Alle Artikel in: Meinung

Hier geht’s zur Sache. Alles, was die Gärtnerin so umtreibt.

Unsere wichtigsten Arzneipflanzen: Rezension und Portrait der Autoren

In der Serie über Pflanzen-Enthusiasten und Menschen mit grüner Seele geht es heute um ein Traum(ehe)paar der Pflanzenbücher: Margot und Roland Spohn. 2019 erschienen ist ihr Buch “Unsere wichtigsten Arzneipflanzen”, das du hier kennenlernen und gewinnen kannst. Margot und Roland fielen mir als Teilnehmer auf einer gemeinsamen Gartenreise sofort auf, denn obwohl alles bestens vom Veranstalter organisiert war, hatten die Beiden stets Rucksäcke dabei, als müssten sie in der Wildnis kampieren. Wie sich bald herausstellte, steckten in dem mächtigen Gepäck Profi-Kameraausrüstungen. Wir hatten nämlich zwei bekannte Autoren des botanischen Verlagswesens an Bord. Ein Geschenk für einen neugierigen Menschen wie mich – und ein Quell ewiger Information für die gesamte Reisegruppe. Von der Pflanze zum Buch. Was ich schon immer wissen wollte, konnte ich nun endlich erfragen: Wie kommen die Inhalte in die Bestimmungsbücher? Wer ist so schlau, dass er alles über alle Pflanzen weiß? Wer macht die Fotos und was hat es mit den Illustrationen auf sich? Kann es wirklich sein, dass sie sämtlich von Hand gezeichnet werden oder zaubert sie ein Computerprogramm, wenn ein …

Das Interview: Star-Designer Peter Berg zum Geheimnis ganz besonderer Gärten

Peter Berg gestaltet Gärten, die in ihrer natürlichen Ausdruckskraft überwältigen. Hier erklärt er, welche Zutaten es zu solchen Gärten braucht. Und sein Buch zeigt, wie die Endergebnisse aussehen. Ich lernte Peter Berg auf einer Veranstaltung des Who-is-who der Gartenbücher kennen. Sein opulenter Bildband war soeben erschienen und mir sofort aufgefallen. “Natur. Ästhetik. Design.” ist der Titel und hinter jedem der Begriffe steht ein Punkt. So kommt auch Peters Gestaltung daher. Ich merkte bei der Durchsicht des Buches und im Gespräch mit ihm, dass er ein Designer ist, der in Hauptsätzen denkt. Der einen Stil hat und Punkt. Der für Klarheit steht und Punkt. Der groß denkt und Punkt. Der charaktervolle Bäume und Steine platziert und Punkt. Ich freue mich, dass Peter zum Interview zur Verfügung stand und zwei Exemplare seines Buches zur Verlosung zur Verfügung gestellt hatte. Lieber Peter, wenn man sich mit deinen Arbeiten befasst, ist man fasziniert von der Kombination aus klarem Design und natürlicher Wirkung, aus Spannung und Ruhe, bei denen man allgemein denkt, sie schlössen sich aus. Wie kommt es, dass …

Das Interview: Schmuckdesign von goodrun nach der Natur

berlingarten macht Werbung! In der Interviewreihe mit spannenden Menschen, die sich mit schönen Dingen aus Natur und Garten beschäftigen, geht es heute um Gudrun und ihren Silberschmuck, der von Blättern inspiriert ist. Liebe Gudrun, als Gartenbloggerin und Fan von allem, was mit Pflanzen und schönem Design zu tun hat, bin ich auf dich und dein kleines, feines Schmucklabel goodrun gestoßen. Wie würdest du dich selbst beschreiben? Hallo liebe Xenia, herzlichen Dank, dass ich Gast auf deinem Blog sein darf. Mein Name ist Gudrun und mein Label nennt sich goodrun • schmücken macht glücklich. Ich wohne in Altenberg, einer kleinen Gemeinde im Mühlviertel, das ein Teil von Oberösterreich ist. Die Natur ist meine Inspirationsquelle und ich erstelle aus Blättern Schmuckstücke in Silber. Mein absolutes Lieblingskraut oder auch Lieblingsblatt ist der Salbei. Ich liebe den Salbei – ich mag seinen Geruch, seinen Geschmack, aber auch seine Form und seine Struktur, und daher fertige ich aus Salbeiblättern Ringe und auch Anhänger oder Ohrhänger. Unter www.blattschmuck.com hast du die Möglichkeit, unter einer Vielzahl von unterschiedlichen Ringgrößen deinen persönlichen Salbeiblatt-Ring zu …

Das Interview: mit Bloggerin Urte vom Elfenrosengarten

Rosen und das Malen von Blumenbildern sind ihre Leidenschaft: Lerne Urte vom Blog Elfenrosengarten kennen. Ein neues Interview aus der Serie über tolle Menschen mit “Naturseele und grünem Daumen”. Liebe Urte! Seit Jahren bin ich ein Fan von dir, weil du nicht nur einen Märchengarten hast, sondern darüber hinaus wunderschöne Blumenaquarelle malst. Aber stell’ dich doch am besten bitte selbst einmal vor. Mein Name ist Urte Zimmermann. Ich bin zwar gebürtige Mecklenburgerin, aber das Leben hat mich vor vielen Jahren in den Harz geführt und nun wohne ich im Vorharz in der Nähe von Halberstadt. Die Familie meines Mannes besitzt seit über 100 Jahren einen großen vierseitigen Bauernhof. Dort wohnen wir nun mit vier Generationen unter einem Dach. Viele Jahre wurde der Bauernhof landwirtschaftlich genutzt. Im hinteren Bereich gab es immer einen großen Gemüsegarten und den Auslauf der Hühner. Im vorderen Bereich waren die Ställe für das Viehzeug und mitten im Hof ein großer Misthaufen. Im Laufe der Zeit wurde der Garten immer kleiner, die Wiese immer größer, der Misthaufen verschwand, statt der Ställe gibt …

Das Interview: Naturschätze bei Fräulein Grün

In meiner Serie, euch spannende Menschen mit “Naturseele und grünem Daumen” vorstellen zu dürfen, steht heute Karina aus Salzburg mit ihrem Blog Fräulein Grün im Fokus, in dem es um die Schätze der Natur direkt vor unserer Haustür geht. Liebe Karina, wir haben uns auf einer Bloggerreise kennen gelernt. Da warst du immer diejenige, die auf Spaziergängen den Blick nach unten gerichtet und überall spannende Pflanzen entdeckt und uns gezeigt hat. Magst du dich bitte kurz vorstellen? Ich bin Karina Reichl, gebürtige Stadt Salzburgerin, 39 Jahre, Hundebesitzerin, 10 Jahre Radiomoderatorin, dann verschieden berufliche Stationen wie Web-Texterin, Projektleiterin in einer Werbeagentur, Online Marketing Manager… Alle beruflichen Erfahrungen bündeln sich gemeinsam mit meiner Kräuterausbildung bei Fräulein Grün. Was sind deine Themen bei Fräulein Grün? Wiese, Wald und Wunder. Meine Leidenschaft, meine Berufung. Die Kräfte von Heilpflanzen kann sich jeder zunutze machen. Auch wenn viele – so wie ich – in der Stadt leben. Oft wachsen die natürlichen Schätze direkt vor der eigenen Haustüre. Auf meinem Blog Fräulein Grün zeige ich als diplomierte Praktikerin der TEH (Traditionell Europäischen …

Das Interview: mit Bloggerin Sandra von Grüneliebe

Es ist ein großes Glück für mich, immer wieder spannende Menschen rund um die Themen Garten, Blumen, Design und Genuss kennen zu lernen. Ich freue mich, euch heute Sandra vorstellen zu dürfen, die sich ganz dem Thema Garten verschrieben hat. Sie betreibt das Blog Grüneliebe samt Seedball-Manufaktur. Liebe Sandra, wir haben uns auf einer Gartenmesse in Köln kennen gelernt. Das war für dich gleich um die Ecke, oder? Hallo liebe Xenia, genau, ich lebe in Hürth. Das liegt gleich hinter Köln. Ich gärtnere also im schönen Rheinland und habe das Glück, mich in unserem eigenen Garten austoben zu dürfen. Dabei entstehen viele Themen, die du in einem Blog verarbeitest. Was unterscheidet Grüneliebe von anderen? Auf Grüneliebe dreht sich alles rund um den Naschgarten – also Gemüse, Obst und Kräuter im eigenen Garten und auf dem Balkon. Ergänzt wird dies um andere Garten- und Pflanzenthemen für Drinnen und Draußen sowie leckere Rezepte überwiegend mit Lebensmitteln aus dem (eigenen) Garten. Mir ist es besonders wichtig, dass die Rezepte einfach sind und man mit wenigen Zutaten etwas Leckeres …

#herzBLATT: Fotoaufruf zur Ausstellung im Botanischen Garten Berlin

Werde Teil einer Ausstellung über Zimmerpflanzen des Botanischen Museums Berlin. Teilnahme bis 18.11.2018. Das Botanische Museum Berlin bereitet derzeit die nächste Sonderausstellung vor. Unter dem Titel “Geliebt, gegossen, vergessen: Phänomen Zimmerpflanze” will die Ausstellung die emotionalen Facetten der ganz besonderen Beziehung Mensch-Zimmerpflanze beleuchten. Das Museum schreibt dazu: “Obwohl wir sie meistens übersehen, würden wir etwas vermissen, wenn es sie nicht gäbe. Zimmerpflanzen sind unsere täglichen Begleiter, sie sind duldsame Mitbewohner und stumme Zeugen unseres Lebensgefühls. Zimmerpflanzen spiegeln nicht nur unsere Innenräume, sondern auch unser Innenleben. Geschichte(n) zwischen liebevoller Pflege und gedankenlosem Konsum, präsentiert auf dem längsten Fensterbrett Berlins. Natürlich mit vielen Infos und Pflegetipps rund um die 50 populärsten Zimmerpflanzen.” Du kannst mitmachen und dein Foto einsenden. Bebildert werden soll die Ausstellung u.a. mit Fotos von Menschen, die sich mit ihrem grünen Liebling ablichten und das Foto auf der Facebook-Seite des BGBM (Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin) posten. Zu gewinnen gibt es interessante Preise, hier findest du die Teilnahmebedingungen. Mein #herzBLATT: Dracaena ‘Lemon Lime’. Ich habe den Titel der Ausstellung für meinen Bildaufbau wörtlich …

Kindheitserinnerungen an den Hochsommer

Die Luft flirrt, wir sitzen noch stundenlang im Garten. Irgendwann ist das letzte Teelicht verglimmt und wir gehen schlafen, matt vom heißen Tag. Mehr als ein Leinenlaken zum Zudecken brauchen wir nicht. Am nächsten Morgen reicht ein Stücke Wassermelone als ganzes Frühstück. Der Hochsommer mit seinen heißen Temperaturen verändert unser nordeuropäisches Leben, macht es träger, schöner und ruft bei mir die Erinnerung an die Kindheit hervor. Hochsommer: Sommerferien oder Hitzefrei. Die Tage waren unendlich lang, meine Freundinnen und ich stromerten den lieben langen Tag umher, bekleidet mit Bikini, einem Sommerkleid darüber, Badelatschen. Stets bereit, mit dem Fahrrad rasch ans Meer zu fahren und ins kühle Nass zu hüpfen. Eine Kindheit an der Ostsee. An den Feldern pflückten wir Sträuße aus Wilder Möhre und stromerten durch Omis Garten, um vielleicht noch eine übersehene Johannisbeere zu naschen. Schön war auch, ihr beim Palen der Erbsen zu helfen. Wenn es dann hieß, den Hühnerstall auszumisten, waren wir längst wieder Richtung Wasser unterwegs, den Fahrtwind im Haar, den Duft der Heckenrosen in der Nase. Wie sind deine Kindheitserinnerungen an …

Kleingärten sind nicht zum Wohnungsbau da – ein Ruf zurück

  Bei “Piepgras” hätte ich bis vor Kurzem noch an unsere tirilierenden Amseln gedacht, wie sie durch die Wiese hopsen. Nun weiß ich, dass es einen Immobilienentwickler mit Hang zum Offenen Brief dieses Namens gibt. Herr Piepgras veröffentlichte vor wenigen Wochen eine Anzeige im Berliner Tagesspiegel, in der er von Bausenatorin Lompscher den “Tabubruch” forderte, nun endlich die innerstäditischen Kleingärten für den Wohnungsbau zu schleifen. Gestern legt er nun nach mit einem weiteren “Zwischenruf” an die Senatorin. “Zusammen!” lautet die Überschrift eines Briefes, in dem er abermals die Bebauung der Kleingärten – und übrigens auch des Tempelhofer Feldes – fordert. Nach seinem großen Echo im Netz und in den Medien geriert sich der Zehlendorfer diesmal deutlich sozialer, bringt die Buzzwords “Schulen”, “Kitas”, “günstige Wohnungen (sei es zum Kauf, sei es zur Miete)” und gipfelt in der rhetorischen Frage: “…wäre dann nicht auch ein Großteil der Kleingärtner bereit, auf ihre Privilegien zu Gunsten der Allgemeinheit zu verzichten?” Man werfe mir als Kleingärtnerin bitte keine Voreingenommenheit vor, dass ich darauf antworten möchte. Meine kleinen 350 Quadratmeter Unterpachtland …

Weihnachtsgeschenke von berlingarten: Verlosung von Gartenbüchern und -CDs

Weihnachtsfest 2017: Zeit, um Bücher zu lesen – und um Bücher zu verschenken. Ich freue mich über ruhige Stunden und dass ich meine Nase in ein paar Rezensionsbücher stecken kann, die ich hier verlosen möchte. Da sind drei zum Selbstlesen und zwei Hörbücher. Die „Philosophie des Gärtnerns“ aus dem Mairisch Verlag (Herausgeberin Blanka Stolz) ist ein sehr schönes Lesebuch, das zahlreiche Fragen zu Papier bringt, die einem so oder ähnlich auch schon mal durch den Kopf geschwirrt sind: Warum sind Gärten eigentlich Orte der Entspannung und Kontemplation? Warum hat Gartengestaltung die Wendung der modernen Kunst zum Hässlichen nicht mitvollzogen? Oder: Ist das heutige Werk Piet Oudolfs mit seinen „guten Stauden” tatsächlich besser, als die Teppichbeete des 19. Jahrhunderts? Woher die Überheblichkeit nehmen? Manche Themen sind auch sehr praxisnah und handfest, zum Beispiel, wenn es um die Ethik der Verwendung von F1-Hybriden geht, wenn die Grundsätze von Permakultur diskutiert werden oder ein Beitrag über Schrebergärten laut auflachen lässt. Lars Weigelt will mit dem Paperback „Knallbunte Beete“ (BLV) unsere Vorstellung von klassisch gemischten Beeten auf den Kopf …