Garten
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Aufräumen im Garten oder alles natürlich vergehen lassen?

Mohnkapseln - zu schön, um sie wegzuschneiden

Nachdem Gartendesignerin Petra Pelz einen Beitrag zum Thema “Diese Pflanzen überstehen lange Trockenphasen” (s.u.) hier auf berlingarten als Gastautorin veröffentlicht hat, konnte ich mich nun mit einer Gartenkolumne zur Frage “Den Garten zum Winter aufräumen oder nicht?” bei ihr revanchieren.

Wer hier schon länger mitliest, ahnt schon sicher, wozu ich pladiere. Aber schau doch ganz einfach unter dieser Überschrift vorbei: „Winterfest“ ist höchstens eine Vogel-Party

 

9 Kommentare

  1. Brigitte sagt

    ich habe in Berlin einen Schrebergarten und das Einzige was winterfest gemacht wird, ist Wasser abstellen, Geräte säubern und meine Laube aufräumen. Ich liebe alte Blumensorten und Pflanzen und bin immer auf der Suche. Mein Herz erfreut es, wenn ich das ganze Jahr Schnittblumen habe, auch getrocknet. Letzte Woche habe ich Karton auf der Wiese ausgebreitet und Laub daraufgepackt, da ich nächstes Frühjahr ein neues Blumenbeet anlegen will, ohne einen Finger zu krümmen, meistens ist auch alles verrottet und der Mikroorganismus bleibt erhalten. Was mir jetzt noch fehlt, ist jemand, der mir einen Bienenstock in Garten stellt und sich darum kümmert, Imkern möchte ich nämlich nicht auch noch anfangen, aber Bienen und auch Erdhummeln fühlen sich in meinem Garten puddelwohl und das ist das Wichtigste! Viele Grüße, Brigitte

  2. Walter Eichmann sagt

    Hallo Xenia, herzlichen Glückwunsch zu deinem Blog: eindrucksvolle Fotos, interessante Themen und eine federleicht elegante Sprache! Zum Thema Rosenschutz allerdings eine etwas konträre Meinung. Unser Garten liegt zwischen Bremen und Hamburg, also im gemäßigten Küstenklima.Er ist aufgrund unserer anfänglichen Sammelwut reich an Rosen, v.a. englischer und historischer Herkunft. Im Winter 2012, der eine sehr lange späte Kahlfrostperiode mit sich brachte, verloren wir ein Drittel unserer Rosen durch den Frostschäden geschuldete Wurzelkropferkrankungen. Einige Rosen überlebten zwar, erholten sich jedoch nicht mehr wirklich. Also, Rosenschutz ist nicht unbedingt verzichtbar!
    Viele Grüße, Walter

    • Berlingärtnerin sagt

      Lieber Walter,

      ganz lieben Dank für deine Rückmeldung, die mich von Herzen freut. Diskussion ist doch das Salz in der Suppe bzw. die Spannung im Blog. Ich glaube dir das auch sofort, dass du Gewächse im Garten hast, die Schutz brauchen. Auch ich habe viel Geld und vor allem Herzblut erfrieren sehen (unter viiiel Schutz): bei den Rosen Gloire de Dijon, aber auch stattliche Kamelien und meine Feige. Daher bin ich dafür, am Ende nur das zu pflanzen, was ohne großes Leiden von Pflanze und Gärtner für die jeweilige Klimazonen taugt.

      Da ihr ja nun aber viele englische Rosen habt, die eigentlich lieber da draußen sind, wo es auch Queen Lizzy im lindgrünen Frühlingskostüm aushält, müsst ihr wohl tatsächlich fleißig sein.

      Ich grüße euch herzlich und hoffe, immer mal wieder von euch zu lesen!

  3. Steffi sagt

    Ein wunderbarer Beitrag! “Helikopter-Gardening” – Woher kommt nur die durchaus verbreitete Haltung, dass ein Garten eine Art Wohnzimmer oder Vorratsschrank im Freien sein soll und keine noch so kurze Spanne sich selbst, also der Natur überlassen sein darf? Diese Haltung macht das Gärtnern anstrengend und ist vielleicht der Grund für die zunehmende Zahl an Kiesbeeten.
    Herzliche Grüße
    Steffi

    • Berlingärtnerin sagt

      „Helikopter-Gardening“ hab ich gleich in meinen Sprachschatz aufgenommen. :-D

  4. Aufräumen??? Was soll man im Chaos aufräumen ;-) Ich fege die Terrasse frei und harke hin und wieder den neuen Rasen. Blätter landen bei uns unter den Stauden, Sträuchern und Bäumen, die habe ich noch nie aus dem Garten weggefahren, auch als wir noch Parzellisten waren nicht. Dieses Jahr lasse ich vorn sogar das ganze Ahornlaub dort liegen wo es herabfällt. Wir wollen den Breich nächstes Frühjahr einmal umfräsen, lüften und mit neuem Mutterboden schicker machen. Da kann ich mir vorstellen, dass so verrottete Winterblätter dem Ganzen gut tun werden.
    Aber man merkt, das so eine naturnahe Garteneinstellung von wenigen erkannt werden. Die Kollateralschäden, die die Steinsetzer gerade hinterlassen sind nicht ohne. Obwohl ich sie gewarnt habe dass, das keinesfalls alles Unkraut ist und sie sich melden sollen wenn ich noch etwas vorsichtshalber ausbuddeln soll, habe ich einiges, was unter großen Arbeiterfüßen einfach umgetreten oder unter Granit begraben wurde *seufz*.
    Wenn die weg sind MUSS ich aufräumen.

    Liebe Grüße
    Aqually

    • Berlingärtnerin sagt

      Puh. Da habt ihr euch wirklich eine Riesenaufgabe aufgeladen.
      Aber die Idee mit der Laubflächenkompostierung klingt nach Lichtstreif am Horizont. Haltet die Ohren steif, liebe Aqually!

  5. Mein Garten wird schon winterfest gemacht! Allerdings verstehe ich darunter etwas anderes…
    Winterfest heißt für mich, Holzmöbel abdecken, Wasserpumpe abbauen, Wasserfässer leeren, Dachrinnen und Rasen vom Laub befreien…
    Das Laub wir allerdings in den Beeten oder unter den Sträuchern verteilt und dient den Pflanzen als Wintermäntelchen. Geschnitten wird wirklich nur, wenn etwas matschig und unansehlich aussieht. Der Rest darf bis zum Frühjahr bleiben. Übrigens achte ich schon beim Pflanzen darauf, dass die Pflanzen auch im Winter, wenn sie verblüht sind, noch gut aussehen! Das klappt zwar nicht immer… aber doch sehr oft!
    Viele Grüße von
    Margit, die sich im Herbst erst mal entspannt zurücklehnt.

    • Berlingärtnerin sagt

      Da sind wir dann sehr beieinander, liebe Margit. Alles, was die Pflanzen angeht, können diese „ihr Schicksal selbst gestalten“.

      Liebe Grüße!

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