Gartenkurs Beetplanung: Vom Rasen zum romantischen Wellenbeet
Wie aus einer großen Rasenfläche ein rhythmisches Staudenmeer entstand – und warum ein Gartenkurs zur Beetplanung der entscheidende Unterschied war.
Walli ist eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und genau weiß, was sie will. Eine, die Berge versetzen kann, wenn es sein muss, und sich nicht mit halben Sachen zufriedengibt.
So lernte ich sie als Teilnehmerin meines Gartenkurses zur Beetplanung kennen. Schnell wurde klar, dass sie eine ziemlich große Aufgabe vor sich hatte.
Als sie das Haus mit großem Garten kaufte – viel Rasen, ein paar Bäume – war da sofort dieses innere Bild: ein romantischer Garten mit Gehölzen als ruhigem Gerüst und üppigen Stauden, die lange blühen. Beete mit Raffinesse. Ein Wohlfühlgarten am Wasser.
Nach einigen Häusern und Höfen in ihrem bewegten Leben zwischen Denkmalschutz und Pferdesport sollte es nun ein Garten sein, in dem sie mit ihrem Partner zur Ruhe kommt.
Nur zwischen Vorstellung und Umsetzung lag eine sehr große Fläche.

Große Beete verzeihen kein ungefähres „Das gefällt mir auch noch“. Sie verschlingen Budget und zeigen sofort, wenn Planung und Struktur fehlen.
Walli kannte Pflanzen und hatte eindeutige Lieblinge. Was sie brauchte, war ein einfaches System, das aus Einzelpflanzen ein stimmiges Ganzes macht.
„Im Kurs habe ich gelernt, wie man mit dem richtigen Vorgehen für einen tollen Rhythmus sorgt. Diese Wellen – wir nennen sie die Xenia-Wellen – machen den Unterschied“, sagt sie heute schmunzelnd.
Selbst ihre Nachbarin, eine professionelle Gartengestalterin, fragte im Sommer: „Wie hast du das denn hinbekommen?“ – Gibt es ein schöneres Lob für ihren Einsatz?
Die Ausgangssituation: Viel Platz, viele Ideen – aber kein stimmiges Ganzes.
Am Anfang war vor allem ein in die Jahre gekommener und von Baumaßnahmen geschundener Rasen. Viel Fläche, viel Möglichkeit.
Walli legte ein erstes gerades schmales Beet an und pflanzte einige Sträucher, die sie aus vorigen Gärten zusammentrug oder in die sie sich in ihrer Lieblingsgärtnerei verliebte. Es war nicht falsch, aber es entstand nicht das romantische, überbordende Gartenbild, das sie sich wünschte. Es war an der Zeit für einen Gartenplan zur Visualisierung ihrer Träume. Und genau den zeichnete eine Freundin für sie. Klar wurde: Sie brauchte mehr organische Formen, mehr Platz für die Beete, mehr romantische Pflanzen, die bei ihr gut gedeihen würden. Aber welche? Und wie viele?
Die Bilder vergrößern sich durch Anklicken.
Der Wendepunkt: Ein Gartenkurs zur Beetplanung als fehlendes Puzzlestück.
Es kam mein Gartenkurs zur Beetplanung BlütenGarten ins Spiel: einfache Erklärungen, ein verständliches Planungssystem und kuratierte Pflanzenlisten mit bewährten Superblühern, die im realen Garten funktionieren.
Walli entschied sich für die begleitete Premium-Variante mit Live-Calls und persönlichem Feedback. Die Inhalte sind identisch mit dem Selbstlernkurs, aber sie wollte die Sicherheit, ihren konkreten Plan gemeinsam zu prüfen und Feedback von mir zu bekommen.
Im Kurs erhielt sie Einblick in die einfache Beetplanung mit System und hatte Aha-Erlebnisse in Bezug auf Kombination und Struktur.
- Wie entsteht Rhythmus?
- Wie sorgt man für den nötigen Wow-Effekt?
- Wie integriert man bestehende Pflanzen?
Und Schritt für Schritt war da nicht mehr nur eine große Rasenfläche, sondern ein Pflanzplan mit robusten, lange blühenden Pflanzen, die zu Wallis Wünschen und ihren individuellen Bedingungen passen.

Erster Entwurf
Vom Plan zur Fläche: Schritt für Schritt umgesetzt.
Die nun konkrete Idee ihres Blütenmeeres setzte bei Walli und ihrem Partner eine enorme Power frei. Denn nach den gemütlichen Treffen gemeinsam im Kurs kam nun der sportliche Teil der Sache, der sich über einige Wochen hinzog.
Zuerst wurde Rasen abgestochen. Mit dem Gartenschlauch legte Walli die geschwungenen Linien aus, prüfte Proportionen und passte die Schwünge an. Als die Form stimmte, markierte sie die Kanten mit leuchtendem Markierspray (ihr persönlicher, genialer Tipp). Danach wurden die Rasensoden sauber entfernt. Fürs Wohlbefinden kam ein Plätzchen für einen Hängesessel dazu.
Zur Vorbereitung auf die Pflanzung wurde die Fläche gelockert und mit Mutterboden aufgefüllt.
Endlich – es war schon Herbst geworden – war Shopping-Time!
Gemäß ihrer Planung kaufte sie gezielt ein und stellte alle Töpfe im Beet auf. Clever: Die Unterteilung der großen Fläche gemäß den „Wellen“. Es wurden Abstände geprüft und als alles stimmte, wurde gepflanzt. Zu guter Letzt kam Rindenmulch auf die nackte Erde und damit dieser dem Boden nicht zu viel Stickstoff entzieht, sorgte Walli vorher mit der Gabe von Hornspänen für einen guten Ausgleich.
Frisch eingesetzt wirkte alles klein. Aber der Plan dahinter war stark.
Von zartem Anfang zur sommerlichen Explosion.
Der Frühling im letzten Jahr war kühl und regnerisch. Die Stauden wirkten zurückhaltend, fast verloren auf der großen Fläche.
Wir blieben ruhig. Geduld war Teil des Plans und Garten heißt warten.
Ab Juni veränderte sich das Bild beinahe wöchentlich. Die Pflanzgruppen wuchsen zusammen, die Fläche schloss sich. Rosa Blüten tauchten wiederkehrend auf und verbanden die Beetbereiche. Jetzt wurden die „Xenia-Wellen“ sichtbar: üppig, aber nicht chaotisch. Überbordend, aber mit Struktur.
Der Platz mit dem Hängesessel wurde ein immer beliebterer Ort zum Schauen, Entspannen und Genießen. Selbst im Spätherbst blieb die Struktur erhalten und das Beet wirkte bis in den Dezember hinein lebendig.
Aus einer Öde zwischen Haus und Wasser war ein Gartentraum geworden und wird gemäß Gartenplan immer weiter reifen. Ich bin sehr stolz auf Walli und freue mich, dass ich immer mal wieder von ihr höre und an den Entwicklungen weiterhin teilhaben darf.
Wallis Garten im August, die Pflanzen sind inzwischen etabliert:
Impressionen aus dem Garten von Oktober (Pflanzung geschlossen) über Ende November bis Mitte Dezember (immer noch schön):
Exkurs: Funktioniert Wallis Vorgehen nur bei großen Gärten?
Nein.
Große Flächen zeigen besonders eindrucksvoll, dass sich Planung auszahlt. Doch das System ist nicht von der Quadratmeterzahl abhängig.
- Struktur entsteht durch ein Gerüst.
- Rhythmus durch Wiederholung.
- Ruhe durch klare Pflanzgruppen.
Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, hinterlasse wie immer gern einen Kommentar. Die Rückmeldungen der Community sind das Gold des Blogs. :-)
Häufige Fragen zu BlütenGarten, dem Gartenkurs zur Beetplanung.
Copyright Fotos: Ein herzliches Dankeschön an Walli fürs Zeigen des Garten- und Beetplans sowie die Fotos zur Entstehung des Beetes. Ich durfte vor Ort die Motive aus dem August und November fotografieren.
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