Alle Artikel mit dem Schlagwort: Stauden

Interview: AvantGardening, das neue Gartenbuch von Torsten Matschiess

Eine Rezension des neuen Gartenbuchs AvantGardening von Torsten Matschiess samt Interview mit dem Autor. Er lässt uns hinter die Kulissen des Buches und seiner Arbeit als Gartenplaner schauen. Mit Verlosung. Ich war schon voller Vorfreude. Ein Buch von Torsten Matschiess – super. Endlich. Seit er die Ankündigung für AvantGardening bei Facebook gepostet hatte, war mir klar, dass ich das lesen wollte. Ich sehe nämlich viele Gartenbilder bei Facebook – und ich sehe Torstens Fotos aus seinem Garten. Sie stechen heraus, insbesondere im Herbst und Winter, wenn sich gärtnerisch die Spreu vom Weizen trennt. Torsten ist einer meiner besonderen Digitale-Gartenwelt-Kontakte: Länger als ein Jahr schon verfolge ich in den sozialen Medien, was er im echten Leben so macht: seinen eigenen, über 8.000 qm großen Garten beackern – den inzwischen schon legendären Garten Alst am Niederrhein – und mit diesem Erfahrungsschatz auch andere Gartenbesitzer beraten. Inzwischen ist er in beidem so erfolgreich, dass nicht nur ganze Busladungen an Gartenbesuchern bei ihm vorfahren, sondern er auch beim Ulmer Verlag den Auftakt zu einer Buchreihe über „besondere Highlights aus …

Madiva mit Gehölzen

Lieblingsstaude 2017: schön, schöner, Schönaster

Nicht, dass ich was gegen die Bergenie, die offizielle Staude des Jahres 2017 hätte. Aber ich möchte noch eine weitere Kandidatin auf den roten Teppich und ins Rampenlicht schicken: die Schönaster Kalimeris. Du musst sie einfach kennenlernen – und zwar schnell. Sonst legst du vielleicht eine Pflanzung neu an und berücksichtigst sie nicht. Nicht auszudenken! Sie heißt Schönaster und ist hoffentlich nicht beleidigt, dass ihr Name sie auf ihr Äußeres reduziert. Denn neben ihren eindeutigen Model-Qualitäten hat die Schönaster noch massig innere Werte zu bieten. Sie hat alles, was eine perfekte Staude mitbringen sollte: Sie ist robust, gesund und dauerblühend. Ehrlich gesagt hielt ich sie mit ihren Korbblütchen ja am Anfang für eine echte Aster. Sie gehört auch zur Familie der Asteraceae, heißt botanisch aber Kalimeris. Beheimatet war sie ursprünglich in Ostasien und wurde bereits 1825 von Alexandre Henri Gabriel de Cassini, einem französischen Botaniker, beschrieben. 190 Jahre später entdeckte ich die Schönaster auf der BUGA 2015 in Brandenburg, auf meiner Expeditionsreise im Hobbygärtnerformat. Ich verliebte mich und startete augenblicklich mit ihrer Ansiedlung auf meiner Scholle. …

Alles fluffig, alles sehr natürlich. Dazwischen: Rosen

Prachtkerze, Verbena und Gräser: Tänzer im Beet

Sie sind Trend: locker-leichte Pflanzen wie Prachtkerze, Patagonisches Eisenkraut oder Gräser. Und sie tanzen die schönsten Szenen. Die zarte, ja fast zerbrechlich wirkende Ballerina wendet sich erst dem hübschen Kerl mit Nurejew-Attitüde zu. Er ist groß gewachsen und kräftig und wird entsprechend umschmeichelt. Mit einer fließenden Bewegung zieht sie sich wieder zurück, um mit den Freundinnen die Köpfe zusammenzustecken. Sie sind alle so süß wie das Corp de Ballet in Schwanensee. Oder wie kommen dir zum Beispiel Prachtkerzen vor, die ein schönes Gehölz umgarnen? Wenn du dir etwas Zeit zum Zuschauen nimmst, bist du mittendrin im Blütenballett. Früher war alles irgendwie kompakter im Beet. Die Pflanzen in festen runden Tuffs oder Drifts arrangiert. Heute sind tänzerische Stauden angesagt, die durch das gesamte Beet schwingen. Es begann vor ein paar Jahren mit dem Siegeszug des Patagonischen Eisenkrauts Verbena bonariensis. Es reckte sich plötzlich aus einem Bühnenbild aus Frauenmantel und Storchschnabel hervor und brachte etwas Fließendes in den Garten. Weitere Trendpflanzen wie die Kerzenknöteriche mit hohem, rispenhaften Wuchs folgten, aber auch alte Bekannte wie lilienblütige Tulpen oder …

12 tel Blick 31.10.2016

Vom Oktober zum November: noch viel los im Garten

Der Oktober 2016 hat in Berlin dem Monats-Image keine guten Dienste geleistet. Als Marketingberaterin würde ich ihn dringend ermahnen, seinen Markenkern „golden“ nicht so leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Man kann als Herbstfarbenkoryphäe doch nicht 29 Tage (wetterdienstlich festgestellt) lang „grau“ produzieren! Insbesondere die Zielgruppe „Gärtner“ wird verprellt und räumt im wahrsten Sinne des Wortes verschnupft die Gartenmöbel rein. Dass ich dennoch für den 12tel Blick Oktober 2016 ein paar wenige freundliche Fotos machen konnte, wundert mich selbst, freut mich aber insofern, dass ich als markentreue Wetterkonsumentin am Ende doch meinen Frieden mit Oktober finden kann. Just am 30.10., als ich zur 12tel Blick-Tat schritt, strahlte die Sonne golden vom Himmel. Was ist noch hübsch, was überzeugt so spät im Gartenjahr? Gräser gehen immer, oder? Die Kombi aus glitzernden Halmen und gold-rötlich verfärbtem Laub des Pfeifengrases Molinia arundinacea ‚Transparent‘ ist klasse. Dazu kommen blauer Eisenhut Aconitum carmichaelii ‚Arendsii‘ und tiefroter Kerzenknöterich Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ – ich mag es, dass die Zusammenstellung farblich noch kraftvoll ist, aber dennoch herbstlich-natürlich für unsere Breiten wirkt.   An anderer Stelle …

Der graue Kübel passt gut zu Zink

Das ganze Jahr schön: Kübel dauerhaft bepflanzen

Kübelpflanzen, die das ganze Jahr schön aussehen und selbst unsere Winter im Freien überstehen: Von ihnen gibt es mehr als man denkt. Hier ein Beispiel mit Stauden und Gräsern. Stell dir vor, es ist Januar, kalt und grau. Du wirfst einen Blick aus dem Fester auf die Terrasse und lächelst. Denn dort ist nicht komplett tote Hose. Beziehungsweise tote Geranie. Deine Kübel sehen immer noch hübsch aus. Ein schöner Gedanke? Ich gehe mehr und mehr dazu über, meine Kübel und Töpfe nicht mehr mit Sommerblumen, sondern mit Stauden und Gräsern zu bepflanzen. Ich bin gar nicht mal zu faul, mehrere Pflanzengenerationen pro Saison einzusetzen und dann im Winter alles abzuräumen. Nur gibt es inzwischen so viele robuste Sorten an ausdauernden und lang blühenden Pflanzen, dass nachhaltiges Gärtnern im wahrsten Sinne des Wortes attraktiver ist. Und besonders, wenn man einen Balkon oder eine Dachterrasse bepflanzt, finde ich es schön, sich durch diese Pflanzen ein wenig Gartenatmosphäre zu gönnen. Im Frühling habe ich dir hier schon zwei mit Stauden bepflanzte Töpfe in voller Blüte gezeigt. Wie sie …

Liebling Rudbeckia. Im Herbst keinesfalls zurückschneiden!

Angelikas Garten: robuste Stauden für pflegeleichte Beete

Hallo zusammen, ich heiße Angelika und wohne mit meiner Familie in der Schweiz, im Kanton Bern am Rande des hügeligen Emmentals. Jedes Jahr sieht mein Garten ein wenig anders aus, zu den unkomplizierten robusten Stauden gesellen sich je nach Lust und meiner Zeit ein- sowie zweijährige Blumen. Es ist mir wichtig, dass die Pflanzen auch für die heimische Tierwelt einen Nutzen haben, so bietet zum Beispiel der Zierapfel im Frühling Nektar für die Bienen und Ende des Herbstes erfreuen sich die Vögel an den dekorativen kleinen Äpfeln. Xenia und ich kennen uns über Instagram. Wenn ihr mich dort auf meinem Profil a_augenblicke_ besucht, werdet ihr vor allem Landschaftsbilder zu sehen bekommen. Die Fotografie ist eine der großen Leidenschaften von mir und ist für mich ein wichtiges Hobby, um Kraft und Energie für den Alltag zu schöpfen. So nun viel Spass beim fotografischen Rundgang durch meinen herbstlichen Garten und ich bin beeindruckt von dem treffenden Text, den Xenia nur anhand der Bilder, welche ich ihr gesendet habe, kreiert hat! ***** Ich bin sehr glücklich, dass wir …

12tel Blick 30. September 2016

12tel Blick September: alles nach Plan – Stauden teilen und umsetzen

Der 12tel Blick vom 30. September zeigt: Der Garten kommt zur Ruhe, bald ist Pflanzzeit. Die Planungen für so manche Umpflanzaktion haben begonnen. Dass dafür Apps auf dem Smartphone super sind, zeige ich dir heute. Nun ist auch der September schon wieder vorbei. Puh. Ich gestehe: Viel habe ich seit dem letzten 12tel Blick im Garten nicht getan. Erst war der September der eigentliche Hochsommermonat des Jahres, dann bin ich krank geworden. Beides eindeutig Punkte, die für den Liegestuhl sprechen – erst mit Sonnenschirm, dann mit Kuscheldecke. Allerdings habe ich beobachtet, eine Bestandsaufnahme durchgeführt, Pläne geschmiedet. Mein liebster Partner dafür: das Smartphone. Früher trug ich ein Heftchen bei mir, in das ich hineinschrieb, was ich wie und wo verändern möchte. Manchmal fertigte ich kleine Zeichnungen dazu an. Später bin ich auf die Idee gekommen, Fotos vom ganzen Beet zu machen, denn es ist ja fraglich, ob ich im April noch weiß, wo denn genau die Eisenhüte stehen, die ich dann aufnehmen und teilen muss. Oder an welchen Fleck die Tulpenzwiebeln sollen. Aber umständlich war das trotz Fotoaufnahme schon …

Königliche Gärtnerlehranstalt im späten Juni

Ein Sommerbesuch in der Königlichen Gärtnerlehranstalt

Ein Besuch Ende Juni in der Königlichen Gärtnerlehranstalt. Was für eine Pracht im Stauden- und Rosengarten. Ich probiere gern Dinge aus im digitalen Leben. Jetzt bin ich gerade dabei, das Präsentationsprogramm Prezi zu testen. Natürlich habe ich gleich berlingarten als Experimentierfeld genutzt. Und zeige dir heute Eindrücke von meinem letzten Besuch in der Königlichen Gärtnerlehranstalt in Berlin-Dahlem. Da ich in einem Herbstbeitrag schon einmal ausführlich über die Hintergründe berichtet habe (Rosen- und Staudengarten der Königlichen Gärtnerlehranstalt), reichen hier meine Fotos ohne viel Text, denke ich. Schau aber mal rein in den Beitrag vom September, dann kann du besonders gut erkennen, wie großartig der Staudengarten zu allen Jahreszeiten aussieht. Und hier kommt meine Prezi, du musst einfach nur mit den Pfeiltasten navigieren. Am besten, du schaltest auf Vollbildmodus. Ich hoffe, dir gefällt’s! Lass dir Zeit beim Weiterklicken, dann wird dir auch nicht schwindelig *grins*:

12tel Blick berlingarten Juni

12tel Blick 30. Juni – der Jahreslauf im Video

Der Garten im Wandel der Zeit mit dem 12tel Blick Juni: Ein halbes Jahr ist um und die Atmosphäre wandelt sich von frühlingshaft frisch zu sommerlich kraftvoll. Der 12tel Blick Ende Juni ist deutlich verhaltener als der vorige. Die üppige Rosenzeit endet, die Hochsommerstauden stehen in den Startlöchern, sind aber noch nicht in Blüte. Es ist eine kurze ‚grüne Periode‘. Der Garten wird in den nächsten Wochen von rosa-lila auf sonnengelb-lila umschlagen. Leckeres Obst aus eigener Ernte. Hinter uns liegt die Zeit der Erdbeeren, der Rosen, des Mohns und der Margeriten – die heitere Frühsommerphase. Die Himbeeren tragen immer noch üppig: Seit fast einem Monat schon können wir uns täglich stundenlang die Backen vollstopfen – wir tun das in der Regel direkt am Strauch. Die Nachbarn werden sich an den Anblick gewöhnt haben, dass wir zum Essen nicht am Tisch sitzen, sondern wie eine weidende Herde alle Mann im Beet stehen. Unsere Sorte kann ich sehr empfehlen, es ist die altbewährte ‚Schönemann‘. An Obst reifen darüber hinaus Johannis-, Blau- und Stachelbeeren sowie die Sauerkirsche ‚Schattenmorelle. Zum …

Töpfe mit Stauden wie Euphorbien und Brunnera

Stauden in Töpfen: Euphorbien & Co.

Ich hab die Töpfe schön. Mit Stauden in gelb-blau, von denen ich hoffentlich noch lange etwas habe. Ist der Garten zu klein, sind vielleicht wenigstens die Töpfe noch frei? Nachdem ich nun beim besten Willen nichts mehr in meinen Beeten unterbringen konnte, habe ich Anfang des Frühjahrs umso lustvoller Pflanzen für zwei hübsche Töpfe ausgesucht. Klar war, dass es möglichst langlebige sein sollten, also eher keine typischen Sommerblumen. Ich hoffe, dass ich es dennoch geschafft habe, langblühende zu finden – bis jetzt, Ende Mai, ist alles top in Form. Ich habe mich für eine meiner aktuellen Lieblingsfarbkombinationen entschieden: hellblau und gelbgrün. Oder sollte ich besser sagen grüngelb? Wie auch immer: Frühlingshaft wirkt die farbliche Mischung aus Sonnenschein und Himmel mit Wölkchen. Zwei Tontöpfe habe ich als Paar bepflanzt, meine Tochter nennt sie despektierlich Dick und Doof. Das ist natürlich eine Frechheit, denn dick sind ja nun beide nicht und über die Intelligenz der Pflanzen wird es in Zukunft sicher noch bahnbrechende Erkenntnisse zu ihren Gunsten geben. Als Basis meiner Ganzjahresbeglückung dienen zwei Wolfsmilchgewächse, für die …