Alle Artikel mit dem Schlagwort: Amaryllis

Ikebana schlicht und schön

Ikebana mit weißer Amaryllis

Ikebana bringt zur Ruhe, fokussiert auf das Wesentliche und passt ausgezeichnet in schlichtes westliches Interieur. Januar. Ruhe ist eingekehrt. Prunk und Glitzer und auch die Hektik des Dezembers sind vorbei. Das Jahr beginnt mit dem Wunsch nach Reduktion. Ich hatte da diesen Plan, Ikebana zu erlernen. Einen Kurs wollte ich belegen, du erinnerst dich, ich hatte hier darüber berichtet. Aber manchmal findet man selbst in der großen Stadt nicht sofort das richtige Angebot. Also habe ich erst einmal begonnen, mich in das Thema einzulesen: Respekt vor der Natur und den Jahreszeiten. Genaues Beobachten. Schlichtheit, ausdrucksvolle Linien, Asymmetrie, starke suggestive Wirkung. Neben dem eigentlichen Schaffensprozess spielt auch die geistige Verfassung des Gestalters eine gewichtige Rolle. Das klang wunderbar. Ikebana würde mir, gesundheitlich angeschlagen, und unseren noch weihnachtlich überladenen Räumen gut tun. Ich wollte mich an einem Strauß im Nageire-Stil versuchen. Nageire sind Arrangements, die in hohen Gefäßen gestaltet werden. Sie wirken sehr frei, wörtlich übersetzt heißt Nageire “ins Gefäß geworfen”. Das passt natürlich gut für eine blutige Anfängerin und Autodidaktin wie mich. Die Zusammenstellung der Pflanzenstiele …

Amaryllisblüte

Amaryllis im Advents-Outfit

Die im Herbst noch mit Beeren geschmückte Amarylliszwiebel hat sich inzwischen zur blühenden Diva gemausert und ein adventliches Outfit erhalten. Woche für Woche hatte sich die Knospe weiter herausgeschoben, die Spannung wurde mit jedem Tag größer: Was für eine Blütenfarbe sich wohl zeigen würde? Und wie groß die Blüte wohl werden? Schließlich handelte es sich ja um eine namenlose Billigzwiebel aus dem Supermarkt. Und siehe da: Ein wunderschönes tiefes Dunkelrot schlummerte in der erst noch so kleinen, fest verschlossenen Knospe. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viel Blüte dort hineinpasst. Die Herbstdeko hatte ihren Zenit überschritten, ein neues Outfit musste her. Das Moos durfte bleiben, ein paar Zapfen, einige blattlose Zweige sowie aus Piniennadeln gebundene Sterne kamen dazu – mehr braucht es nicht, um die Schönheit der Blüte zu unterstreichen. Viel Wasser braucht die Amaryllis übrigens immer noch nicht, ein paar Tropfen jedes Wochenende reichen aus.

Amarylliszwiebel

Amaryllis: anspruchslose Beauty

Gestecke mit Amaryllis funktionieren super einfach. Sind sie einmal vorgetrieben, brauchen sie nämlich kein Wasser mehr. Die arme Amaryllis (oder Hippeastrum) in ihrem Plastik-Outfit fiel mir an der Supermarktkasse ins Auge. Zu Hause hatte ich doch noch was von dem aus unserem Rasen gerupften Moos übrig. Mit ein paar Beeren könnte ich nun schnell etwas ihr Angemessenes zaubern. Also rein in den Einkaufskorb. Ich mag bereits vorgetriebene Zwiebeln, da dann mit ihnen wirklich nichts schiefgehen kann. Sie brauchen – fast – kein Wasser mehr (normales Gießen würde nur zum verstärkten Wachstum der Blätter anregen), sodass ich sie stets von der Erde befreie und später nur alle paar Tage mit Wasser beträufel. Dann bin ich nämlich frei, sie einzusetzen, hinzulegen, aufzustellen, wie ich mag. Wie hier im Bild mit Beeren und Moos (zur besseren Luftzirkulation auf Steine), aber zum Beispiel auch nur mit nackten, knorrigen Ästen. Dann sieht man auch die ja eigentlich hübsche Zwiebel gut. Meine favorisierten Gefäße sind dementsprechend hohe aus Glas. Die sorgen auch noch für den nötigen Halt, wenn die schweren Blüten …