Herzhafte Feigenrezepte: Feigenchutney und Feigensenf selber machen
Was tun, wenn deine Feigenernte üppig ausfällt? Feigen können nicht nur süß. Mit diesen beiden Rezepten für Feigensenf und Feigen-Chutney wird aus sehr reifen Früchten ein lecker herzhafter Vorrat.
Es gibt Gartenjahre, da wartet man auf jede einzelne Feige. Und dann gibt es Jahre wie dieses: Der Feigenbaum meint es derart gut mit uns, dass ich mit dem Essen kaum hinterherkomme. Und Feigen bestimmen bekanntlich den Zeitpunkt der Ernte selbst: Man kann sie nicht nachreifen lassen, daher müssen sie am Baum reifen. Und wenn es soweit ist, gammeln sie auch schnell. Also ran an die Ernte.
Feigenmarmelade gehört bei uns unbedingt dazu. Aber bei einer richtig großen Ernte darf es gern abwechslungsreicher werden. Also habe ich einen Teil meiner Früchte herzhaft verarbeitet: zu fruchtigem Feigensenf und einem würzigen Feigen-Chutney.

Feigensenf selber machen: das Rezept.
Bei meinem Feigensenf wollte ich vor allem eines: Die Feigen sollten fruchtig und mit einer aromatischen Schärfe so richtig nach Feigen schmecken. Deshalb kommt meine Variante mit wenigen Zutaten aus. Gelbe Senfkörner sorgen für die nötige Würze und Schärfe, Apfelessig für Säure und etwas Thymian rundet die fruchtige Süße ab. Manche mörsern übrigens die Senfkörner, ich mache das nicht, denn ich bin ein „Beißer“ und schätze eine nicht ganz so glatte Textur. :-)
Zutaten für Feigensenf
- 750 g sehr reife Feigen
- 65 g gelbe Senfkörner
- 180 g Zucker
- 90 ml Apfelessig
- Saft und Abrieb von ½ Zitrone
- 1 TL frischer oder getrockneter Thymian
- ½ TL Salz
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung Feigensenf
- Die Senfkörner in den Apfelessig geben und mindestens 1 Stunde einweichen lassen, dann sind sie schön aufgequollen.
- Die Feigen vorsichtig waschen, den Stielansatz entfernen und die Früchte grob zerkleinern. Mit Zucker, Zitronensaft, Thymian und Salz in einen Topf geben und rund 20 Minuten weich kochen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich nichts ansetzt.
- Die eingeweichten Senfkörner samt Apfelessig dazugeben und die Masse pürieren.
- Den Feigensenf nur noch kurz aufkochen, mit schwarzem Pfeffer abschmecken und sofort in saubere, sterilisierte Gläser füllen.
Direkt aus dem Topf schmeckt der Senf schon sehr gut. Es lohnt sich aber, ihm etwas Zeit zu geben: Nach zwei Wochen haben sich Feige, Säure und Senfschärfe noch besser miteinander verbunden. Ich mag meinen Feigensenf besonders zu kräftigem Käse, er passt aber ebenso zu Gegrilltem oder Wild. Interessant ist auch das Würzen von reifem Obst wie Mango, Melone oder Erdbeeren.



Feigen-Chutney selber machen: das Rezept.
Als zweite Alternative darf das Feigen-Chutney schön herzhaft werden. Zwiebeln, Äpfel, Ingwer und Gewürze geben den süßen Feigen ordentlich Würze, ein wenig Säure kommt durch den Apfelessig dazu. Ich lasse das Chutney gern leicht stückig, so gefällt mir die Konsistenz als Beilage besonders gut. (Du weißt ja: Beißer…)
Zutaten für Feigen-Chutney
- 1 kg reife Feigen
- 2 große Zwiebeln
- 2 säuerliche Äpfel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 daumendickes Stück frischer Ingwer
- 250 ml Apfelessig
- 180 g brauner Zucker
- 1 TL Salz
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- 1 TL Koriandersamen
- ½ TL Kreuzkümmel
- ½ TL Zimt
- nach Geschmack etwas Chili (ich nehme eine Schote)
Zubereitung Feigenchutney
- Feigen waschen, die Stielansätze entfernen und die Früchte grob würfeln. Äpfel schälen, entkernen und ebenfalls würfeln. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer fein schneiden.
- Die Zwiebeln in einem großen Topf glasig anschwitzen. Knoblauch und Ingwer dazugeben und kurz mitdünsten.
- Äpfel und Feigen hinzufügen. Apfelessig, Zucker, Salz, Pfeffer, Senfkörner, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt und nach Geschmack Chili dazugeben.
- Alles ohne Deckel etwa 35–45 Minuten einkochen lassen und regelmäßig umrühren, damit es nicht ansetzt. Das Chutney ist fertig, wenn es schön dicklich geworden ist, aber noch Struktur hat.
- Das Chutney abschmecken und kochend heiß in saubere, sterilisierte Gläser füllen.
Das Chutney passt hervorragend zu einer kräftigen Brotzeit sowie als Beilage zu Käse und Gegrilltem. Man kann das Feigenchutney auch sehr gut zur Abrundung einer intensiven Sauce nutzen: Da wir gern Rind und Wild essen, kommt oft ein großer Löffel Chutney ganz einfach in den Saucenansatz.
Aufbewahrung von Feigensenf und Feigenchutney.
Die beiden herzhaften Feigenzubereitungen müssen kochend heiß in sehr saubere Gläser abgefüllt werden. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren, dann halten sie in der Regel monatelang.


Und was machst du mit deinen Feigen?
Nun ich bin neugierig: Was machst du am liebsten aus Feigen? Bleibst du bei Marmelade und Kuchen oder hast du auch ein herzhaftes Lieblingsrezept? Schreib es mir gern in die Kommentare. Über neue Ideen für die nächste Ernte freue ich mich sehr.
Häufige Fragen zu: Herzhafte Feigenrezepte: Feigenchutney und Feigensenf selber machen
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