Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gehölze

So lasst uns denn einen Zierapfel pflanzen

Mein Tipp für ein ganz besonders wertvolles Gehölz: Zierapfel Malus ‘Dark Rosaleen’. Soeben hat der Tag des Baumes stattgefunden, Anlass genug, euch ein Gehölz vorzustellen, das geradezu überirdisch schön ist: den Zierapfel ‘Dark Rosaleen’. Im April-Mai, je nach Witterung, ist er über und über mit dunkelrosa Blüten geschmückt, die süß nach Honig duften und ein Fest für Insekten, aber, wie man merkt, auch Katzen und Bloggerinnen sind. Im Herbst wird sich Dark Rosaleen mit ebenso vielen kleinen Äpfelchen schmücken, die wiederum bei Vögeln hoch im Kurs stehen. Besonders sind auch die Blätter: Sie changieren im Austrieb zwischen weinrot und rosabraun, was großartig mit den Blüten harmoniert. Später im Jahr wird es etwas vergrünen, um im Herbst in orange-rot förmlich zu glühen. Dark Rosaleen wächst wie hier als Großstrauch oder kleiner Baum und lädt etwas weiter aus, in der Höhe erreicht dieser Zierapfel fünf bis sieben Meter. Was für ein Blickfang! Bleibt zu erwähnen, dass dieser Baum sowohl mit Kälte als auch mit Hitze gut zurecht kommt. Gegen Schorf und andere Krankheiten ist er widerstandsfähig. Wenn …

Forsythie Zierjohannisbeere

Gehölzschnitt für Frühjahrs- und Sommerblüher: So geht es richtig

Enthält Werbung So bekommst du schöne Sträucher: alle meine Tipps zum Schnitt von Gehölzen. My Home is my Castle and my Garden my Paradise: Wie schön, dass es in diesen Zeiten unseren Garten gibt! Er ist im Moment Fitnessstudio, Biergarten und Seelentröster in einem. Also hab ich ordentlich in die Hände gespuckt, ein Trimming-Programm mit ordentlich Kniebeugen ausgesucht und mich um das gekümmert, was jetzt dingend ansteht: alle Reste des letzten Jahres abzuschneiden und wegzuhäckseln sowie mich um die Gehölze zu kümmern. Warum der Schnitt von Gehölzen sinnvoll ist. Warum schneiden wir Gehölze eigentlich? Sträucher sollen viele Blüten tragen und eine schöne Krone bilden, was wir bei einigen Frühlingsblühern und fast allen Sommerblühern durch den richtigen Schnitt beeinflussen können. Daher machen wir uns je nach Witterung ab Anfang des Jahres daran, die Sträucher ihrer natürlichen Wuchsform angemessen zu schneiden. Sehr radikale Maßnahmen bei Gehölzen, in denen Vögel brüten, sind aus Naturschutzgründen nur von Oktober bis März gestattet. Maßvoller Formschnitt ist jedoch erlaubt. Schnitt Sommerblüher. Es gibt aber sommerblühender Gehölze, für die jetzt der optimale Zeitpunkt …

japanische Bergkirsche

Frühlingszauber in jedem Winter: die japanische Bergkirsche

Ein Pflanzentipp für alle, die im winterlichen Grau ein rosa Zeichen setzen wollen. Mit Link zum Video. Kompliziert an der japanischen Berg- oder Winterkirsche Prunus subhirtella ‘Autumnalis’ ist nur ihr Name. Dieses Gehölz ist blühwillig, robust und kein bisschen zimperlich. Und es hat ein Alleinstellungsmerkmal, das für uns normalerweise wintergraugeschädigten Nordländer das eigentliche Plus ist: die Bergkirsche blüht wie ein Wunder zu einer Zeit, in der sich sonst kaum etwas im Garten regt – auch in normal kalten Wintern. Ich bin so von ihr in Bann gezogen, dass ich ihr nach einer Erwähnung in einem vorigen Artikel hier nochmal die Hauptrolle einräumen möchte. Die hat sie absolut verdient. Je nach Wetterlage bildet die Winter-Kirsche schon im November Vorblüten aus. Ein kurzer Kältreiz mit anschließender wärmerer Witterung reicht ihr, um in Blühlaune zu kommen. Im März steht sie dann in Hauptblüte – eine extrem lange Blütephase mit reichlich Nahrungsangebot für Insekten also. Wenn viele Blüten-Büschel geöffnet sind, sieht die Krone sehr lebendig aus, denn die einzelnen Blüten ändern ihre Farbe von rosa im Knospenstadium zu weiß …

Titel Wollpompons

Mit Wollpompons erblühen die Zweige

Bastle kleine Pompons aus Wolle und zaubere damit die ersten Blüten ins Haus. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Gerade habe ich winterblühende Gehölze vorgestellt – wohl dem, der die Möglichkeit hat, diese gleich zu pflanzen. Wer weder Zaubernuss noch Winterschneeball im Garten hat, kann sich aber auch selbst einen hübschen Hingucker-Strauß basteln. Mit Pompons aus Wolle! Neulich sah ich die Anregung bei der lieben Natalie von Schaeresteipapier in bunten Farben. Sofort dachte ich aber auch an meinen rosa blühenden Zierkirschentraum und bekam gleich richtiggehend Sehnsucht nach dem Hochfrühling. Aber: Warum lange greinen, wenn doch der nächste Wollladen gleich um die Ecke ist? Mit Baumwolle in reinem Rosa erblühen nun meine noch schlafenden Flieder- und Magnolienzweige im Zimmer und erfreuen mein frühlingssehnsüchtiges Herz. Wenn sie dann Farbe zeigen, nehme ich die Pompons ab und verstaue sie bis zum nächsten Wiedersehen in blütenarmer Zeit. Viel Freude beim Wickeln! Alle Fotos vergrößerst du durch Anklicken. Dann werden auch die Anleitungskommentare sichtbar.

Da blüht uns was: Gehölze im Winterkleid

In meiner Februar-Kolumne für die GartenSpaß stelle ich dir heute Gehölze vor, die im Winter blühen – und unserer Seele schmeicheln. Kennst du in der Werbung Plakatmotive, bei denen alles schwarz-weiß ist, nur das Produkt sticht in Farbe heraus? So kommen mir im Winter die blühenden Gehölze vor. Während im Garten sonst nur Weiß-, Grau- und Beigetöne vorherrschen, stehen die wenigen farbigen Blüten umso mehr im Mittelpunkt. Ich habe beobachtet, dass Menschen nicht ohne zu lächeln an ihnen vorübergehen können – und das finde ich wunderbar. Recht bekannt unter den frühen Blühern ist der Winterjasmin Jasminum nudiflorum. Strahlend gelb grüßt er ab Ende Dezember mit seinen Blüten, die von weitem an Forsythien erinnern. Er ist ein kletterndes Gehölz und eignet sich für Standorte an Mauern oder Pergolen, von denen er malerisch herabhängen kann. Auch habe ich ihn schon zur Begrünung von Hängen gesehen, wo er seinen Job als Bodendecker toll verrichtet.   Der Klassiker ist die Zaubernuss Hamamelis, die in goldenen Tönen von gelb bis rötlich blüht. Ich bewundere, wie dieser Strauch seine kleinen fadenähnlichen …

Oktobergarten

Mein Gartenjahr Oktober: Es wird umgepflanzt

Wenn es den Oktober als Pflanzmonat nicht gäbe, müsste man ihn wirklich erfinden. Über einen traumhaften Herbst und einige neubepflanzte Beete im Garten. Der Oktober entpuppte sich als ein beinahe genauso feuriger Südländer wie schon seine Brudermonate April bis September. Hast du schon jemals so häufig wie in diesem Jahr zu deinen Liebsten gesagt: “Lasst uns diesen Tag nochmal so richtig genießen, es wird der letzte warme des Jahres sein”? Und dann kam noch einer und noch einer. Beinahe jeden Tag haben wir gefeiert. Zum Schluss immer ungläubiger, dass dies wirklich ein Oktober sein soll. Das Pflanzen von Stauden und Blumenzwiebeln war daher keine mühselige Arbeit mit klammen Fingern und Mütze tief im Gesicht, sondern ein sommerlicher Freiluftgenuss. Eher hieß es, nach wie vor darauf zu achten, dass am Ende nicht noch mehr vertrocknet. Staudenbeete neu aufnehmen. Nach einem Besuch im Karl-Foerster-Garten Anfang des Monats war ich voller Tatendrang nach Hause gekommen, einige Beete, die im Sommer gelitten hatten, völlig aufzunehmen und neu zu bepflanzen. Und braucht man nicht unbedingt viel mehr Astern und Chrysanthemen? …

Edelginster Titel

Edelginster: Schmetterlingsblüten in Hülle und Fülle

Ein Gehölz zum auf die Knie fallen schön und dabei völlig unkompliziert – das ist Edelginster Cytisus scoparius. Täglich komme ich an einem Ginstergarten vorbei und ich muss dir jetzt mal diese tollen Sträucher zeigen! Ich bin wirklich verzaubert von der Pracht samt herrlichem Duft. Jedes der Exemplare ist von Anfang Mai bis in den Juni hinein von einer riesigen Zahl leuchtender Schmetterlingsblüten besetzt. Ich kannte ihn unter dem Namen Besenginster, finde es aber nur korrekt, dass er jetzt in der Regel als Edelginster gehandelt wird. Toll sehen besonders die drei zusammengepflanzten Sträucher aus. Je sonniger der Standort ist, umso intensiver wird die Färbung der Blüten. Der Besenginster kommt nämlich ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, Teilen Afrikas und dem westlichen Asien. Bei uns sieht er toll aus in Solostellung, gemischten Rabatten mit Stauden und Gräsern, Heide- oder Steingärten. Wenn du dafür sorgst, dass er genügend Licht bekommt, passt er auch in eine Hecke aus Blühsträuchern. Das finden dann nicht nur Spaziergänger wie ich, sondern auch Vögel attraktiv. Alle Fotos vergrößern sich durch Anklicken. Details. Wuchs: von …

Perückenstrauch Chinaschilf

Das hat Feuer: Garten-Finale in orange

Mit ihnen ist der Garten auch im November noch lebendig: Pflanzen in orange. Ein Plädoyer für Chrysanthemen, Kapuzinerkresse, Tagetes oder Zieräpfel in der Farbe lodernden Feuers. Ich weiß, ich muss mich richtig anstrengen, dir orange als Farbe schmackhaft zu machen. Orange ist bekanntermaßen für viele ein rotes Tuch. Und auch ich gestehe: Als rosa fände ich orange viel schöner. *grins* Warum eigentlich? Mir geht doch das Herz auf, wenn ich jetzt warm eingepackt in Fließjacke und Wollsocken durch die Gärten streife und mir aus den immer trister werdenden Beeten die letzten Blüten, Blätter und Früchte in orange entgegenleuchten. Und ich denke: Im nächsten Gartenjahr wird alles anders. Dann werde ich auf jeden Fall Kapuzinerkresse, Ringelblume und Tagetes pflanzen. Und vor allem finde ich orange Chrysanthemen reizvoll. Zum Blatt-Feuerwerk meiner Zierkirsche ‘Kazan’ wird es wunderbar aussehen, wenn darunter orange bzw. orangerote Gartenchrysanthemen wie Chrysanthemum Indicum Bienchen oder Schwabenstolz wachsen. Ich könnte sie mit der Komplementärfarbe blau zusammenbringen und den hohen Herbsteisenhut dahinterpflanzen. Ein Lampenputzergras davor – das wäre doch ein überzeugendes Bild. Und falls mich der …

Grünblaue Hortensie

Neue Hortensien: diese Sorten solltest du kennen

Hortensien: für viele die Lieblingspflanze schlechthin im Garten. Zu Recht, insbesondere, wenn man nicht nur einfach die nächstbeste Bauernhortensie shoppt, sondern bei den Sorten auf die besonderen achtet. Zartes Himmelblau, die Blütenblätter fluffig wie Schäfchenwolken an einem Junitag – das ist die Hortensie ‘Everbloom Blue Wonder’. Oder schau dir diese Hortensie an: Da sitzen bei ‘You & Me Miss Saori’ in den rosa Blüten mit weißer Mitte jeweils noch kleine Babyblütchen. Diese Hortensie wurde 2014 auf der Chelsea Flower Show als “Plant of the Year” ausgezeichnet – sie gilt damit als eine der 40 besten Pflanzen aller Zeiten. Und der Farbverlauf von ‘Himbeereis zum Frühstück’ wird auch in den Folgejahren verlässlich wieder genau so blühen und nicht irgendwann einfarbig altrosa daherkommen wie wahrscheinlich ein Großteil unserer bisherigen Hortensien im Garten. Die hier gezeigten Sorten habe ich auf der IGA Berlin 2017 kennengelernt, wo Züchter nur ihre ganz besonders schönen und gartentauglichen Hortensien zeigen (meine Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit). Sie sind alle mit mittlerem Wuchs sehr gut für die Kübelhaltung auf Terrasse und Balkon geeignet oder …

Geschwungene Wege durch Tetsjes Hortensiengarten

Hortensien-Liebe: ein Rundgang durch Tetsjes Garten

Tritt ein in die wunderschöne Welt der Hortensien, in Tetsjes Welt. Ich freue mich sehr, dass uns meine liebe Instagram-Freundin auf einen Rundgang mitnimmt und uns die vielen schönen Gartenräume und ihre liebsten Sitzplätze zeigt. Tetsje gärtnert im nördlichen Teil der Niederlande, in der Provinz Friesland. Ihr Garten ist rund 1.200 qm groß und in viele Bereiche und lauschige Ecken eingeteilt, die man auf verschlungenen Pfaden durchstreifen kann. Es gibt buchsbaumgefasste Beete, kleine Rasenflächen und dekorierte Sitzplätze. Säulenförmige Gehölze wie Thujen, Eiben oder efeubewachsene Stämme sorgen für Höhe. Durch die feste Struktur wirkt der Garten das ganze Jahr attraktiv, selbst im Winter, wie die Foto eindrucksvoll zeigen. Dass der Garten mit viel Liebe gestaltet, gehegt und gepflegt wird, spürt man sofort. Tetsje sagt: “Als ich ein kleines Mädchen war, war ich immer mit meiner Oma bei der Gartenarbeit. Sie war meine beste Freundin. Sie lehrte mich viel vom Garten. Ich liebe die Natur und dass ich so viele Vögel in meinem Garten habe.” Ganz besonders begeistern mich die Fotos ihrer Hortensien, seit ich Tetsje das …