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Kräuter und Gemüse in der City – vertikal Gärtnern auf kleinem Raum

Mein Emsa City Garden

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Vertical oder Urban Gardening sind die aktuellen Trends. Lies hier, wie leicht du dir einen ertragreichen Küchengarten mit wenig Platz anbauen kannst.

Laubenwand 2018: verschenkter Platz

Laubenwand 2018: verschenkter Platz

Der Duft von Rosenpelargonien und Zitronentagetes liegt in der Luft, die Bohnen schlängeln sich am Lavendel vorbei, ihnen zu Füßen wachsen saftig rote Erdbeeren, ganz warm von der Sonne des Tages. Gelbe Tomatenblüten stehen über den attraktiv violetten Auberginen. – Ich könnte ewig so weiterschwärmen, wenn ich von meinem Kräuter- und Gemüsegarten an der Laubenwand schreibe. Seit Jahren habe ich hier an dieser nach Süden ausgerichteten Lage meine Töpfe mit Tomaten, Physalis, Chilis und anderen wärmeliebenden Gewächsen stehen. In dieser Saison ist aus einfach nur nebeneinander platzierten Töpfen ein City Garden geworden.

Immer an der Wand hoch: Der gesamte Raum wird genutzt.

Viel Genuss auf kleiner Fläche wird mit dem My-City-Garden-Programm von EMSA möglich. Es besteht aus anschraubbaren Rankgittern mit passenden Töpfen (20 cm Durchmesser), die sich ganz leicht einhängen lassen. Aus Kunststoff in verschiedenen Farben von Terracotta über Grau und Anthrazit bis hin zu Maigrün sind sie leicht genug für meine Holzwand, die nicht viel tragen kann. In den größeren Größen sind sie handlich genug, um sie in Städten wie Berlin easy bis auf die Dachterrasse zu tragen, ohne hinterher „Rücken“ zu haben. Da ich es mag, wenn es in meinem Schrebergarten eher wild und lässig zugeht, habe ich ganz unterschiedliche Größen, Farben und Formen der Gefäße kombiniert. Aber egal, ob cottagegardenmäßig oder schlicht und elegant: Wichtig ist stets, keine zu kleinen Gefäße zu wählen. Gehen wir eher von einem dunkelgrünen Daumen aus und bieten den Pflanzen lieber eine Nummer zu groß als zu klein an. In Kombination mit einer wirklich guten Kübelpflanzen- oder – je nach Gewächs – Kräutererde kann dann auch die Feuchtigkeit länger gespeichert werden. Ich fülle zuunterst immer auch eine Schicht Blähton ein, um auf der anderen Seite dafür zu sorgen, dass sich auch keine Staunässe bilden kann. Man weiß ja nie, ob nach der extremen Wärme schon nächste Woche sintflutartige Niederschläge zu erwarten sind…

Zum Vergrößern der Fotos in diesem Beitrag klicke sie einfach an!

Meine Lieblingskräuter von Kaffirlimette bis Currypflanze.

Mein City Garden ist reserviert für die Leckereien, die es nicht sowieso in jedem gut sortierten Supermarkt zu kaufen gibt. Ich liebe zum Beispiel die asiatische Küche und baue daher Kaffirlimette (Citrus Hystrix) mit ihrem zarten Zitronenaroma an. Auch das Currykraut (Helichrysum italicum) und den vietnamesischen Koriander (Persicaria odorata) mag ich sehr für schnelle exotische Gerichte. Kaffirlimette kocht man dazu eine Weile mit der jeweiligen Sauce mit, das Currykraut nur kurz, damit es nicht bitter wird, den Koriander gebe ich am Ende frisch auf das fertige Essen. Meine Sehnsucht nach intensiven Duft- und Geschmackserlebnissen stille ich hingegen mit so balsamischen Kräutern wie Lavendel, Zitronentagetes (Tagetes lemmoni compacta) oder Duftpelargonien (Pelargonium x species ‚Grandeur Odorata Rose‘). Sie betören mit ihrem Parfum an einem warmen Tag den halben Garten und ihre Blüten sind zum Beispiel im Mineralwasser oder Cocktail eine echte Offenbarung. Im Sirup eingekocht hält sich der Zauber noch deutlich länger.

Traum vom Selbstversorgergarten: frisches Obst und Gemüse aus eigener Ernte.

Von der kompletten Selbstversorgung bin ich ein großes Stück entfernt, aber mit der Kombination aus Schreber- und Citygarten bin ich dem Genuss von möglichst viel eigenen, ungespritzten, geschmacksintensiven, gesunden Obst und Gemüse deutlich näher gekommen. In den großen praktischen EMSA-Gefäßen baue ich alles an, was eine Portion mehr an Zuwendung oder Wärme braucht. Oder ein besonderes Substrat wie Heidelbeeren, die es sauer mögen und ihre spezielle Rhododendronerde genießen.

In diesem Jahr gönne ich mir bei den Früchten neben den Heidelbeeren noch Physalis (‚Beas Dicke‘) und Erdbeeren (‚Gento‘, immertragend). Letztere teilen sich einen breiten Kübel mit den gelben Bohnen. So werden sich gegenseitig positiv unterstützende Wachstumspartnerschaften möglich. An Gemüse sind die Bohnen sowie Süßkartoffeln im hohen blauen Gefäß, Tomaten (‚Heartbreaker’), Minigurken, Chilis (Jalapenos und die bunte Sorte ‚Twilight‘) und klein bleibende Auberginen (‚Ophelia‘) am Start. Obwohl ich Sorten aussuche, die gut für die Topfkultur geeignet sind, werden für ein optimales Gedeihen Stützhilfen und Rankgitter benötigt. Auch dafür bietet das EMSA-Programm attraktive Lösungen: Statt der klassischen Einheitsspiralen gibt es für Tomaten schick designte Stäbe – ich brauche sie heuer für die unglaublich vitalen Süßkartoffeln. Und zum Anbinden von Aubergine & Co. gefallen mir die Rankhilfen in einem zarten Mintgrün. Die Bohnen sind hingegen längst selbst tätig geworden und haben das Gerüst für die Kräutertöpfe erobert. Es sieht hübsch aus, wenn zarte gelbe Schoten heranwachsen.

Ein sehr guter Tipp ist übrigens Tomaten-Bohnen-Salat mit Koriander, Olivenöl und Limette. Wenn du noch Inspirationen für tolle kübelgeeignete Obst- und Gemüsesorten hast oder deine Lieblingskräuter verraten magst: Ich freue mich auf deine Kommentare!

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8 Kommentare

  1. Ich glaub, ich muss da auch mit mehr System drangehen, so ein Reihenhausgarten ist nämlich auch eher winzig. Und Blumen müssen sein. Kräuter haben wir auf jeden Fall und Minierdbeeren eher als Spontanbewuchs. Unsere doofen Kürbisse haben jetzt (!) mit dem Blühen angefangen. Da unser Nachbar eine +$§&%-Gabionen-Wand errichtet hat, gibt’s dafür nächstes Jahr sicher auch so paar Hängetöpfe.

    • Berlingärtnerin sagt

      Hallo, Ilka! Solche Trödelkürbisse – ich kenne das aus vielen Jahren von meinen eigenen. Sie haben aber auch nur ein solches Winzhirn. ;-)
      Die Gabionenwand klingt nach perfekter Rank- und Aufhängewand! Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, und die Gegebenheiten nutzen, wie sie sich ergeben.

      Viele Freude dennoch an den zumindest schönen Kürbisblüten und -blättern!

  2. Ilona sagt

    Es ist immer wieder erstaunlich, was so alles in Kübeln wächst, Tomaten in Kübeln gedeihen gut, wenn sie eine gut gedüngte Erde haben und an einer Wand unter Dach stehen. Wenn in einer Stadt mit wenig Platz so gegärtnert wird, kann ich das verstehen. Ich natürlich habe nur Blumen auf meinem Balkon stehen und in einem Trog wachsen Winden in die Höhe, diese brauchen sehr viel Erde, Wasser und Dünger, ich denke diese Töpfe wären wohl zu klein.
    Grüße von Ilona (die eine NL-Gartenreise machte und heute noch träumt)

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Ilona, ich hoffe, du kannst dir die schönen Reiseerlebnisse noch lange im Herzen bewahren!
      Die Töpfe gibt es übrigens auch in deutlich größer. Aber der besondere Nutzen ist ja tatsächlich, die großen Gefäße auf den Boden zu setzen und mit den kleineren immer an der Wand lang in die Höhe zu gehen.

      Beste Grüße!

  3. Ich habe auch ein paar Gemüsesorten in Töpfen! Allerdings sehen meine Tomaten eher mickrig aus. Mal sehen, ob ich da überhaupt welche ernten kann. In meinem Minihochbeet gedeiht dagegen alles ganz wunderbar.
    Viele Grüße von
    Margit

    • Berlingärtnerin sagt

      Die Topfkultur hat ja auch Anti-Schnecken-Vorteile. :-)) Bei mir wachsen gerade die Tomaten in Töpfen in der Regel besser als draußen, da ich sie besser vor Regen schützen kann. Nur in der letzten und diesen Saison habe ich auch im Beet Erfolge.

      Ein Hochbeet finde ich auch reizvoll – vielleicht ein Projekt für 2020.

      Beste Grüße!

  4. Echt spannend zu lesen, wie man mit so wenig Platz in Sachen Gärtnerei so wirtschaftet. Erinnert mich an den klassischen Balkongarten. Schön zu sehen, was für kreative Ideen den Lesern geboten werden! Weiter so :) Lg Julius

    • Berlingärtnerin sagt

      Es ist tatsächlich so, dass das My-City-Garden-Konzept super auf Balkonen funktioniert. Je weniger Platz, fest nützlicher das System!

      Beste Grüße!

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