Garten
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Immer falsch angezogen bei der Gartenarbeit

Über kaputte Hände, dreckige Schuhe, Laufmaschen, Ziehfäden. Hast du bei der Gartenarbeit auch immer das Falsche an? Oder noch nicht das Richtige?

Ich bin ständig falsch angezogen, wenn ich im Garten bin. Vielleicht ist es ein Zeichen von Überschwang, von Ungeduld allemal: Dass ich bereits einen Großteil der Grabearbeiten erledigt habe, wenn mich Sand und Steinchen in den goldenen Schuhen mit Lochmuster daran erinnern, dass ich nicht die Gummistiefel an den Füßen habe. Alles dreckig, Mist. Aber zum Glück haben sie keinen Schaden genommen … bisher.

Oder dass ich die edlen Gartenhandschuhe hätte anziehen wollen, fällt mir erst dann auf, wenn die ersten Kratzer die Haut rot zerfurchen. Nun aber schnell die Hände waschen und dann rein in die Handschuhe. Nur, dass es dann eigentlich schon zu spät ist.

Ich denke, dies sind Situationen, die alle Gartenbegeisterten kennen: Man legt sofort los. Die Pflanzen schreien aber auch geradezu danach, eingebuddelt zu werden. Und hier nur dieses kleine Pflänzchen, das zupfe ich mal eben. “Gehe niemals an einem Unkraut vorbei” – das lehren uns die Engländerinnen. Recht haben sie! Aber ihre Hände sind leider auch alles andere als ladylike.

Und aus mal eben werden ein paar Stunden, der Seidenschal hat sich dann leider doch in den Rosen verhakt – wer konnte auch ahnen, dass plötzlich so ein Lüftchen geht. Röcke ziehe ich zum Glück sowieso nicht mehr oft an. Feine Strümpfe würden meine Gartenbegeisterung auch schwerlich unbeschadet überstehen. Mit ihnen ist man als Gärtnerin sozusagen per se falsch angezogen.

Gibt es eine Lösung? Die Gartenschere vielleicht in den Handschuhen parken und die Schaufel in den Gummistiefeln, sodass man an das Eine gar nicht kommt, ohne das Andere wahrzunehmen? Oder ist es eben einfach so, dass man gegen Ungestüm und Begeisterung gar nichts machen kann, außer sie entspannt zuzulassen? Denn das ist ja Schöne am Gärtnern, dass man hier Zeit und Styling vergisst.

Das Blog Ein Schweizer Garten lese ich übrigens gern, das ganz unter dem Motto steht: “Das Glück beginnt, wo man die Zeit vergisst.”

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3 Kommentare

  1. Hallo Berlingärtnerin,
    es gibt mir ein schönes Gefühl, mit dem Problem nicht allein zu sein.
    Wie oft musste ich schon meine Schuhe gründlich nach spontaner Arbeit im Garten schrubben …

    PS: Schicke Schuhe auf dem Foto :-)

    • Berlingärtnerin sagt

      Immerhin haben die Dinger keinen Pfennigabsatz und Riemchen, wie die, die ich mal beim Kompostumsetzen anhatte.

  2. Berlingärtnerin sagt

    Übrigens hat es geholfen, diesen Artikel zu schreiben ;) Ich diszipliniere mich jetzt schon viel stärker.

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