Alle Artikel mit dem Schlagwort: Stauden

Beet neu angelegt mit Obelisken und Bank

Gartenumgestaltung: mit kleinem Aufwand große Wirkung erzielen

Die Idee war ganz einfach, die Umsetzung eine Herausforderung: Im Rahmen der TV-Sendung “RTL life” galt es, einen Garten zu suchen, der an nur einem Drehtag umgestaltet und richtig verschönert werden sollte. Und wir haben es tatsächlich geschafft, mit einer Familie schöne neue Beete zu pflanzen – inklusive Apfelbaum, insektenfreundlichen Pflanzen und einem Gemüsebeet. Hier kommt die Reportage samt Pflanzplan zum Nachgärtnern. Zum Glück hält Gartenarbeit fit, denn dieser Auftrag war sportlich: Ich war engagiert, die fachliche Leitung bei einem Projekt zu übernehmen, das an die Grenzen ging. Ohne dass es geskriptet oder in irgendeiner Form geplant gewesen wäre, sind das Filmteam für RTL life und ich durch Berlin gezogen, haben bei Eigenheimen geklingelt und angeboten, den Garten zu verschönern. Stand-up Gardening sozusagen. Nach einigen negativen, aber nie unangenehmen Reaktionen fanden wir eine sympathische Familie mit drei kleinen Kindern und Hündin, die zwar Lust auf Garten hatten, aber so gar keinen Plan. Und: Sie erkannten die Chance im Projekt. Vorher Fotos (alle Galerien einfach anklicken): Meine Rolle bestand darin, nach dem Kennenlernen die Gartenplanung zu …

Sämling Leberblümchen Hepatica

Leberblümchen: Tipps vom Experten Mister Hepatica

Ende März, zur Blütezeit der Leberblümchen, gleicht der Garten von Andreas Händel, in Fachkreisen als “Mister Hepatica” bekannt, einem blau-rosa Meer. Wie er zu dem Spitznamen gekommen ist und was es bei der Pflege von Hepatica nobilis und ihren Schwestern zu beachten gilt, hat er mir bei einem Besuch in seinem Garten erklärt. Ende März zeigt sich, ob die Saat aufgegangen ist. Und von wem. Und wie. Gemeint ist das Leberblümchen Hepatica. Wenn für uns normalen Gartenmenschen das Gartenjahr mal gerade beginnt, ist es für den renommierten Züchter Andreas Händel, in Fachkreisen besser bekannt als “Mister Hepatica”, der Höhepunkt des Gartenjahres. Dann findet man ihn in seinem Garten im brandenburgischen Ketzin auf den Knien oder gar bäuchlings seine Leberblümchen inspizieren. Andreas hat es ganz bewusst nach Ketzin verschlagen. Als er sich auf Immobiliensuche verschiedene Grundstücke ansah, war dieses das mit dem besten Boden: von gutem Wasserhaltevermögen und nährstoffreich. Perfekt für einen prominenter Züchter, der nicht nur für sich, sondern seine besonderen Pflanzen ein Zuhause suchte. Dass Andreas ursprünglich aus Thüringen kommt, hört man noch leicht, …

Frühjahrsputz im Beet

Staudenrückschnitt im Frühjahr: Wann Stauden schneiden?

Du bist bereit für den ersten Workout im Garten, fragst dich aber: Wann soll ich die Stauden schneiden und brauchst Tipps zum Rückschnitt von Stauden und Gräsern im Frühjahr? Dann lies weiter… Der optimale Zeitpunkt für den Staudenrückschnitt ist im Frühling, wenn die ersten Zwiebelblüher aus der Erde lugen. Im Herbst sage ich: Finger weg, es darf alles “in Schönheit sterben”, ganz so, wie die Natur es vormacht. Aufgeräumt wird absichtlich nicht, die Laubreste dienen den Pflanzen als Wintermantel und Insekten als Unterschlupf. Wenn jetzt aber die ersten Winterlinge und Elfenkrokusse Farbe zeigen und die Wettervorhersagen keinen zu starken Frost mehr ankündigen, gibt es kein Halten mehr, die Stauden runterzuschneiden. Wenn ich jetzt noch länger warten würde, könnte ich im Beet kaum noch treten, ohne die neuen Pflanzen zu zerstören. Auch ist jetzt der Zeitpunkt, all die Dünger auszubringen, die Zeit bis zur Wirkung brauchen, wie Rinderdungpellets oder Kompost. Und dafür müssen wir ran an die Erde. Das richtige Werkzeug, um die Stauden und Gräser sauber und kraftschonend runterzuschneiden. Das Wichtigste beim ersten Großreinemachen im …

Connis formaler Garten

Aus zwei mach eins: Connis beeindruckender Garten der Gärten

Ein Gartenrundgang durch einen Garten der Superlative: anspruchsvoll, vielfältig, ökologisch, schön. Willkommen bei Conni. Womit soll ich nur anfangen, wenn ich dir von Connis Garten erzählen möchte? Vom Rosengarten? Vom Wald- oder weißen Garten? Vom Küchengarten oder, ach nein, ich starte mit dem formalen Garten. Denn durch ihn habe ich Conni kennen und bewundern gelernt. Auf den ersten Blick könnte man bei Fotos von Connis formalem Garten denken, sie sende über ihren Instagram-Account freundliche Grüße von einem Ausflug in königliche Gärten: akurat gestutzer Buchs, üppig blühende Rosen, Bienengeschwirr im Lavendel. Dass das alles ihr eigener Garten und sie die Regentin ist: Donnerwetter. Es ist sogar nur das Entree zum Warmwerden – nämlich ihr Vorgarten. Die nachfolgenden Fotos zeigen ihn mit einigen von Connis Lieblingsrosen: die doldenblütige rosa Kletterrose “Giardina” am Obelisken (oben links), die englische Rose ‘Lady of Shalott’ (oben rechts in apricot) sowie die ‘La Villa Cotta’ (unten). Alle Galeriefotos dieses Artikels vergrößern sich durch Anklicken. Natürlich fragt man sich, wie sie es schafft, in Zeiten des Zünslers die Formschnittgehölze so gesund zu halten? …

Melanies Garten

Das Interview: Gartenaugenblicke mit Melanie in ihrem Riesenreich

In meiner Interviewreihe über Menschen mit Naturseele und grünem Daumen stelle ich dir heute Melanie vor. Beruflich und privat wächst und gedeiht alles bestens – sei es im landwirtschaftlichen Betrieb, im Weinberg oder in ihrem hektargroßen Garten mit empfehlenswerten Pflanzen, Hühnern und Schafen. Liebe Melanie, wir haben uns bei Instagram kennen gelernt, wo ich immer wieder begeistert bin von den Garteninhalten, die du teilst. Stell’ dich doch bitte kurz vor. Ich heiße Melanie Ebling, bin 41 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren Zwillingen in Friesenheim. Friesenheim ist ein kleines Dorf in Rheinland-Pfalz in der Nähe von Mainz. 2004 sind wir mit unserem Betrieb an den Ortsrand gesiedelt und leben nun inmitten von Weinbergen und Feldern. Ich selbst stamme auch hier aus der Gegend. Du gärtnerst nicht nur hobbymäßig leidenschaftlich gern, du hast auch beruflich mit der Natur zu tun. Was ist das alles? Nach dem Abitur habe ich zunächst Agrarbiologie studiert, denn als Kind aus der Landwirtschaft, war von Anfang an klar, dass ich in der Branche bleiben will. Nun bin ich …

Beetplanung mit Milimeterpapier und Transparentpapier

Beetplanung einfach selbst gemacht: Beispiel Präriebeet

Werde dein eigener Beetplaner, denn eine Pflanzung zu entwerfen, kann man ganz einfach lernen. Am Beispiel eines Präriebeetes zeige ich dir, wie es geht. Am Ende des Beitrags gibt es überdies einen Link zu einem Fernsehbeitrag vom rbb, bei dem ich ein ganz ähnliches Beet geplant habe. Du kannst dich nicht damit abfinden, dass die Gartensaison zu Ende sein soll? Ist sie auch noch nicht, denn der Herbst ist Pflanzzeit. Stauden und Gehölze können im noch vergleichsweise warmen, feuchten Boden gut Wurzeln schlagen und im Frühjahr mit entsprechendem Wachstumsvorsprung durchstarten. Auch Gräser lassen sich jetzt noch setzen, sollten allerdings locker mit Reisig vor zu viel Winternässe und Frost geschützt werden. (Wenn du erst im Frühjahr loslegen willst, achte bitte darauf, dass deine Neuzugänge stets genügend Wasser haben.) Vor dem Kaufen kommt die Beetplanung. Mit dem Gestalten eines Beetes ist es wie mit dem Kochen: Natürlich kann man durch den Supermarkt schlendern und alles, was irgendwie hübsch aussieht, in den Einkaufswagen packen und später gemeinsam in den Ofen schieben. Wenn du aber jetzt an die Gesichter …

Titel Königskerze

Königskerzen: Jetzt aussäen für einen majestätischen Garten

Königskerzen sind beeindruckende Gestalten im Garten und kommen mit Trockenheit und mageren Böden sehr gut klar. Im Spätsommer wird es Zeit, die zweijährigen Pflanzen auszusäen. Tipps zum Pflanzen und Pflegen der robusten Pflanze. Alle elf Sekunden könnte ich mich neu in die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum) verlieben. Dabei habe ich sie gar nicht aus einem Katalog oder sonst einer Vermittlung für leidenschaftliche und bestellwillige Gärtnermenschen. Die Königskerze muss ganz natürlich zu mir gekommen sein. Wobei – vielleicht habe ich sie mir regelrecht eingetreten, denn auf der Wiese, auf der ich meine Mittagspause zu verbringen pflege, stehen Exemplare dieser beeindruckenden Pflanze. Wie dem auch sei: Im letzten Jahr war sie plötzlich da und nachdem ich die Blattrosetten dieser zweijährigen Pflanze mit denen von Fingerhüten verwechselt hatte, kamen heuer an vielen ausgesuchten Star-Plätzen statt rosa strahlend gelbe Blütenkerzen zum Vorschein. Standort, Verwendung und Pflege der Königskerze. Und was soll ich sagen: Auf die Königskerze möchte ich nie wieder verzichten. Da sie Ursprünglich von Felssteppen und trockenen Berghängen Klein- bis Zentralasiens kommt, mag sie sandige Böden und feiert Trockenheit. …

Blattstrukturen

Mit Blattstrukturen gestalten: Lieblingsfarbe grün

„Grün ist das neue Bunt“ oder: „Blätter gut, Garten gut“. Warum es sich lohnt, auf das Laub einer Pflanze zu achten. Wenn sich die Stauden entfalten und die Gehölze ihr Blattkleid überstreifen, zeigt sich spätestens im Mai der Garten von seiner angezogenen Seite. Wer bei seinen Pflanzen besonders auf das Laub geachtet hat, wird selbst dann einen charaktervollen Garten erleben, wenn es mal nicht oder noch nicht blühen sollte. Durch die unterschiedlichen Laubtöne und vor allem -formen ist die Basis für das ganze Gartenjahr gelegt. Blüten sind dann die I-Tüpfelchen, die im Laufe der Saison für Abwechslung sorgen. Groß mit klein, rund zu spitz. In den asiatischen Gärten wird sehr viel Wert auf die Formensprache der Pflanzen gelegt. Habitus und Blattwerk nehmen eine zentrale Rolle ein. Was für die puristischen Kunstwerke Japans gilt, ist aber auch für jeden anderen Gartentyp bis hin zum wilden Cottage Garden sinnvoll. Mein Tipp: Schau dir vor dem Erwerb einer Pflanze nicht nur die Blüten, sondern auch ihr Laub an und kombiniere sie spannungsreich mit anderen. Entscheide dich überdies für …

Neu aufgepflanzt

Neue Pflanzen trotz Corona – mit Vorhandenem gestalten

Wenn du jetzt wegen der Corona-Krise nicht mehr zur Gärtnerei kommst oder sowieso weniger neu kaufen möchtest: Es gibt viel, was bereits im Garten vorhanden ist und zur Veränderung von Beeten genutzt werden kann. Über das Teilen von Stauden und Gestalten mit Sämlingen. Gehörst du auch zu denen, die sich in den letzten Wochen vom Schreibtisch in den Garten und wieder zurück bewegt haben, aber ansonsten wenig rumkommen können oder wollen? Dann geht es dir wie mir. Ich bin tatsächlich nur in meinem Mikrokosmos unterwegs und schaue, wie ich es mir mit Vorhandenem einrichten kann. Wir sind finanziell betroffen durch die Krise, also besinne ich mich auf das, was ich in den letzten Jahren, ach was: Jahrzehnten angehäuft habe. Was sich da alles an längst vergessenen Schätzen in den Schränken findet… Das wiederzuentdecken ist fast wie neukaufen. Selbst Pflanzen vermehren: Stauden und Gräser teilen. A pro pos: Auch im Garten kaufe ich jetzt erstmal nichts, sondern schaue, was mir die Natur anbietet, um ein neues Beet anzulegen oder bestehende zu verbessern. Die Stauden sind schon …

Frühlingssszene Lerchensporn

Farbenpracht durch Lerchensporn: schöne Sorten für den Garten

Ein bunter Teppich, der sich durch den Garten zieht: diesen webt im Frühling der Lerchensporn Corydalis. Eine Ode an die Farbenfreude. Wie hab ich mich gefreut, als der überall in Deutschland heimische und sogar oft am Straßenrand wachsende Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) plötzlich und unerwartet auch bei uns im Garten auftauchte. Hatte ich ihn mir im wahrsten Sinne des Wortes eingetreten? Oder waren Ameisen ihres Weges auch durch meinen Garten gezogen und hatten ein paar Samen fallen lassen? Egal: Hauptsache, er war da. Von Lerchensporn kann man meiner Meinung nach nämlich gar nicht genug im Garten haben. Lerchensporn als Stauden und Knollenblüher. Vom Lerchensporn (Corydalis) gibt es zwei Gruppen: die knollenbildenden und die staudigen Arten. Erstere erscheinen zusammen mit den frühen Narzissen, bedecken schnell große Flächen und ziehen dann wieder ein, um im nächsten Jahr wie von Zauberhand erneut für Farbe im Garten zu sorgen.  Daher stören sie auch in großer Anzahl überhaupt nicht. Es handelt sich bei ihnen um den bereits angesprochenen heimischen Hohlen Lerchensporn (Corydalis cava) in seinem hellen Violett sowie den Gefingerten …