Idee, Rezept
Kommentare 4

Unreife Feigen? Köstlich in Sirup!

Feigen eingelegt

Du hast einen Feigenbaum, aber deine Feigen werden nicht reif? Lass die grünen Früchte nicht am Baum vergammeln, sondern koche sie in Sirup ein. Hier kommt das Rezept.

Wir päppeln seit Jahren einen Feigenstrauch im Garten. Es ist die Bayernfeige ‘Violetta’. In diesem Jahr hatte sie besonders viele Fruchtansätze und wir konnten zum ersten Mal eine reife Feige vom eigenen Strauch naschen. Eine! Alle anderen Früchte blieben grün – wie immer. In diesem Jahr habe ich dennoch alle geerntet, da mich eine Instagram-Leserin darauf gebracht hat, grüne Feigen in Sirup einzukochen. Bingo! Das kenne ich ja aus Griechenland-Urlauben, dort genießt man eingelegte grüne Feigen mit Joghurt. Lecker!

Reife Feige

Die einzige reife Feige

Zutaten für grüne Feigen in Sirup.

  • 500 Gramm grüne Feigen
  • 750 Gramm Zucker
  • 250 ml Wasser
  • Saft einer Zirone
  • Zimtstange
  • Gummihandschuhe zum Schutz der Hände vor klebrigem weißem Milchsaft

Zubereitung eingelegter Feigen auf griechische Art.

Außer den Früchten sind alle Teile des Feigenbaums giftig. Auch unreife Früchte gelten als leicht giftig und sollten nicht roh verzehrt werden. (Aber keine Angst, nach dem Kochen ist alles gut – auch Bohnen muss man erst kochen, bevor man sie isst.) Aus diesem Grund starten wir mit dem doppelten Kochen der Früchte.

  1. Handschuhe zum Schutz vor eventuell austretendem Milchsaft anziehen. Feigen am Boden kreuzweise einritzen, mit einem Schaschlikspieß einpieksen. So kann später der Sirup gut in die Früchte eindringen.
  2. Feigen im Topf mit Wasser bedecken, 15 Minuten kochen, Wasser abgießen. Abschrecken.
  3. Vorgang wiederholen.
  4. Nun Sirup aus Zucker und Wasser (s.o.) aufsetzen, 15 Minuten mit den Feigen kochen lassen, dann Herd ausschalten und Früchte im Sirup für einen Tag stehen lassen.
  5. Feigen aus dem Sirup nehmen, Zimtstange zum Sirup geben und so lange kochen, bis er schaumig und dicklich wird. Das kann 20 bis 30 Minuten dauern.
  6. Feigen und Zitronensaft zugeben und 5 Minuten weiterkochen.
  7. Alles in ein Schraubglas geben. Möglichst darauf achten, dass der Glasrand trocken bleibt, denn der Sirup ist klebrig.

Alle Fotos vergrößern sich durch Anklicken.

Die Feigen sind eine wunderbare Nachspeise mit Joghurt oder Eis, aber auch lecker als klassische Wodka-Feige. Guten Appetit oder Prost! Wenn du noch Tipps zu Feigen hast, freue ich mich wie immer über deine Kommentare!

 

4 Kommentare

  1. Christine sagt

    Hallo Xenia,
    wir haben ja gerade erst Haus und Garten aufgegeben und sind nach Hamburg gezogen.
    Ich hatte einige Jahre eine selbstfruchtende Mini-Feige – in einem großen Pflanzkübel am Spalier. Die Früchte habe ich immer erst kurz vor dem ersten zu erwartenden Frost geerntet.
    Gewaschen, Stiel und Blütenansatz entfernt und dann portionsweise eingefroren.
    Auch die noch sauren schmeckten lecker als Marmelade/ Konfitüre – Gelierzucker 2:1 –
    in Verbindung z.b mit Banane, Ananas oder Pfirsich (Kiwi: Banane im Verhältnis 3:1).
    Ich bereite immer nur kleine Portionen in kleineren Gläsern in der Mikrowelle zu –
    praktisch, und immer frisch.
    Liebe Grüße – nun aus Hamburg –
    Christine
    P. S. ich habe auch nach Möglichkeit Blätter, die die Früchte verdeckten, abgeschnitten,
    sobald die anfingen zu welken, dann konnte die Sonne besser einwirken.

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Christine,
      ganz lieben Dank für deine wertvollen Tipps, die sicher vielen Leserinnen und Lesern Anregung sind! Die Kombination mit den genannten Früchten klingt köstlich.

      Beste Grüße in den Norden!

  2. Das ist ja eine tolle Sache! Eine gute Möglichkeit, unreife Früchte zu verarbeiten. Ich hatte dieses Jahr nur Cocktail-Tomaten, die nicht reifen wollten. Die drei Früchte habe ich allerdings irgendwann entsorgt. Habe mich mal wieder ziemlich über meinen nicht vorhandenen grünen Daumen in Sachen Gemüse geärgert. Naja… wir werden wohl nie Freunde werden.
    Viele Grüße von
    Margit

  3. Im Ernst?!
    Ich schicke grad den Hilfsgärtner raus um zu sehen ob es immer noch grüne Feigen am Baum hat.
    Wir haben zwar ordentlich ernten können und haben uns über jede Frucht gefreut.
    Neu haben auch die Vögel die leckeren Früchte für sich entdeckt, so dass viele leider schon angefressen waren.
    Danke für den Tip und en gueti Zyt.
    Grüess

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.