ist, kann schließlich auch keine Himbeere überleben – der üppige Fruchtansatz verkam innerhalb weniger Tage zu schimmeliger Matsche. Immerhin klappt es jetzt großartig mit dem entspitzten Phlox, er steht zwar erst jetzt in voller Knospe, ist …

12tel Blick 31. Juli 2016

12tel Blick 31. Juli: Sommer mit Phloxen

Und wieder ist ein Monat vergangen. Der 12tel Blick zum 31. Juli 2016 steht an. Typisch für den berlingarten im Hochsommer: Duft und Farben der Phloxe. In Berlin hatten wir bisher das, was man klassischerweise einen schönen Sommer nennt: viel Sonne, Wärme, wenig Regen. Für mich zum Glück auch wenig Hitze. Für unseren Garten auch – bisher sind wir trotz des wenigen Regens verlust- und mehltaufrei durch den Sommer gekommen. Die Phloxe sehen toll aus und verzaubern mit ihrem süßen Duft, wenn wir uns abends Tisch und Stühle heranrücken. Zusammen mit den sich von selbst angesiedelten Nachtkerzen ergibt sich Genuss für alle Sinne, denn der Sound der Bienen in den Blüten ist gewaltig. Ich freue mich, dass ich die Sämlinge übersehen habe und nun allabendlich dem Schauspiel in fluoreszierenden Farben – mondgelb die Nachtkerze, lilapink der Phlox – beiwohnen darf. Tagsüber muss ich allerdings mein Ästheten-Auge zudrücken, wenn die Blüten der Nachtkerzen geschlossen sind und schlapp herunterhängen. Rasen: wachsen lassen, Phloxe: wässern. Wie du auf dem Foto sehen kannst, steht der Rasen sehr hoch. Um …

Ein Sommerstrauß in schönstem Pink

Serie Vasen: ein Strauß aus Phlox, Storchschnabel, Clematis

Ein virtueller Geburtstagsstrauß für meine Mami. Was passt zu einem solchen Anlass besser als honigduftender Phlox mit lässigem Storchschnabel ‚Patricia‘ und lila Clematis viticella in einem antiken Traum aus Bleikristall? Ich liebe meine Mutter heiß und innig und weiß, dass das erwidert wird. Und zum Glück hat sie auch all das in ihr großes Herz geschlossen, was mir lieb und kostbar ist: insbesondere Kind und Garten. Beides wird von ihr gehegt und gepflegt, wenn ich es mal nicht kann. Ohne meine Mami wäre unser Garten nicht so, wie er ist. Denn ein Großteil der Pflanzen würde es zum Beispiel nicht über unsere Sommerreise schaffen. Liegen wir in der Ferne im Liegestuhl, wandern, schwimmen und erkunden neue Orte, sind die Eltern daheim am Werk. Man müsste Vorher-nachher-Bilder machen, denn tägliches stundenlanges Ausputzen, Richten, Schneiden, Liebhaben tun dem Garten sichtlich wohl. Mami schneidet den Frauenmantel herunter, das Geranium, die Katzenminze und erträgt den Anblick eines gerupften Gartens mit Meckischnitt tapfer – Hauptsache, alles ist frisch durchgetrieben, wenn „die Kinder“ wieder da sind. Heute, zu ihrem 70. Geburtstag, …

Kein Sommerbeet ohne Phlox

Er hat großen Durst, dein Sommer-Phlox!

Dein Phlox denkt jetzt garantiert immer nur an das Eine, ans Trinken! Er ist nämlich ein Kind der Flüsse und des Regens. Bei den anhaltend tropischen Temperaturen heißt es daher für dich: „Wasser marsch“. 37 Grad in Berlin. Der morgendlichen Zeitungslektüre entnehme ich, dass wir uns gerade mit Abu Dhabi messen können. „Zur Abkühlung nach Rio“, steht in der Überschrift. Krass. Also da hol‘ ich mir grad noch schnell ein Mineralwasser mit Minze und Limette. Meinen Phlox habe ich dagegen heute noch nicht bedacht. Ganz schlecht. Mein Gewissen auch. Denn ich habe mir ja vorgenommen, meine Pflanzen „artgerecht“ zu behandeln. Und das heißt bei Phlox eben: füttern und wässern. Denn während ich hier so (leider mit Sommergrippe) im Schatten döse, ächzt er in der prallen Sonne. Und schon das ist wider seine Natur. Ein Kind des lichten Waldes. „Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum.“ Ohne diesen Klassiker von Karl Foerster kommt wohl kein Artikel über Phloxe aus. Und daher wohl auch kein Garten. Er ist der Inbegriff des Hochsommers und deshalb verbindet man ihn …

Wie war mein Sommerwetter?

23. September, Herbstanfang. Eiskalter, aber freundlicher Morgen. Das erste Mal schicke ich meine Tochter mit einer richtigen Draußenjacke zur Schule. Sommer war gestern. Und wie war das Sommerwetter 2014? Das Untrüglichste ist, ich werfe einen Blick auf meine Wetteranzeiger: Regentonne, Rosen, Phlox. Und Anemone japonica. Dann kann ich heute noch sagen, wie die letzten Monate waren: Mein Sommer war deutlich zu trocken und früh sehr warm. Die Tonnen waren nach dem Winter erst am 31. August wieder voll, die Rosen hatten lange keinen Sternrußtau, aber der Phlox – au weia. Mehltau ist wirklich kein schöner Anblick. Und ein noch schrecklicherer ist der der Herbstanemone. Sie lässt sich nämlich von früher Wärme und Sonne blenden und legt umso eher mit der Blüte los. Und ist natürlich auch früher durch und ruft dann laut: Vergänglichkeit! Ich seufze, wenn ich an ihren Samenständen vorübergehe. Was die  Meteorologen hochwissenschaftlich und offiziell zum Sommer sagen, findest du hier. Aber was nützte meinem Phlox der Regen in Westfalen. Wie war dein Sommerwetter? Sternruß- oder Mehltau?