Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lenzrosen

Winterbalkon

Winterglück oder es ist nie zu spät für einen schönen Balkon

berlingarten macht Werbung. Ist der Balkon attraktiv, ist die Gärtnerin glücklich. Und der Vogel satt. Daher wurde es Zeit, mich draußen um Töpfe und Kästen zu kümmern. Ist im Garten weniger zu tun, muss die ganze grüne Energie irgendwo sinnvoll hinfließen können. Im Frühjahr habe ich meinen Balkon zum Genussbalkon gestaltet – mit jeder Menge frischer Kräuter in Blumenampeln sowie leckeren immertragenden Nascherdbeeren. Nun Ende November blühten zwar immer noch Erdbeeren und Glockenblumen in den Kästen, aber die Kräuter brauchten mehr Wärme, um ihr Aroma entfalten zu können. Der Lack war irgendwie ab. Zuerst kamen die Erdbeeren an einen weniger prominenten Platz als vorn an der Brüstung. Sie werden an einem geschützten Plätzchen überwintern dürfen. Die Kräuter landeten entweder in der Küche oder auf dem Kompost – die Saison war lang und ergiebig. Es wurde Platz frei für einige schöne Töpfe mit vorgetriebenen Pflanzen und eine winterlich stimmungsvolle Wandgestaltung. Tipps für Balkonpflanzen im Winter. Die Stars der Bepflanzung sind die drei prächtigen Lenzrosen ‘Ice n’ Roses red’, ‘Ice n# Roses white’ sowie ‘Cheryl’s Shine’. Eingepackt …

Laube Schrebergarten

Mein Gartenjahr November: Lenzrose trifft Sommerblume

In diesem Jahr der wetterextremen Monate will natürlich auch der November nicht zurückstehen. Es wäre ja noch schöner, sich jahreszeitengemäß zu verhalten. Bis zum 16. November träumte er noch, er sei ein September und sprühte nur so vor Lebensfreude bei deutlichen zweistelligen Temperaturen und Sonne satt. Da fühlte sich dann auch die Lenzrose schon herausgefordert und war sichtlich begeistert, was im Garten alles abgeht, während sie normalerweise noch vor sich hindämmert. Dahlien – was für dralle Dinger. Chrysanthemen – einfach nur wow. Der erneute Austrieb des Staudenknöterichs – sie traute ihren Augen nicht. Ich hoffe, dass sie nicht zu deprimiert ist, dass diese Begegnungen nun Vergangenheit sind. Es folgten zehn graue Tage, die zwar kaum Regen brachten, aber Temperaturen unter zehn Grad und Hochnebel den ganzen Tag. Und was mache ich? Fange nach wenigen Tagen an zu meckern. Statt dankbar über den längsten aller mir erinnerlichen Sommer zu sein, lamentiere ich über den nun einsetzenden Herbst. Mein Biorhythmus ist eben genauso durcheinander wie der meiner Lenzrose. Nichts mehr tun im Garten? Nein! Eine dicke Jacke …

Elfenkrokusse Rasen

Mein Gartenjahr März: Frühlingsgefühle und eisiger Ostwind

Der Start in den März ist deutlich winterlicher als der in den Februar. Der Frühling im Rückwärtsgang. Russenpeitsche – was für ein bildhaftes Wort. Und was für ein garstiges Gefühl auf der Haut nach schon so viel lauer Frühlingsluft. Bei uns war es Ende Februar tatsächlich so, als würde Wladimir höchstselbst mit einer neunschwänzigen Katze durch den Garten marschieren. Alle bis dahin schon so munteren Pflänzchen duckten sich eilig oder legten sich mal gleich auf den Boden. Dabei ist das Wort natürlich hochgradig politisch inkorrekt und Meteorologen hätten gern den Ausdruck “arktische” oder “sibirische Kaltluft”. Aber das wäre ja viel zu zahm für die -15 Grad, die wir Anfang März nun plötzlich haben. Was hätte Oma so schön gesagt, als ich im Februar-Beitrag schon Latte-Macchiato-auf-der-Terrasse-gefühlig vom mildesten Winter ever schrieb? “Kind, das dicke Ende kommt noch.” Oma wusste Bescheid. Wobei: Ich hab mal geschaut, wie die Wetterexperten zum Start des meteorologischen Frühlings am 1. März den vergangenen Winter analysiert haben: Der Winter 2017/2018 war tatsächlich mild. Bezogen auf das Mittel mit +1,4 Grad zu warm. …

Lenzrose Januar 2018: Pretty Ellen Pink

Mein Gartenjahr: Januar 2018

Hallo 2018, herzlich willkommen zu einem neuen gemeinsamen Gartenjahr! Du hast Silvester nett verbracht? Ich freue mich, dass du gleich bei mir reinschaust – so fängt das Jahr trotz eines leichten Brummschädels sehr schön für mich an. Für 2018 habe ich mir vorgenommen, ganz regelmäßig meinen Garten zu zeigen. Immer mal wieder habe ich gehört, dass ich da besser werden kann und so heißt es ab jetzt zu jedem neuen Monat Tag der offenen Gartenpforte bzw. Mein Gartenjahr. Auf geht’s: Ich zeige dir, was im berlingarten los ist, und juble dir als “Januar 2018” gleich Kalenderwoche-52-Bilder von 2017 unter – aber so ist das halt bei einem Erscheinungstermin 01.01.2018. Der Dezember 2017 war in Berlin außergewöhnlich mild. Starker Frost oder Schnee? Nö. Silvester bei 13 Grad? Krass. Mein Balkon ist inzwischen ein 3-Generationen-Ort: Gemütlich und attraktiv stehen Geranien, Erika, Zierkohl und Christrosen beieinander.   Im Garten konnte ich zwischen Weihnachten und Silvester noch meine jüngst erworbenen Blumenzwiebel-Schnäppchen einbuddeln. Bei 1 Euro pro riesiger Allium-Zwiebel bzw. ganzer Zwiebeltüte füllte sich der Warenkorb schneller, als der Verstand …

Zierkirsche Prunus subhirtella 'Autumnalis'

Das Jahr der zwei Frühlinge

Die längste Nacht haben wir schon hinter uns. Gleichwohl ist das Rosa noch kitschig. Raureifbilder? Fehlanzeige. Die Winterlinge tun es der Sonne gleich und strahlen in sattem Gelb. Unsere Stare bleiben bei uns, überwintern ist heuer das falsche Wort.  Das da sind tatsächlich Rhododendren, die den Wald wie im Märchen wirken lassen. Im März hatte ich sie genau so gesehen und hier als Sensation publiziert. Die Himmelsschlüsselchen sogar erst Ende April. Die Freundinnen bei Instagram verblüffen mich und posten Lenzrosenblüten mit Bienen im Pollenrausch. Der Dezember 2015 kann es an Wärme mit den Oktobertagen aufnehmen, als Spaziergänger und Gärtner kommst du sehr auf deine Kosten. Ich verdränge den Gedanken an verfrorene Blüten und erfrorene Zweige in kommender Kälte und genieße den Augenblick. Alle Fotos – sie wurden ausschließlich an den Weihnachtstagen 2015 aufgenommen – vergrößern sich durch anklicken.

Crocus thomassinianus

Vorfrühling ist der schönste Frühling

Wie haben wir uns alle danach gesehnt: nach milderer Luft, zarten Farben, Bienengesumm und dem ersten Kaffee draußen in der Sonne. Es ist soweit, Winter war gestern. Vorfrühling ist der schönste Frühling. Man läuft durch den Garten und will sie förmlich aus dem noch nackten Boden herausschauen: die ersten Zwiebelblümchen. Bei uns sind die Winterlinge immer die ersten. Es folgen Schneeglöckchen und Krokusse. Besonders angetan haben es mir die Elfenkrokusse Crocus thomassinianus. Wahrscheinlich allein des Namens willen. Der Vermehrung auf die Sprünge helfen. Über Jahre hinweg habe ich alles dafür getan, dass aus den anfänglich kleinen gelben, weißen und violetten Tuffs große Matten wurden. D.h. ich bin selbst bei klirrender Kälte auf dem Boden herumgerobbt und habe beim Erscheinen der hübschen, an Harlekin-Kragen erinnernden Winterlingsblättchen diese gaaanz vorsichtig aufgenommen und an freie Stellen gesetzt, die ich per Kamera im vorigen Spätwinter festgehalten hatte. (Später, wenn Samen angesetzt sind, kann man die natürlich auch abgreifen und einfach an andere Stellen werfen.) Und Schneeglöckchen geteilt und verpflanzt, sobald die Blüte sich dem Ende näherte – “in the …