Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gartenreportage

Reginas Bäume

Ein kleiner Reihenhausgarten und seine großartigen Bäume

Einen Reihenhausgarten geschickt gestalten: Mit besonderen Gehölzen und liebevollen Dekorationen hat Regina aus einem schmalen Reihenhausgarten ein stimmungsvolles Kleinod geschaffen. ”Ich liebe Bäume.” Regina sitzt im Schatten von Amberbaum und Schirmplatanen und genießt das Abendlicht. Ihr schmales, lang gestrecktes Reihenhausgrundstück von nur rund 400 Quadratmetern Größe hält sie nicht davon ab, eine Menge ihrer Lieblinge zu pflanzen. Im Gegenteil. Alle Fotos des Beitrags vergrößern sich durch Anklicken. Tipp zur Gestaltung eines Reihenhausgartens: In die Höhe gehen. Wo der Raum begrenzt ist, bietet sich ein Gärtnern in die Höhe an. Only the Sky is the Limit – oder Reginas Gartenscheren. Sie ist eine Meisterin des Formschnitts und wenn sie sich erst einmal die Finger zum Schutz mit Pflaster abgeklebt hat und zum Werkzeug greift, dann wissen Eibe, Thuja und Ilex, dass sie jetzt frisiert werden. “Mit einer ganz normalen Haushaltsschere geht das am besten. Man muss am Ball bleiben, denn die Gehölze sind ja Lebewesen und legen im Laufe der Saison zu. Und ganz wichtig: Die Schnittreste muss man anschließend gut aus den Köpfen rausschütteln. Sonst …

Durchblick zur Havel mit Baumbestand

Gartenreportage: Der Traum vom Leben am Wasser

Für die Einen ist eine neue Gartenpflanze der Margeritentopf vom Wochenmarkt. Für Klaus ist es eher ein Urweltmammutbaum. “Think big” ist seine Devise und so war ich letzten Sommer sehr gespannt auf meinen Besuch in seinem Garten. Gesehen hatte ich das etwas verlotterte Anwesen, bevor er es vor Jahren kaufte, und nun würde ich erleben können, was er in über einem Jahrzehnt aus dem 7.000 Quadratmer großen Wassergrundstück gezaubert hatte. Ich wurde nicht enttäuscht. Beeindruckende Immobilien hatten es Klaus schon immer angetan. Er war Besitzer einer Gründerzeitvilla in Westend, eines Anwesens in Südfrankreich, des Fontane-Schlosses Schloss Hoppenrade. Aber es blieb der Traum von einem Haus mit Garten am Wasser, der schließlich am Rande Berlins Wirklichkeit wurde. Das Grundstück ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Da ist zunächst die anspruchsvolle Topografie, denn hinter dem Haus fällt der sehr große Garten Richtung Havel steil ab. Der Boden ist sandig und wenig fruchtbar, zum Glück lässt sich das Grundstück mit Wasser aus der Havel bewässern. Alte Kiefern äppeln sekündlich große Mengen Zapfen auf die Rasenfläche. Und vor Klaus …

Terrasse mit Eisenkraut

Gartenumgestaltung: von der Wochenend-Datsche zum Lebensmittelpunkt

Herzlich willkommen in einem eleganten Garten vor den Toren Berlins. Hier gibt es kreative Ideen, empfehlenswerte Pflanzen und einen Rasen der Extraklasse. Kennst du diese Siedlungen in den schon nicht mehr so Neuen Bundesländern, in denen einstmals Datsche an Datsche stand und die inzwischen eine Melange aus Wochenendhäuschen und properen Eigenheimen sind? In den fortgeschrittenen sind die Straßen asphaltiert, in den langsamer erschlossenen die Pisten noch ein echtes Argument für einen Geländewagen. In genau so einem Ort wohnt ein lieber Freund mit seinem Mann. Angefangen hatte es mit der Sehnsucht nach einer Auszeit von der Stadt, der Vergrößerung des ‘Aktionsradius Balkon’ und der Möglichkeit, ein bisschen mehr Natur zu erleben. An einem besonders malerischen Brandenburger See wurde eine Datsche erworben und der Freiberufler sah sich schon vermehrt von hier aus arbeiten. Jetzt mussten nur noch der verwahrloste Garten auf Vordermann gebracht und das Häuschen aufgemotzt werden. Nur noch? Manchmal ist es besser, einen neuen Anzug zu kaufen, als an einem nicht passenden herumzuschneidern. Und so steht hier heute ein modernes Haus mit Vorzeigegarten. Haus und …

Üppige Blumenbeete

Isabels Garten: Kreativität am Potsdamer Kellertor

Herzlich willkommen im kreativen Garten einer leidenschaftlichen Pflanzenjägerin, die wohl in einem der bemerkenswertesten Häuser lebt… Stell dir vor, du wohnst in einem historisch so besonderen Haus, dass du einen Flyer drucken lässt und zur Mitnahme platzierst, damit sich die vielen neugierigen Passanten darüber informieren können. In so einem Haus lebt Gartenstammtischfreundin Isabel mit ihrer Familie. Das heißt, Isabels Garten können wir nicht ohne das Haus vorstellen. Die Kellertorwache war ein Wassertor am Stadtkanal der Residenzstadt Potsdam. Das schmucke Gebäude im frühklassizistischen Stil wurde genutzt, um die Steuer für über den Wasserweg eingeführte Waren einzunehmen. Nach wechselvoller Geschichte wurde das Haus im Zweiten Weltkrieg schwer geschädigt und 1960 abgebrochen. Isabel und Mann erwarben das Grundstück vor einigen Jahren und ließen es im Einklang mit dem Denkmalschutz als persönliches Wohnhaus wieder aufbauen. Hinter dem Haus liegen zur Havel eine kleine öffentliche Grünfläche und Isabels zauberhafter Privatgarten. Geheimtipp für Stand up Paddler: Es gibt über den Stadtkanal einen Zugang zur Havel. Jagen, sammeln, säen, gestalten. Wer hinter dem Haus mit den Säulen einen streng gegliederten formalen Garten …

Üppiges Beet mit Oleander, Rosen, Zierlauch

Garten einer Doppelhaushälfte: So üppig kann er schon im zweiten Jahr blühen

Willkommen zu einem Blick über den Zaun in Daniellas Garten eines Doppelhauses. Haus und Garten hat sie im letzten Jahr von den Voreigentümern erworben und den Garten mit ihren Lieblingspflanzen schon jetzt in ein Blütenmeer verwandelt. Hier erfährst du ihr Rezept für einen üppigen Look mit unkomplizierten Pflanzen. Sich immer wieder auf Gärten einzulassen, ist für Daniella nichts Neues. Vom großen bayerischen Garten mit perfekter Erde zum Berliner Balkon, zum Wochenendgrundstück im Brandenburgischen zur jetzt Doppelhaushälfte in Potsdam: Inzwischen kann Daniella genauso loslassen wie neu anpacken. Dass ihr kleiner Garten, den sie von den Vorbesitzern erst im letzten Jahr übernommen hat, schon jetzt wieder ganz nach Daniella aussieht, erstaunt mich bei meiner Gartenstammtischfreundin nicht. Sie weiß inzwischen, was “funktioniert”, bringt ihren Stil ein, den ich üppig-natürlich nennen würde, und hat gleichzeitig die Geduld und Erfahrung, auch erst einmal zu schauen, was einem Grundstück und Natur an Angeboten machen. Das Haus ist ein hübscher Klinkerbau mit Terrasse nach Süden, im Garten gibt es eine weitere Sitzgelegenheit, die durch einen neuen Zaun und Gehölze den nötigen Schutz …

Connis formaler Garten

Aus zwei mach eins: Connis beeindruckender Garten der Gärten

Ein Gartenrundgang durch einen Garten der Superlative: anspruchsvoll, vielfältig, ökologisch, schön. Willkommen bei Conni. Womit soll ich nur anfangen, wenn ich dir von Connis Garten erzählen möchte? Vom Rosengarten? Vom Wald- oder weißen Garten? Vom Küchengarten oder, ach nein, ich starte mit dem formalen Garten. Denn durch ihn habe ich Conni kennen und bewundern gelernt. Auf den ersten Blick könnte man bei Fotos von Connis formalem Garten denken, sie sende über ihren Instagram-Account freundliche Grüße von einem Ausflug in königliche Gärten: akurat gestutzer Buchs, üppig blühende Rosen, Bienengeschwirr im Lavendel. Dass das alles ihr eigener Garten und sie die Regentin ist: Donnerwetter. Es ist sogar nur das Entree zum Warmwerden – nämlich ihr Vorgarten. Die nachfolgenden Fotos zeigen ihn mit einigen von Connis Lieblingsrosen: die doldenblütige rosa Kletterrose “Giardina” am Obelisken (oben links), die englische Rose ‘Lady of Shalott’ (oben rechts in apricot) sowie die ‘La Villa Cotta’ (unten). Alle Galeriefotos dieses Artikels vergrößern sich durch Anklicken. Natürlich fragt man sich, wie sie es schafft, in Zeiten des Zünslers die Formschnittgehölze so gesund zu halten? …

Melanies Garten

Das Interview: Gartenaugenblicke mit Melanie in ihrem Riesenreich

In meiner Interviewreihe über Menschen mit Naturseele und grünem Daumen stelle ich dir heute Melanie vor. Beruflich und privat wächst und gedeiht alles bestens – sei es im landwirtschaftlichen Betrieb, im Weinberg oder in ihrem hektargroßen Garten mit empfehlenswerten Pflanzen, Hühnern und Schafen. Liebe Melanie, wir haben uns bei Instagram kennen gelernt, wo ich immer wieder begeistert bin von den Garteninhalten, die du teilst. Stell’ dich doch bitte kurz vor. Ich heiße Melanie Ebling, bin 41 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren Zwillingen in Friesenheim. Friesenheim ist ein kleines Dorf in Rheinland-Pfalz in der Nähe von Mainz. 2004 sind wir mit unserem Betrieb an den Ortsrand gesiedelt und leben nun inmitten von Weinbergen und Feldern. Ich selbst stamme auch hier aus der Gegend. Du gärtnerst nicht nur hobbymäßig leidenschaftlich gern, du hast auch beruflich mit der Natur zu tun. Was ist das alles? Nach dem Abitur habe ich zunächst Agrarbiologie studiert, denn als Kind aus der Landwirtschaft, war von Anfang an klar, dass ich in der Branche bleiben will. Nun bin ich …

Gartengedicht In Alexandras Garten

Gekonnte Gestaltung eines Schrebergartens: Alexandras Kleinod

Besuch in einem Berliner Kleingarten, der in Gartenräumen gestaltet ist – einer schöner als der andere. Wer vor der wogenden Blütenpracht steht und das Gartengedicht liest, kann sich nicht vorstellen, wie es hier noch vor fünf Jahren aussah. „Am Anfang war hier nichts“ – ja wenn es mal so simpel gewesen wäre. Als Gartenstammtisch-Freundin Alexandra die Parzelle in einer Kolonie im Berliner Südwesten übernahm, war klar: Hier war nicht nur nichts, worauf sich gärtnerisch aufbauen ließe, hier wuchs das Gestrüpp seit Ewigkeiten ungehindert, hier steckte der Boden voller Entsorgungssünden der ganzen Umgebung. Aber auf einen Garten in weniger desolatem Zustand warten? Das hätte bei den vollen Wartelisten noch Jahre gedauert. Also ran an die Arbeit, auch mit schwerem Gerät. Der Dschungel wurde gerodet, kubikmeterweise alter Boden ausgehoben und abgefahren, neuer ausgebracht. Am Ende hatte Alexandra sich wirklich eine freie Fläche erarbeitet, das Abenteuer Gartengestaltung konnte beginnen. Gartengestaltung lernen: per Kursus und Lektüre. Den Kopf voller Ideen, aber gärtnerischer Neuling, lieh sich Alexandra erst einmal allerlei Fachlektüre und buchte einen Gartengestaltungskurs. Die geschickte Aufteilung in Gartenräume …

Schrebergärten Sacrow-Meedehorn

Schrebergärten im UNESCO-Weltkuturerbe: ein Ausflug nach Sacrow-Meedehorn

Einen Garten beackern, zu dem man jahrzehntelang nur als Grenzgänger kam, der direkt am Ufer der Havel liegt und zum UNESCO Weltkulturerbe gehört – sowas Kurioses kann man wohl nur in Berlin bzw. Potsdam erleben. Ein Spaziergang durch die Gartenanlage von Sacrow-Meedehorn. Die Kürbisse glänzen im Sonnenlicht, rote Rosen umspielen historische Gartenlauben, auf der Havel tuckern die Schiffe vorbei, es lässt sich wunderbar spazieren: So erlebe ich die Kleingartenanlage in Sacrow-Meedehorn auf einem Ausflug vor die Tore der Stadt. 1930 wurde der “Landclub Meedehorn” auf der Havel-Halbinsel Meedehorn gegründet, um den Bewohnern der Großstädte Berlin und Potsdam einen Ort der Erholung in schönster Natur zu bieten. Baden, picknicken, angeln – herrlich. “Za krov” ist slawisch und heißt so viel wie “hinter dem Gebüsch”. Entlang des Ufers entstanden Fischer-, Boots- und Badehäuser. Das in der Mitte der Halbinsel liegende Ackerland wurde in Schrebergärten umgewandelt. Bewegte Geschichte der Halbinsel mit ihren Schrebergärten. Das Areal grenzt direkt an den zu Westberlin gehörenden Bezirk Kladow an, gehört aber zu Potsdam. Zu Zeiten der deutschen Teilung war die Halbinsel durch die Befestigungsanlagen …

mischkultur Krautkopf

Das Interview: Foodblogger Krautkopf über die Bedeutung ihres Gartens

In meiner Serie über spannende Menschen mit der Liebe zu Grün und Natur erzählen heute Susann und Yannic von Krautkopf über die Bedeutung, die ihr vor zwei Jahren angelegter Garten für sie und ihre Arbeit hat. Hey, Susann und Yannic, wie schön, dass wir bei euch auf die Teller und über den Gartenzaun schauen dürfen. Ihr betreibt sehr erfolgreich das Foodblog Krautkopf. Wie kam es dazu? Neben unserer Liebe zur Fotografie gehören Kochen und Essen zu unseren größten Leidenschaften. Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, unsere Fotos und Rezepte mit anderen teilen zu können. Als wir Krautkopf 2013 ins Leben gerufen haben, war uns allerdings noch gar nicht so richtig klar, was es bedeutet, zu bloggen. Dass prompt ein Austausch mit Lesern entstanden ist, hat uns ziemlich überrascht und natürlich auch motiviert, weiterzumachen. Nach einem halben Jahr kam die Anfrage für ein eigenes Buch und seitdem überschlug sich alles ein wenig. So wurde Krautkopf in den letzten Jahren, von einem bloßen Zeitvertreib neben unserem damaligen Beruf als Hochzeitsfotografen, zu einem beträchtlichen Teil unseres Lebens. Jahrelang …