Jahr: 2018

Rosa Chrysanthemen

Mit Wow-Effekt: ein Strauß großblütiger Chrysanthemen

Viel schreiben kann ich zu diesem Strauß gar nicht. Ich freue mich einfach und sitze still vor den wuscheligen, großen, würzig duftenden Blüten. So schön wie edelste Päonien. Da sage noch einer, Chrysanthemen seien langweilig und altmodisch. Sie können – ganz ohne floristisches Geschick – traumhafte Sträuße ergeben, die wochenlang halten. Und da sie eben nicht so rasch verwelken wie viele andere Schnittblumen, lohnt es sich auch, sich ein paar Stiele mehr zu gönnen. In China und Japan gilt die Chrysantheme als königliche Blume und wird sehr verehrt. Traditionell ist sie ein Symbol für Glück und Gesundheit. Und wer kann dovon nicht jede Menge gebrauchen? Pflege von Chrysanthemen in der Vase. Saubere Gefäße und frisches Wasser sind natürlich Pflicht. Schnittblumennahrung ist immer eine gute Idee, es unterdrückt auch die Keimbildung im Wasser. Spätestens alle fünf Tage solltest du das Wasser erneuern und zwischendurch überprüfen, ob du ggf. nachfüllen musst. Die untersten Blätter müssen entfernt werden, damit sie nicht im Wasser hängen und faulen können. Ein glatter Anschnitt mit einem scharfen Messer ist beim ersten Arrangieren …

#herzBLATT: Fotoaufruf zur Ausstellung im Botanischen Garten Berlin

Werde Teil einer Ausstellung über Zimmerpflanzen des Botanischen Museums Berlin. Teilnahme bis 18.11.2018. Das Botanische Museum Berlin bereitet derzeit die nächste Sonderausstellung vor. Unter dem Titel „Geliebt, gegossen, vergessen: Phänomen Zimmerpflanze“ will die Ausstellung die emotionalen Facetten der ganz besonderen Beziehung Mensch-Zimmerpflanze beleuchten. Das Museum schreibt dazu: „Obwohl wir sie meistens übersehen, würden wir etwas vermissen, wenn es sie nicht gäbe. Zimmerpflanzen sind unsere täglichen Begleiter, sie sind duldsame Mitbewohner und stumme Zeugen unseres Lebensgefühls. Zimmerpflanzen spiegeln nicht nur unsere Innenräume, sondern auch unser Innenleben. Geschichte(n) zwischen liebevoller Pflege und gedankenlosem Konsum, präsentiert auf dem längsten Fensterbrett Berlins. Natürlich mit vielen Infos und Pflegetipps rund um die 50 populärsten Zimmerpflanzen.“ Du kannst mitmachen und dein Foto einsenden. Bebildert werden soll die Ausstellung u.a. mit Fotos von Menschen, die sich mit ihrem grünen Liebling ablichten und das Foto auf der Facebook-Seite des BGBM (Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin) posten. Zu gewinnen gibt es interessante Preise, hier findest du die Teilnahmebedingungen. Mein #herzBLATT: Dracaena ‘Lemon Lime’. Ich habe den Titel der Ausstellung für meinen Bildaufbau wörtlich …

Rot-goldene Chrysantheme mit Hagebutte

So bekommt die Chrysantheme Halt: arbeiten mit dem Steckigel

Warum Tierliebe auch für das Gestalten mit Blumen nützlich sein kann. Oder: das Arbeiten mit einem Kenzan. Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich schöne Blumen liebe, sie aber nur so arrangieren kann, wie mir die Amateurhände gewachsen sind. Ich probiere daher immer wieder aus, wie ich ohne viel Aufwand und mit nur kleinen Tricks ungewöhnliche „Sträuße“ gestalten kann. Bei meinem obligatorischen samstäglichen Wochenmarktbesuch fiel mir die prächtige Chrysantheme in gold-rot auf. Wer kann zu so einer Beauty schon nein sagen? Ich natürlich nicht. Kombinieren wollte ich sie herbstlich, aber nicht üppig. Eher zurückhaltend. Mir fiel als Vase ein gläserner Wasserkrug ein, den ich in diesem Sommer häufig für kühle Balkonabend-Getränke genutzt hatte. Von dem wollte ich mich zum Ende der Saison gebührend verabschieden. Stachelige Helferlein. „Ein Herz für Igel“ könnte auch überschrieben sein, wie ich es hinbekommen habe, dass die Chrysantheme kerzengerade in der Mitte des Kruges steht. Seit ich Ikebana mache, verwende ich fast für alle Sträuße die geheimen Helfer mit den langen Stacheln. Im Japanischen heißen sie Kenzan. Sie sind so …

Xenia erntet Quitten, berlingarten

Quitten – altes Obst neu in Mode

Über die späte Liebe zu einem tollen Baum mit köstlichen Früchten. Mit Gelee- und Sirup-Rezept. Quitten? Meine Erinnerung an lange Kindheitseinsätze in der Küche haben mir Jahrzehnte die Lust auf die schönen gelben Früchte verhagelt. Schwache Arme, stumpfe Messer und zentnerweise steinharte Quitten waren keine gute Kombination. Quittengelee? Damals stand ich mehr auf Nuss-Nougat-Creme. Als ich jedoch anfing, selbst begeistert zu kochen, änderte sich meine Einstellung. Und inzwischen kenne ich die richtigen Tricks und freue ich mich sehr, wenn sich Menschen wie der liebe Theo vom Gartenstammtisch melden, die von ihrer Ernte gern etwas abgeben. Bisher habe ich ja keinen Quittenbaum, träume aber längt von süß-saftigem Naschobst aus dem eigenen Garten. Der richtige Standort für den Quittenbaum. Die Quitte (Cydonia oblonga) ist ein attraktives Obstgehölz mit weißen, rosa oder apricotfarbenen Blüten und großen gelben Früchten. Diese erinnern von der Form entweder an Äpfel oder Birnen. Wer einen Baum pflanzen möchte, der unkompliziert ist und wenig Aufmerksamkeit braucht, hat mir ihr sein Traumgehölz gefunden. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein, da die Quitte aus dem …

Oktobergarten

Mein Gartenjahr Oktober: Es wird umgepflanzt

Wenn es den Oktober als Pflanzmonat nicht gäbe, müsste man ihn wirklich erfinden. Über einen traumhaften Herbst und einige neubepflanzte Beete im Garten. Der Oktober entpuppte sich als ein beinahe genauso feuriger Südländer wie schon seine Brudermonate April bis September. Hast du schon jemals so häufig wie in diesem Jahr zu deinen Liebsten gesagt: „Lasst uns diesen Tag nochmal so richtig genießen, es wird der letzte warme des Jahres sein“? Und dann kam noch einer und noch einer. Beinahe jeden Tag haben wir gefeiert. Zum Schluss immer ungläubiger, dass dies wirklich ein Oktober sein soll. Das Pflanzen von Stauden und Blumenzwiebeln war daher keine mühselige Arbeit mit klammen Fingern und Mütze tief im Gesicht, sondern ein sommerlicher Freiluftgenuss. Eher hieß es, nach wie vor darauf zu achten, dass am Ende nicht noch mehr vertrocknet. Staudenbeete neu aufnehmen. Nach einem Besuch im Karl-Foerster-Garten Anfang des Monats war ich voller Tatendrang nach Hause gekommen, einige Beete, die im Sommer gelitten hatten, völlig aufzunehmen und neu zu bepflanzen. Und braucht man nicht unbedingt viel mehr Astern und Chrysanthemen? …

Mohnkapseln - zu schön, um sie wegzuschneiden

Aufräumen im Garten oder alles natürlich vergehen lassen?

Nachdem Gartendesignerin Petra Pelz einen Beitrag zum Thema „Diese Pflanzen überstehen lange Trockenphasen“ (s.u.) hier auf berlingarten als Gastautorin veröffentlicht hat, konnte ich mich nun mit einer Gartenkolumne zur Frage „Den Garten zum Winter aufräumen oder nicht?“ bei ihr revanchieren. Wer hier schon länger mitliest, ahnt schon sicher, wozu ich pladiere. Aber schau doch ganz einfach unter dieser Überschrift vorbei: „Winterfest“ ist höchstens eine Vogel-Party …  

Titel 2 Vasen

Serie Vasen: schön im Doppelpack, zum Beispiel mit Astern und rotem Laub

Mehrere Vasen finde ich praktisch und von der Wirkung her super. Da ich Amateurin bin, erziele ich oft einen besseren Look, indem ich meine Blumen auf zwei Gefäße verteile. Wenn man hauptsächlich Material aus dem Garten verwendet, sind die Stiele auch oft unterschiedlich lang – wie hier bei meinen Astern, von denen ich Wurzelstücke neu aufgepflanzt und daher die Blüten zur Entlastung der Stauden abgeschnitten habe. Als Ergänzung zu den Astern setze ich ganz auf rot-violett. Das ist ein Tipp der Topfloristinnen, die gern mal auf das klassische Grün verzichten. In der Vase vereinen sich Perückenstrauch, Ligusterbeeren und Wilder Wein mit den Blüten der rosa Astern. Es entsteht, arrangiert in zwei Vasen, trotz der simplen Zutaten ein ungewöhnliches Bild. Das Vasen-Duo kann aus zwei identischen Modellen bestehen, es müssen aber keine eineiigen Zwillinge sein. Auch zwei oder mehr nur ähnliche Geschwister, größer und kleiner, hell und dunkel, dünn und mit Bäuchlein verstärken sich in der Wirkung. Hab viel Freude beim Experimentieren! Zum Vergrößern klicke die Fotos einfach an.   Ich verlinke den Strauß zum Holunderblütchenblog …

Senkgarten Karl Foerster

Inspiration Sichtungsgarten: ein Besuch im Karl-Foerster-Garten

Vor dem Einkauf von Pflanzen empfiehlt sich die Sichtung der bereits ausgewachsenen Arten und Sorten in einem schönen Schaugarten. Perfekt in der Pflanzenverwendung: der Karl-Foerster-Garten in Potsdam. Kennst du das auch? Eine Freundin empfiehlt dir, unbedingt Astern in deinem Garten zu pflanzen, um Insekten noch spät im Jahr reichlich Futter anzubieten. Aber beim Gärtner stehst du dann vor den kleinen Töpfchen und kannst dir überhaupt nicht vorstellen, wie sich die Sorten später entwickeln werden. Oder ein Bekannter schwärmt von seinem Lampenputzergras, mit dem du es nun auch einmal versuchen willst. Aber das Exemplar, das du dir zulegst, bleibt deutlich hinter den Schilderungen zurück. Einen Meter hoch und doppelt so breit? Nein, deins ist doch viel kleiner. Und hat kaum „Lampenputzer“. Da kann doch irgendwas nicht stimmen! Wenn dir das bekannt vorkommt, empfehle ich, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden und dir Pflanzen und Kombinationen erst einmal live und in Farbe in einem Schau- oder Sichtungsgarten anzuschauen und erst dann in die Planung und einkaufen zu gehen. Einsatz im Gartendenkmal. Mein Lieblingsort für gärtnerische Inpiration …

Obst formvollendet

Obst präsentieren: schön wie bei den Alten Meistern

Es gibt sie noch, die schönen Dinge. Wir sind sogar umzingelt von ihnen. Man muss sie nur wahrnehmen und zelebrieren. Viel Text braucht dieser Blogpost daher nicht. Ich möchte nur zeigen, dass man aus dem Alltäglichen auch etwas Besonderes machen kann. Unser Obst lege ich zum Beispiel nicht einfach so in eine Schüssel. Ich nehme jetzt im Herbst ein paar trockene Zweige und Blüten dazu und habe in Kombination mit unseren Vintage-Möbeln und einer extravaganten Schale ein Arrangement wie die Stillleben der Alten Meister. Sehen die Trauben, die Birne und der Apfel nicht wie Kunstwerke aus? Ich kann verstehen, warum im Barock das Genre, Obst, Silber, Leuchter und ähnliches zu malen, so populär wurde. Mehr Aufwand, als das Obst einfach so aus der Tüte plumpsen zu lassen, ist es auch nicht, mich in die Zeiten Vermeers & Co. zu versetzen. Aber meine Freude, zuzugreifen, die ist ungleich größer. Zum Vergrößern der Fotos klicke sie einfach an.

Pfeifengras Molinia

Berauschend: ein Garten mit Gräsern

Meine Gartenkolumne in der Oktober-Ausgabe der GartenSpaß handelt von der Schönheit der Ziergräser. Ein Garten ohne? Für mich inzwischen unvorstellbar. Als ich anfing, Gräser zu pflanzen, wurde aus einem schönen Garten ein sinnlicher Garten. Hatte ich mich bis dato bereits um die Schönheit fürs Auge und wo es sich anbot, auch um ein Dufterlebnis gekümmert, fehlte meinen Beeten der Ton. Sicher, die Vögel zwitscherten und bei stärkerem Wind hörte man auch die Blätter in den Obstbäumen, aber dieses beruhigende Rascheln, das sich schon beim leisesten Hauch ergibt, erlebe ich erst, seit sich die zarten Halme der hohen Ziergräser bewegen. Der bedeutende deutsche Staudenzüchter Karl Foerster sagte einst, Gräser seien „das Haar von Mutter Erde“ und ich kann sehr gut nachvollziehen, was er damit meinte. Gräser geben einem Beet Natürlichkeit, fügen Stauden und Gehölze zusammen, beruhigen das Auge. Der Anblick und das Geräusch von Gräsern scheint uns als Naturwesen gut zu tun. Und mit Ziergräsern gibt es tatsächlich auch das ganze Jahr etwas zu sehen und zu hören. Wenn bereits alle Blühpflanzen vergangen sind, bieten die …