Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schneeglöckchen

Crocus thomassinianus

Vorfrühling ist der schönste Frühling

Wie haben wir uns alle danach gesehnt: nach milderer Luft, zarten Farben, Bienengesumm und dem ersten Kaffee draußen in der Sonne. Es ist soweit, Winter war gestern. Vorfrühling ist der schönste Frühling. Man läuft durch den Garten und will sie förmlich aus dem noch nackten Boden herausschauen: die ersten Zwiebelblümchen. Bei uns sind die Winterlinge immer die ersten. Es folgen Schneeglöckchen und Krokusse. Besonders angetan haben es mir die Elfenkrokusse Crocus thomassinianus. Wahrscheinlich allein des Namens willen. Der Vermehrung auf die Sprünge helfen. Über Jahre hinweg habe ich alles dafür getan, dass aus den anfänglich kleinen gelben, weißen und violetten Tuffs große Matten wurden. D.h. ich bin selbst bei klirrender Kälte auf dem Boden herumgerobbt und habe beim Erscheinen der hübschen, an Harlekin-Kragen erinnernden Winterlingsblättchen diese gaaanz vorsichtig aufgenommen und an freie Stellen gesetzt, die ich per Kamera im vorigen Spätwinter festgehalten hatte. (Später, wenn Samen angesetzt sind, kann man die natürlich auch abgreifen und einfach an andere Stellen werfen.) Und Schneeglöckchen geteilt und verpflanzt, sobald die Blüte sich dem Ende näherte – “in the …

Schneeglöckchen KPM-Vase

Schneeglöckchen: der erste zarte Strauß

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Passen diese Zeilen aus dem “Glasperlenspiel” von Hermann Hesse, die Assoziationen von Jahresbeginn und Transzendenz, nicht wunderbar zu diesen zarten ersten Blüten? Dem ersten Frühlingsgruß 2015: Schneeglöckchen und Lenzrosen traditionell in meinen KPM-Vasen arrangiert. Die späteren prächtigen Sträuße werden sich anstrengen müssen, mich so zu berühren, wie jetzt diese kleinen.   Ich werde dieses Sträußchen an diesem Friday Flowerday zum Blog Holunderblütchen schicken, einer Initiative, sich für jedes Wochenende frische Blüten ins Haus zu holen.

Schneeglöckchen Galanthus nivalis Sam Arnott

Traum-Ehrenamt Phänologischer Beobachter

Phänologie ist besser als jedes fixe Jahreszeiten-Datum – insbesondere wenn schon der erste Anzeiger für das Prädikat “Vorfrühling” gesichtet wurde. Mitte Januar 2015. Berlin. Draußen 13 Grad. Und tatsächlich: Das erste Schneeglöckchen steht schon da. Allerdings wurde ein Öffnen der zarten Blütenblättchen noch nicht bemerkt – der Wind würde ihm derzeit auch allzu arg unters weiß-grüne Röckchen pusten. Dennoch kann ich laut phänologischem Kalender verkünden: Nun ist Vorfrühling. Na ja, ehrlicherweise sollte ich dazu sagen, dass es sich bei meinem Exemplar nicht um das gewöhnliche Schneeglöckchen handelt, sondern um die Sorte Galanthus nivalis Sam Arnott. Ich freu mich trotzdem. Und lasse in meinem dunklen Arbeitszimmer den Klang des Zauberwortes Vorfrühling noch etwas nachhallen. Was hat es denn nun mit der Phänologie auf sich? Und warum Ehrenamt? Laut Deutschem Wetterdienst ist das Wort Phänologie dem Griechischen entlehnt und bedeutet Lehre von den Erscheinungen. Sie ist ein Teilgebiet der Klimatologie und befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungsphasen der Pflanzen. Als phänologische Vegetationszeit gilt beim Deutschen Wetterdienst die Zeitspanne zwischen dem Beginn der …