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Dynamischer Agroforst Mitte Mai

Gesunde Pflanzen, hohe Erträge: Mein Gemüsegarten ist ein Agroforst

berlingarten macht Werbung! Nenn uns Agroförster. Der Liebste und ich haben unsere Gemüsebeete in einen Dynamischen Agroforst umgewandelt. Klingt cool? Ist es auch. Beim Dynamischen Agroforst handelt es sich um eine Methode, die auf dem Wissen indigener Völker Lateinamerikas basiert und für die Bedürfnisse der heutigen Landwirtschaft weiterentwickelt wurde. Ein Dynamischer Agroforst bildet ein natürliches Pflanzensystem, das auf kleinstem Raum zu gesunden Pflanzen und hohem Ertrag führt. In Berührung gekommen sind wir mit dem Dynamischen Agroforst durch den Naturefund e.V., der diese ökologische Methode seit 2011 in Renaturierungsprojekten in Lateinamerika und Afrika einsetzt und für die Bauern zu ökonomischen Erfolgen führt. Und was in Bolivien funktioniert, kann auch in Deutschland nicht verkehrt sein. Gemüsegarten neu gedacht: Die Prinzipien des Dynamischen Agroforsts. Gemüse, Kräuter und Obst stehen bei uns seit jeher ganz hoch im Kurs. “Kleingärtnerische Nutzung” war für uns nie ein Zwang, sondern immer schon größtes Vergnügen. Insbesondere der Gartengemahl, der in seiner Freizeit auch genussvoll die Kochtöpfe schwingt, ist ein begeisterter Gemüsegärtner. Wir waren daher sofort dabei, als toom uns ermöglichte, zusammen mit dem …

Edelginster Titel

Edelginster: Schmetterlingsblüten in Hülle und Fülle

Ein Gehölz zum auf die Knie fallen schön und dabei völlig unkompliziert – das ist Edelginster Cytisus scoparius. Täglich komme ich an einem Ginstergarten vorbei und ich muss dir jetzt mal diese tollen Sträucher zeigen! Ich bin wirklich verzaubert von der Pracht samt herrlichem Duft. Jedes der Exemplare ist von Anfang Mai bis in den Juni hinein von einer riesigen Zahl leuchtender Schmetterlingsblüten besetzt. Ich kannte ihn unter dem Namen Besenginster, finde es aber nur korrekt, dass er jetzt in der Regel als Edelginster gehandelt wird. Toll sehen besonders die drei zusammengepflanzten Sträucher aus. Je sonniger der Standort ist, umso intensiver wird die Färbung der Blüten. Der Besenginster kommt nämlich ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, Teilen Afrikas und dem westlichen Asien. Bei uns sieht er toll aus in Solostellung, gemischten Rabatten mit Stauden und Gräsern, Heide- oder Steingärten. Wenn du dafür sorgst, dass er genügend Licht bekommt, passt er auch in eine Hecke aus Blühsträuchern. Das finden dann nicht nur Spaziergänger wie ich, sondern auch Vögel attraktiv. Alle Fotos vergrößern sich durch Anklicken. Details. Wuchs: von …

Kinder zählen mit

Auf geht’s zum Zählen: Stunde der Gartenvögel

berlingarten macht Werbung für den guten Zweck! Vom 10. bis 13. Mai findet deutschlandweit die Stunde der Gartenvögel statt. Im ganzen Land zählen Naturbegeisterte eine Stunde lang Vögel vom Balkon aus, in Garten, Park oder Friedhof und schicken die Ergebnisse an den NABU – machen wir mit! Für mich gehören Garten- und Vogelbegeisterung zusammen. Und ich weiß, dass dir das ebenso ergeht. Bei den Klick- und Kommentarraten zu meinen Posts über unsere Amseljungen können höchstens die ersten Bienen-Videos im frühen März mithalten. Daher möchte ich dir die Stunde der Gartenvögel besonders ans Herz legen, die der NABU jedes Jahr am zweiten Maiwochenende durchführt und bei der rund 50.000 Menschen bereits mitmachen. Du kannst die Stunde der Gartenvögel zu einer Stunde der Kontemplation nutzen, an der du ganz allein mit dir, deinem Garten und “deinen Vögeln” bist, du kannst aber natürlich die Stunde auch für den Austausch mit Freunden oder eine Art Lehrstunde in Sachen Natur mit Kindern nutzen. Auf jeden Fall wird dir diese ganz bewusst erlebte Stunde gut tun. Alle Fotos dieses Beitrags vergrößern …

Aprilgarten berlingarten

Mein Gartenjahr April: Natur im Sauseschritt

Mein April-Garten: von den Krokussen zum Zierlauch in 30 Tagen. Gestern sah ich jemanden ein Motto-T-Shirt tragen: “Sommer 2018: Ich war dabei”. Zwei Wochenenden im April mit über 25 Grad – hoffentlich war es das jetzt nicht bis September. Aber ich will ja nicht unken, sondern einfach nur das Hier und Jetzt genießen. Und vor allem: Ich war auch dabei. Mit Liege und Grill und Barfuß im Gras. Der April war tatsächlich Gartenentwicklung im Sauseschritt: Anfangs blühten noch die Krokusse in einem Meer aus Blau- und Rosasternchen Scilla bifolia und siberica. Bis Ostern am 1. und 2. April hatte es bei uns noch keine Narzisse zur Blüte geschafft – und dann überschlugen sich die Ereignisse. Es wurde richtig warm, die Narzissen legten los und verblühten nach dem Besuch der ersten Biene sofort wieder. Mission completed. Mit dem Rosenschnitt mussten wir uns sehr beeilen, denn der Flor von Forsythie, Magnolie und Flieder ging ebenfalls in Windeseile ineinander über. Jetzt zum Ausgang des Monats sind die meisten Tulpen passé, es strahlt noch die späte lilienblütige Sorte ‘White …

Rosenbogen

Zum Wohle der Rose: Rosenerziehung

Mit ein bisschen Erziehung blühen Rosen voll und üppig. In der April-Kolumne der GartenSpaß beschäftige ich mich mit der Erziehung von der Schönsten der Schönen: der Rose. Jetzt zur Forsythienblüte ist Zeit für den Schnitt, die Düngung und die Erziehung. Denn nicht nur Menschen brauchen Grenzen. Hier findest du die Datei “Zum Wohle der Rose”, mit der du den Artikel als PDF lesen kannst. Auf dem Beitragsfoto oben grüßen dich am Rosenbogen die Kletterrosen New Dawn (links, noch in Knospe) und Himmelsstürmer (rechts), an denen du erkennen kannst, wie üppig Rosen selbst in Bodennähe blühen, wenn sie von Gärtnerin und Gärtner sanft, aber konsequent gelenkt und damit zur besten Entfaltung gebracht werden. Viel Freude beim Werkeln im Garten und grüß mir deine Rosen!

berlingarten Gartenkolumne Gartenspaß März

Gartenkolumne: Nachwuchs bei Familie Krokus

Meine erste Gartenkolumne in der GartenSpaß zur Vermehrung von Zwiebelblümchen: Krokussen, Winterlingen und Schneeglöckchen. Wenn du hier schon eine Weile mitliest, weißt du, dass ich versuche, jeden Blogbeitrag wie eine Gartenkolumne aufzuziehen: persönlich, anregend, humorvoll. Das ist im letzten Jahr auch dem Burda-Verlag aufgefallen und ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, für ihr Magazin GartenSpaß monatlich die Kolumne zu erstellen. Das Heft sei vom Konzept her so, dass es eine jüngere Leserschaft anspreche und praxisorientiert sei. Gleichwohl solle die Kolumne ein “schönes Lesestück” sein, Zitat der Chefredakteurin. Und ob ich Lust hatte! Ich fühlte mich gleich wie die berühmte Vita Sackville-West, Schöpferin von Sissinghurst, die für den Observer ihre legendären Kolumnen schrieb. 😉 Da im Handel jetzt die März- von der April-Ausgabe abgelöst wird, kann ich dir nun die Kolumne als pdf vorstellen: Nachwuchs bei Familie Krokus. Darin beschreibe ich, wie du deinem Traum von großen Flächen mit Krokussen, Winterlingen und Schneeglöckchen ein gutes Stück näher kommst. Derweil sitze ich schon an der Juni-Kolumne, bin gedanklich also mitten im Frühsommer. Herrlich warm ist …

Ostertafel Frühlingsblumen

Hallo Frühling! Ostertafel wie eine Blumenwiese

berlingarten macht Werbung! Eine Osterdekoration für ein schönes Frühstück oder die Kaffeetafel, bei der bunte Frühlingsblüten wie aus einer Wiese wachsen. “Tausendschönchen” – dieses Wort könnte ich den ganzen Tag vor mich hinsagen. Ein gute-Laune-Mantra. Veilchen, Tulpen, Osterglocken: Schon die Namen dieser Blumen lassen mich innerlich schweben. Im Moment bin ich süchtig nach kräftigen Farben und süßem Blütenduft. Werde ich später im Jahr Kombinationen bevorzugen, die zart sind, Ton-in Ton, braucht meine noch wintermüde Seele gelb und pink in schönster Eintracht. Ostern ist bunt. Aber vor allem: Ostern sind Blumen! Ostertisch mit Moos und Blüten. Am ersten schönen Tag des Jahres bin ich losgezogen und habe alles für einen liebevoll gedeckten Ostertisch zusammengestellt. In Kooperation mit der Initiative Blumen – 1000 gute Gründe möchte ich dir viele gute Gründe für ein paar schöne Stunden mit fröhlichen Blüten im Garten aufzeigen. Denn: Schon der Einkauf der Blumen ist reinste Wellness. An den Tazetten-Narzissen zu schnuppern, die Hornveilchen nach ihren hübschen Gesichtern auszusuchen und noch zu den bunten Lampions, Servietten und Kerzen mit dem Einkaufswagen abzubiegen – …

Elfenkrokusse Rasen

Mein Gartenjahr März: Frühlingsgefühle und eisiger Ostwind

Der Start in den März ist deutlich winterlicher als der in den Februar. Der Frühling im Rückwärtsgang. Russenpeitsche – was für ein bildhaftes Wort. Und was für ein garstiges Gefühl auf der Haut nach schon so viel lauer Frühlingsluft. Bei uns war es Ende Februar tatsächlich so, als würde Wladimir höchstselbst mit einer neunschwänzigen Katze durch den Garten marschieren. Alle bis dahin schon so munteren Pflänzchen duckten sich eilig oder legten sich mal gleich auf den Boden. Dabei ist das Wort natürlich hochgradig politisch inkorrekt und Meteorologen hätten gern den Ausdruck “arktische” oder “sibirische Kaltluft”. Aber das wäre ja viel zu zahm für die -15 Grad, die wir Anfang März nun plötzlich haben. Was hätte Oma so schön gesagt, als ich im Februar-Beitrag schon Latte-Macchiato-auf-der-Terrasse-gefühlig vom mildesten Winter ever schrieb? “Kind, das dicke Ende kommt noch.” Oma wusste Bescheid. Wobei: Ich hab mal geschaut, wie die Wetterexperten zum Start des meteorologischen Frühlings am 1. März den vergangenen Winter analysiert haben: Der Winter 2017/2018 war tatsächlich mild. Bezogen auf das Mittel mit +1,4 Grad zu warm. …

Erste Winterlinge

Mein Gartenjahr Februar: Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse so früh wie nie

Der Winter 2017/2018 geht in Berlin als “mildester Winter ever” in die Geschichte ein. Seit der dritten Januarwoche blühen die Winterlinge, seit Monatswechsel die Schneeglöckchen dazu. Genießen wir es! Ich habe Glück mit meinem Vorhaben, jeden Monat des Jahres hier im Blog zu dokumentieren. Ich hatte ja schon befürchtet, dass ich dich drei Monate lang unter der tristen Überschrift “Lieblingsfarbe braun” unterhalten müsste, aber weit gefehlt: Der Januar war ein Traum und der Februar legt noch mal eine Schippe drauf. In Berlin gab es im Prinzp keinen Winter. Der Oleander auf dem Balkon, den wir verwegenerweise nicht reingeholt haben, strotzt vor Wohlbefinden, die Geranien sind immer noch dicke Freundinnen mit Christ- und Lenzrosen und vor allem haben die Zwiebelblümchen im Garten schon zwei Wochen Blütezeit auf dem Buckel. Ich kann sagen, dass ich in meinen 20 Jahren Garten noch nie so früh wieder im Arbeitseinsatz war. Was für ein Genuss! Denn obwohl ich mich immer wieder frage, wohin das alles noch führen soll, genieße ich dennoch den Zauber des Moments. Es wäre auch eine Sünde, …

Cottage Garden

Historische Rosen: die Königinnen der Blumen

Die schönsten der schönen Rosen sind für mich die alten bzw. historischen Rosen. Ein Streifzug durch die verschiedenen Klassen von Gallica- bis Bourbonrosen. Zugegeben: Menschen und Dinge mit Noblesse und Tradition finde ich oft anziehend. Komplett verzaubert war ich, als ich vor 20 Jahren zu Beginn meiner Gartenzeit auf historische Rosen stieß. Duft! Delikate Farben! Blüten im Überfluss! Diese Pflanzenpersönlichkeiten aus vergangenen Zeiten haben mich wirklich verzaubert. Endlich verstand ich, warum es gemeinhin Königin der Blumen hieß. Die staksigen Dinger ohne Duft in grellen Farben, die ich bis dato kannte, fand ich eher gewöhnlich und … doof. Seit über 10 Millionen Jahren gibt es Blumen der Gattung Rosa und bereits im Altertum gab es Zuchtsorten. Als Alte Rosen gelten die, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Entstehungsjahr von ‘La France’, der ersten Teehybride, die die Moderne einleitete. Die meisten der alten Sorten sind heute ausgestorben. Die Züchter setzten ab ‘La France’ auf Hochleistungsrosen. Ihr Ziel war, die meist nur einmalblühenden Rosen mit der eingeschränkten Farbpalette zu Dauerblühern zu verändern  – zu Lasten von …