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12tel Blick 31. März

12tel Blick März/April: Die Natur nimmt Anlauf

Zum 12tel Blick Ende März/Anfang April kommt die Natur langsam in Schwung. Der März beginnt kalt und ungemütlich, aber zum Ende hin verwöhnt er uns mit ein paar verheißungsvollen warmen Tagen. Das erste Mal im Jahr verwegen sein und die Jacke ausziehen? In der Sonne einen Cappuccino schlürfen? Ein paar warme Tage reichen, um Narzissen und Forsythienblüten hervorzulocken. Und wenn sie einmal unterwegs sind, lässt auch das blaue Fußvolk nicht lange auf sich warten. Was für eine überzeugende Farbkombination! Doch die vorherrschende Farbe ist nun grün im berlingarten. Überall entwickelt sich das Laub, braune Erde ist nur noch da zu sehen, wo Stauden von der Mitte her verkahlen und aufgenommenen und geteilt werden wollen – so bei einigen meiner Phloxe. Als braunrote Einsprengsel lugt das neue Blattwerk der Pfingstrosen dazwischen hervor. Hoppla, die Strauchpäonie hat sogar schon Knospen angesetzt. Attraktiv dazu geben sich die langsam matter werdenden altrosa Lenzrosen und die frisch und jugendlich strahlenden Hohlen Lerchensporne. Hast du davon auch so viele? Bei uns gibt es inzwischen kaum noch ein Plätzchen, an dem sie …

Frühling auf Balkon und Terrasse

Juckt es dich bei dem Wetter auch so, die Blumencenter, -märkte und -läden zu stürmen? Ein bisschen Farbe brauchen jetzt Balkon und Terrasse, um den passenden Hintergrund für die ersten schönen Stunden draußen mit Buch und Kaffee abzugeben. Mein Tipp: Achte bei deinem Kauf darauf, Pflanzen auszuwählen, die du später, wenn keine Fröste mehr drohen und die Sommerbepflanzung ansteht, in den Garten auspflanzen kannst. Oder mit denen du als Urbangardener eine olle Baumscheibe langfristig in einen fröhlichen Anblick verwandelst. Da bieten sich natürlich Stauden an. Ich habe mich für eine Mischung bunter Kissenprimeln Primula juliae und Kuhschellen Pulsatilla entschieden. Sie sind robust, nehmen eventuelle Kälte nicht krumm, sehen wunderbar natürlich aus und werden später noch jahrelang im Garten bei uns wohnen. Der Gedanke gefällt mir: nichts wegschmeissen, nachhaltig gärtnern.

Ostern kann kommen

Ich hab die Deko für Ostern schön. Zumindest die florale. Und wenn ich sie nicht hätte fotografieren wollen, um sie hier zu zeigen, wäre ich in zwei Minuten fertig gewesen. Als erstes gab es Wellness im Gartencenter. Also reines Schlendern durch die unzähligen Tische mit Frühlingsblühern. Und das reicht ja schon für’s Wohlbefinden. Das ist für mich wie zehnmal Massage plus Fango. Entschieden habe ich mich für eine lila-pastellige Kombination aus Narzisse Bridal Crown (eine Tazette mit herrlichem Duft), Hornveilchen, Stiefmütterchen, weiße Traubenhyazinthe, Primel Primula cortusoides sowie Nördliches Mannsschild Androsace septentrionalis aus der Familie der Primelgewächse. Von dieser Pflanze habe ich noch nie zuvor gehört und finde sie einfach bezaubernd. Sie bringt mit ihren filigranen Blütenständen genau die richtige Prise Bewegung in die Zusammenstellung. Nun habe ich also drei hohe und drei niedrige Pflanzen und alle passen zusammen in meine große getöpferte Schale. Da ich nach den Feiertagen das meiste in den Garten auspflanzen will, belasse ich alle in ihrem Topf – praktisch ist, dass ich zwei Zwiebelblüher dabeihabe, die kann ich aus den Plastiktöpfen …

Helleborus

Die Lenzrose und ihr Fußvolk

Sie ist die schönste der frühen Prachtstauden, die Lenzrose. Und wird noch schöner durch ihr zu Füßen liegende Begleiter. Die Kombination aus Lenzrosen (Helleborus-Sorten) und Zwiebelblühern kann einen Frühlingsgarten schon zeitig in ein richtiges Blütenmeer verwandeln. Denn wenn zu Beginn der Knospenbildung nach und nach die Blätter des Vorjahres an den Lenzrosen weggeschnitten sind, entsteht Platz für kleine Zwiebelchen aller Art. Schneeglöckchen und Winterlinge sind die Klassiker, aber auch die Alpenveilchen Cyclamen coum sind attraktiv, später kommen Krokusse, Blausternchen (Scilla bifolia zuerst, dann Scilla sibirica) und Schneeglanz dazu. Letztere sehen durch ihre knallblaue Farbe mit grünblütigen Lenzrosen richtig stylish aus. Und jetzt Ende März ist die Zeit, in der sich eine andere Staudengattung dazu gesellt, die ich ganz besonders reizend finde: Primeln von hellstem Gelb bis kräftigem Violett. Probier im Herbst einfach was aus, heb die wuchtigen Helleborus-Blätter an und versenke die Zwiebeln gaaanz vorsichtig. Sie selber sind robust, aber die Lenzrosen mögen kein zu rabiates Gekratze an ihren Wurzeln. Untertänig dezent, dann wird was draus.

Crocus thomassinianus

Vorfrühling ist der schönste Frühling

Wie haben wir uns alle danach gesehnt: nach milderer Luft, zarten Farben, Bienengesumm und dem ersten Kaffee draußen in der Sonne. Es ist soweit, Winter war gestern. Vorfrühling ist der schönste Frühling. Man läuft durch den Garten und will sie förmlich aus dem noch nackten Boden herausschauen: die ersten Zwiebelblümchen. Bei uns sind die Winterlinge immer die ersten. Es folgen Schneeglöckchen und Krokusse. Besonders angetan haben es mir die Elfenkrokusse Crocus thomassinianus. Wahrscheinlich allein des Namens willen. Der Vermehrung auf die Sprünge helfen. Über Jahre hinweg habe ich alles dafür getan, dass aus den anfänglich kleinen gelben, weißen und violetten Tuffs große Matten wurden. D.h. ich bin selbst bei klirrender Kälte auf dem Boden herumgerobbt und habe beim Erscheinen der hübschen, an Harlekin-Kragen erinnernden Winterlingsblättchen diese gaaanz vorsichtig aufgenommen und an freie Stellen gesetzt, die ich per Kamera im vorigen Spätwinter festgehalten hatte. (Später, wenn Samen angesetzt sind, kann man die natürlich auch abgreifen und einfach an andere Stellen werfen.) Und Schneeglöckchen geteilt und verpflanzt, sobald die Blüte sich dem Ende näherte – „in the …