Alle Artikel in: Floristik

Licht im Herbst

Hygge mit Spiegel, Lichtern und Blumenketten: der gemütliche Teil des Jahres beginnt

berlingarten macht Werbung! Kerzenschein und Blumen für gemütliche Stunden zu Hause: einfach an einen Spiegel kleben. Das bringt Licht in dunkle Ecken. Ich sag es ja ungern, aber die Tage werden kürzer. Selbst wenn wir uns alle doppelt für die Beibehaltung der Sommerzeit entscheiden, wird die Erde in ihrer Umlaufbahn keinen Umweg für uns einlegen und “Auf der Straße nach Süden” trällern. Wir werden uns einkuscheln müssen und ein Kerzlein anzünden. Und Blumen ins Haus holen, wenn wir frische Blüten um uns haben wollen. Spiegel bringen Licht in dunkle Ecken. Wir haben vorgesorgt und in einer dunklen Ecke unseres Esszimmers einen großen Spiegel anbringen lassen. Eine Tür, die wir nicht nutzen und in dessen Rahmen bisher ein Bild hing, wurde vom Glaser vollflächig mit einem Spiegel ausgefüllt. Nun ist es dort einerseits deutlich heller als zuvor und andererseits kann es losgehen mit hygge und gemütlich und cosy. Spiegel – egal ob maßgeschneidert oder ein schönes fertiges Modell – reflektieren eben so schön das Licht von Kerzen. Windlichter und Blumenketten an den Spiegel kleben. Seit ich …

Strauß Sterndolde

Serie Vasen: Sterndolden im Blumenübertopf

Wenn es heißt, Schnittblumen zum Essen auf dem Tisch zu dekorieren, wähle ich als Gefäß gern Übertöpfe – schließlich möchte ich Gäste oder Familienmitglieder noch sehen können. Blumenübertöpfe als Vasen finde ich genial: Man kann sie selbst mit üppigen Sträußen bei einem Essen gut in der Mitte des Tisches platzieren, ohne hinter dem Gegenüber zu verschwinden. Zum Beispiel für Sterndolden (Astrantia), Schleierkraut (Gypsophila) und Strandflieder (Statice) sind sie ein wunderbares Gefäß, das die Stiele auch ohne Blattwerk üppig und voll aussehen lässt. So edle Exemplare wie diesen Topf in klassischem Design findest du bestimmt auf dem Flohmarkt. Ich habe meinen, na klar, von Omi geerbt. Sie wäre erstaunt über sein zweites Leben als Vase, hatte sie doch immer Topfpflanzen darin. Aber ich bin sicher, sie würde es dennoch mögen. Zum Vergrößern die Fotos bitte anklicken. Ich verlinke meine Sterndolden zum Blog Holunderblütchen mit vielen schönen weiteren Sträußen an diesem Friday-Flowerday.

Ein Blumenstrauß aus Rose, Phlox, Wicke, Dost, Malve

Ein Blumenstrauß aus dem Juligarten

Kennst du das auch? Die Dämmerung bricht herein, der Hochsommergarten ist versorgt, hat Wasser und genügend Aufmerksamkeit bekommen und nun bist du langsam dran? Es soll mal gut sein mit dem Kümmern um andere? Jetzt heißt es, sich selbst eine Freude zu machen! Ich hole dann die Gartenschere heraus, schlendere durch die Beete und genieße den Augenblick. Hier einen Stiel und dort eine Blüte schneiden, einen Strauß zusammenstellen, der abwechslungsreich sein darf und wild, der den aktuellen Garten mit seinen typischen Blühern abbildet. Zum Start in dieses schöne Juliwochenende grüße ich dich mit einem duftenden Gartenstrauß aus Rose de Resht, Phlox, Malve, Dost, Wicke, Schmetterlingsstrauch, Molinia und Clematis. Ihm zu Füßen ein Hortensienzweig, der farblich harmoniert. Ich behalte den Strauß im Garten, denn was wäre ein Tisch mit dem Feierabendgetränk ohne einen kleinen Blumengruß? Ich verlinke diesen Strauß zu vielen anderen schönen auf dem Blog Holunderblütchen am Friday Flowerday.

Titel Wiesenblumensträußchen

Serie Vasen: Wiese am Fenster oder zarte Blüten in kleinen Fläschchen

Wiesenblümchen aller Art sind zauberhaft und sehen in kleinen Glasfläschchen wunderbar aus. Dann stört es auch nicht, wenn die einzelnen Stiele ganz unterschiedlich sind. Ich konnte nicht widerstehen: Als ich am Wochenende mit der Kamera eine Art Wiesensafari unternahm (zum Beitrag “Insektenparadies Wiese” geht’s hier), musste ich mir doch gleich ein kleines Souvenir mitnehmen. Ich liebe zarte Wiesenblumen im Zimmer. Sie haben eigentlich viel mehr Zauber als jede edle Blume vom Floristen! Wahrscheinlich sprechen sie das Unbewusste an, wie es war, als man der Mami ein Sträußchen pflückte. Ich kann es heute noch förmlich spüren, wie meine Händchen immer heißer wurden und die Blümchen schon langsam anfingen, die Köpfe schief zu legen, als ich das Sträußchen endlich meiner Mutter überreichen konnte. Sie stellte Gänseblümchen, Löwenzahn, Ehrenpreis, aber auch Giersch, Gras und was sonst dem kleinen Mädchen noch alles gefiel, schnell in eine Vase mit viel kühlem Wasser, rettete die Blumen und drückte mich ans Herz. Meine Mischung aus Storchschnabel, Schafgarbe, Gräsern und Samenständen fand ich für einen traditionellen Vasenstrauß zu unterschiedlich. Auch hatte ich nicht …

Ikebana Titel

Ikebana mit Iris, Rosen und anderen Frühsommerblumen

Am 3. Juni fand der Tag der offenen Gärtnen statt. Ikebana-Künstlerinnen der Sogetsu-Schule zeigten in der Villa Donnersmarck in Berlin  ihre Frühsommer-Kreationen. Iris so gesteckt, dass sie wie an ihrem natürlichen Bachufer-Standort wirken, Pusteblumenkugeln, die so vergänglich sind, hier aber stabil rostiges Eisen ergänzen, Gartenrosen, die, obwohl krumm und schief, charaktervoller als jede Rose aus dem Laden erscheinen: Schülerinnen der Ikebana-Lehrerin und Floristin Ulrike Vogler zeigten in einer kleinen, feinen Ausstellung kreative Gestecke mit Frühsommerblumen. Das passende Ambiente boten die zart gelb gestrichenen Räume der Villa Donnersmarck im Stadtteil Zehlendorf. Ich fühlte mich von den Exponaten wieder einmal inspiriert, klassische Denkmuster zur Verwendung und Verarbeitung von Blumen über Bord zu werfen. Die Ikebana-Gruppe zeigte, dass mit Sprühkleber, Kabelbindern, wettergegerbtem Holz, Klinker und Metall individuelle Kreationen entstehen können. Selbst verblühte Blüten wie die Päonie oder Kaffeestiele in Coffee-to-go-Geschirr überzeugten mit ihrer ganz eigenen Ästhetik. A pro pos Gefäße: Verblüffend ist immer wieder, dass Vasen, Becher oder Schalen, die ganz ähnlich auch bei mir im Schrank als vermeintlich „altmodisch“ versauern, durch den Minimalismus des Ikebana zeitgemäß und …

Orchideen topfen

Tipps zum Umtopfen von Phalaenopsis-Orchideen

Hast du Orchideen, die mit ihren Luftwurzeln immer unansehnlicher werden? Es wird Zeit fürs Umtopfen und die Wurzeln im Topf zu prüfen. Nach meinem beeindruckenden Besuch der Orchideenausstellung in der Biosphäre Potsdam (lies hier alles über Tipps und Tricks zu Orchideen), habe ich mich daran gemacht, meine große weiße Phalaenopsis umzutopfen. Ich hatte gelernt, dass Orchideen es überhaupt nicht mögen, wenn ihre Wurzeln lange feucht stehen und dass jetzt nach dem Winter die Ruhe- und Umtopfzeit beginnt. Also hab ich mir mein Exemplar vorgenommen, das auch wirklich zum Schämen schlimm aussah. Wie böse es allerdings um meine stets treu blühende Blume bestellt war, bemerkte ich erst, als ich die Wurzeln aus dem Topft befreit hatte und sichtbar wurde, dass sämtliche braun und verfault waren. Und das, obwohl ich die Orchidee nur einmal pro Woche getaucht hatte und immer alles Wasser abfließen ließ. Ich war ehrlich erschüttert über meine Nachlässigkeit. Das gesamte alte Substrat musste also weg, alle braunen Wurzeln schnitt ich ab. Es blieben tatsächlich nur noch die übrig, die vorher als Luftwurzeln außerhalb des …

Zimmerpflanzen für den Schatten – meine besten Praxistipps

berlingarten macht Werbung! Wie geht man als Zimmerpflanzen-Fan am besten mit dunklen Räumen um? Meine besten Tipps für Schattenpflanzen und Pflanzgefäße. Als ich an einem strahlenden Wintertag das erste Mal unsere Wohnung betrat, war ich begeistert: große Räume, toller Schnitt, schöne Altbaufenster. Wir konnten uns dem Vermieter gar nicht schnell genug als Interessenten aufdrängen. Als wir dann einzogen, fiel mir auf, dass sich die Fenster gar nicht kippen ließen. Und was war das? Sollten die schmalen Dinger da etwa Fensterbretter sein? Ich würde also keine Blumen auf der Fensterbank haben können. Auch die Freude an den turnenden Eichhörnchen direkt vor unseren Fenstern wurde gedämpft, als mir aufging: Wenn die hundertjährige Eiche und die Prachtstücke von Birken erst einmal belaubt sein würden, müsste ich nochmal auf ein paar Lux verzichten. Meine grünen Daumen fingen an zu schmerzen. Aber nach ein paar Jahren des Ausprobierens kann ich sagen: Mit dunklen Räumen kann man auch als Pflanzen-Freak gut zurechtkommen. Die Pflanzen, die du auf den Bildern siehst, stehen dunkel und sind alle schon älter (nur das Einblatt ist …

Mohn

Das Vergnügen und der Mohn

“Pleasures are like poppies spread, you seize the flower, it’s bloom is shed; Or, like the snow-fall in the river, a moment white, then melts forever.” [Robert Burnes, schottischer Dichter, 1759-1796] Sich entfaltender Mohn steht für mich für den besonderen Zauber des Augenblicks. Lasst uns all die wunderschönen und kostbaren, da flüchtigen Momente des Lebens in vollen Zügen genießen!   Die Fotos vergrößern sich durch anklicken. Ich verlinke diese Blüten zum Blog Holunderblütchen und anderen Frühlingssträußen.

Herz Valentinstag

Valentinstag: Blumenherz XXL

Manchmal darf es auch etwas größer sein, oder? Ich gestehe, dass bei uns das Thema Valentinstag erst eine Rolle spielt, seit ich Garten- und ja auch mehr und mehr Floristikbloggerin bin. Da möchte ich es nicht versäumen, euch den einen oder anderen Tipp mitzugeben. Also bekommt der Liebste eine blumige Liebeserklärung, die sich für euch leicht nachmachen lässt und die ihm auch auffällt. Ich habe nämlich so ein Prachtstück zu Hause, mit dem sich typischerweise solche Szenen ereignen: “Schatz, wie findest du mein neues Kleid?” “Neues Kleid? Wo? Das? Echt? Na ja, so hübsch wie alle andern.” Wenn er die florale Botschaft also auch verstehen soll, muss sie laut Hallo! rufen und sich deutlich von den normalen Sträußen abheben. Bist du einer der ca. 25 % männlichen berlingarten-Leser? Dann kannst du sicher auch eine Idee gebrauchen, wie du mit nur ein bisschen Bastelgeschick ein Valentinstagsgeschenk mit Wow-Effekt für deine Partnerin hinbekommst. Die Lösung für dich und mich: Ich habe ein großes rotes Herz aus Hartriegel gezaubert, den es gerade im Garten und auch bei jedem …

erster Vorfrühlingsstrauß

Erster Vorfrühlingsstrauß in weiß: Schneeglöckchen trifft Christrose und Alpenveilchen

Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen. Meister Eckhart (1260 – 1327) Die stillen Freuden meines Sonntagsmorgens: gestern gepflückte erste Schneeglöckchen und Christrosen sowie ein Alpenveilchen Cyclamen hederifolium, das schon seit Oktober auf meinem Balkon blüht. Die verschiedenen kleinen Kristallgläser unterstreichen die Zartheit der Blüten. Stacheldrahtblume bringt die herbe Note des Winters in die Szene, die weichen Weidenkätzchen sind dazu wiederum ein schöner Kontrast. Hab einen bezaubernden Tag, ich hoffe, auch bei dir zeigt sich schon das eine oder andere Blümchen! Ich verlinke die Blumen zum Holunderblütchenblog. Dort gibt es heute weiße Tulpen.