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Vertikales Gärtnern: Kürbis vom Dach

Gärtnern in die Höhe: Kürbis vom Dach

Alle reden derzeit vom Kürbis. Zu Halloween schnippeln Kinder und Deko-Freaks die dollsten Muster in die dicken Dinger. Aber wie bekommt man Kürbisse überhaupt so groß? Und wo sollen sie wachsen in unseren kleinen Gärten?

Vertikales Gärtnern auf Kompost wäre eine gute Lösung. Dazu braucht es einen Komposter neben einem Gartenhäuschen, auf dessen Dach eine hölzerne Lattenkonstruktion angebracht ist. Ersteres sorgt für die nötigen Nährstoffe, letzteres für den Halt in der Höhe.

Im exklusiv für die Kürbisse bereitstehenden Komposter befindet sich fertiger Kompost, in den du optimalerweise Pferdemist drunterhebst. Passiert das bereits im Herbst, ist der Mist genügend abgelagert, wenn’s im nächsten Jahr losgehen soll mit der Aussaat.

Im frühen Mai steckst du dann die Kürbissamen, am besten zwei verschiedene Sorten: eine für die Halloween-Kracher, eine für die Küche.

Dann heißt es über die Saison nur noch: reichlich gießen. Und die Triebe Richtung Dach lenken. Da wirst du eine Menge zu tun haben, denn der Kürbis wächst munter, bekommt Sonne und hat wenig zu befürchten. Schnecken hast du hier oben nämlich viel weniger, als in den tieferen Etagen.

Die einzige Gefahr, die es geben kann, wenn die Prachtstücke größer werden, sind starke Stürme, die manchmal zu Beginn des Herbstes schon über die Dächer fegen. Dann bist du im Vorteil, wenn du deine Ernte an der Lattenkonstruktion befestigt hast und sie nicht nur locker aufliegt.

P.S.: Willst du große Kürbisse, lass der einzelnen Pflanze nicht viele Früchte. Je weniger sie ernähren muss, desto üppiger wird der einzelne Kürbis.

Alle Fotos vergrößern sich durch anklicken.

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10 Kommentare

  1. Super Idee und gleichzeitig eine tolle Herbst- und Halloweendeko im Garten!!! Leider hat unser Schuppen immer noch ein altes Asbest-Dach. Wir wollen das entsorgen lassen (ist nur leider so teuer), aber einsweilen heißt das: kein Kürbis auf unserem Schuppendach. :-(

    Aber mal eine Frage zum Wachsenlassen auf dem Kompost: Ich habe schon oft gelesen, dass man Kürbisse einfach auf dem Komposthaufen aussäen kann. Aber futtert der Starkzehrer dann nicht schon so viele wichtige Nährstoffe aus dem Kompost, dass man ihn dann später nicht mehr so nutzbringend auf andere Beete ausbringen kann? Hab mich das schon oft gefragt. Oder bringst Du den Kompost dann später gar nicht mehr aus?

    LG Jessica

    • Berlingärtnerin sagt

      Hallo Jessica, der Kompost ist ausschließlich die Futterquelle für den Kürbis. Sonst liegst du nämlich völlig richtig mit deiner Vermutung, dass er ansonsten ausgezehrt wäre.

      Beste Grüße!

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Sabine, ich freue mich sehr, von dir zu lesen! Ganz herzliche Grüße nach Österreich!

  2. Steffi Guthmann sagt

    Tolle Idee, Xenia, und den Kürbissen scheint es auch zu gefallen in der Höhe.

    Ich bin ohnehin fieberhaft auf der Suche nach Lösungen, wie ich Erdbeeren, Gurken & co. noch besser vor den Schnecken schützen könnte. Zuverlässig helfen da bisher nur Kupferfolie und Kupferfüße für Pötte, und im Beet die wenig schönen Schneckenkragen.

    Was mich aber mich aber ein bisschen von den Kürbissen ablenkt ist die tolle Rose auf den Bildern. Ich das etwa die Russeliana?

    • Berlingärtnerin sagt

      Das Schneckenthema ist ja wirklich ein grausliges. Wirklich befriedigende Lösungen gibt es wohl nicht. Aber das Gärtnern in der Höhe hilft ein bisschen. Ich habe auch schon die Anschaffung von Hochbeeten erwogen, die zwar ebenfalls mit Manschetten ausgestattet werden müssen, aber uns Gärtnern deutlich mehr vom Ertrag lassen. Braucht man nicht viele Erdbeeren, könnten es auch Rankerdbeeren in Blumenampeln sein. Vielleicht lieber ein kleines Glück als gar keins?

      Eine Russeliana ist die Rose nicht. Ich weiß es nicht zu hundert Prozent, meine aber, dass es sich um die Rosarium Uetersen handelt, liebe Steffi.

      Schöne Grüße nach Bayern!

  3. Mit Kürbis in die Vertikale gehen, warum nicht? Es ist eine gute Idee, das Ergebnis sieht toll aus, beschert schöne Fotos, schmeckt auch lecker und man erhält ‘Stoff’ für einen Post, den man nicht überall liest. Wenn das keine Argumente sind… Ach ja, man weiß auch endlich, wohin mit den Pferdeäpfeln, die man nach vorherigem vorsichtigen Umschauen frisch vom Reiterweg in den Plastikbeutel gesteckt hat.
    Was die Vertikale angeht, habe ich es vor ein paar Jahren schon mit Clematis viticella und diversen Staudenclematis versucht, die mir mittlerweile gründlich im doppelten Sinne über den Kopf wachsen. Die wären auch ein Fall für das Dach Deines Gartenhäuschens, liebe Xenia. Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Edith

    • Berlingärtnerin sagt

      Ich stelle mir die Szene mit dem heimlichen Pferdeäppel-Mitgehenlassen gerade bildlich vor, liebe Edith. :-) :-)

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