Schnelle Hilfe fürs Staudenbeet: Ziertabak & Co.

Wenn es im Staudenbeet unschöne Löcher zu stopfen gilt, gibt’s hier schnelle Hilfe: in guten Gärtnereien wie der Königlichen Gartenakademie in Berlin.

„Blühloch“ – grr, dieses Wort mag ich gar nicht. Den Zustand im Beet noch viel weniger. Gefeit bin ich davor freilich nicht, schließlich gehören zum Garten nicht nur Gärtnerin und Gärtner, sondern auch die lieben nichtmenschlichen Lebewesen wie Schnecken und Mäuse. Und die Pflanzen haben eh ihren eigenen Kopf.

In der großen Rabatte hörten die weißen Spornblumen Centranthus ruber ‚Albus‘, die sonst über die gesamte Breite einen lässig-üppigen Abschluss bildeten, kurz vor Schluss auf mit der Pracht. Im gelben Beet hatte sich eine Staudensonnenblume Heliopsis helianthoides, von der ich früher riesige Teilstücke an die Nachbarschaft verteilen konnte, ebenso verabschiedet. Zwei einsame Stängel geruhten zu treiben. Im Schatten sollte etwas Helles, groß Werdendes Licht ins Dunkel bringen.

Da ich nicht durch entsprechende Aussaaten vorgesorgt hatte, nutzte ich die Situation zu einem hübschen Garten-Shopping. Ich erinnerte mich an die Königliche Gartenakademie in Berlin-Dahlem und dass sie dort auch Einjährige vorziehen, die stattlich werden und die man anderswo nicht bekommt – vermutlich denkt die Pflanzenaufzuchtsindustrie sonst eher im Balkonkastenformat. In den letzten Jahren hatte ich dort bei der weißen Spinnenblume Cleome zugegriffen, die würden sicher auch jetzt wieder etwas für mich haben.

Wenn ich im Juni auch schon ziemlich spät dran war, habe ich dennoch noch Schönes bekommen. In meinen Wagen wanderte ein gelber Ziertabak Nicotiana langsdorffii, der mir wild schon auf Teneriffa begegnet war und der so lange die Stellung hält, bis sich die Heliopsis hoffentlich wieder groß und stark zeigt. Sein Kollege Ziertabak Nicotiana sylvestris, weiß und von imposanter Statur, wird den Schatten dort aufpeppen, wo es Stauden dauerhaft schwer hätten.

Zu den Centrathus habe ich eine Staude gesellt, die ebenfalls mit Trockenheit zurecht kommt, von Mai bis September blüht und die, falls sie im nächsten Jahr doch nicht wiederkommt, als Leguminose wenigstens den Boden gut mit Stickstoff anreichert. Es handelt sich um die Indigolupine Baptisia ‚Twilight Prairie Blues‘. Da die Löcher zum Glück nicht allzu groß und die Pflanzen stattlich waren, brauchte ich von allen jeweils nur ein Exemplar.

Die ersten beiden Wochen im Beet haben sie gut überstanden, ein erster Zuwachs an Zentimetern ist zu beobachten und bisher sind sie auch noch nicht auf der Speisekarte der Schnecken gelandet. Ich klopf dann jetzt mal auf Holz.

Hier meine Vorher-nachher-Bilder:

 Ein paar Impressionen von der Shopping-Tour in der Königlichen Gartenakademie:

 Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

Dieser Beitrag mag Werbung für die Königliche Gartenakademie sein – dann ist das auch gut so, denn ich finde die Einrichtung großartig. Vergünstigungen erhalte ich durch den Beitrag nicht.

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