Mein Gartenjahr Februar: Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse so früh wie nie

Der Winter 2017/2018 geht in Berlin als „mildester Winter ever“ in die Geschichte ein. Seit der dritten Januarwoche blühen die Winterlinge, seit Monatswechsel die Schneeglöckchen dazu. Genießen wir es!

Ich habe Glück mit meinem Vorhaben, jeden Monat des Jahres hier im Blog zu dokumentieren. Ich hatte ja schon befürchtet, dass ich dich drei Monate lang unter der tristen Überschrift „Lieblingsfarbe braun“ unterhalten müsste, aber weit gefehlt: Der Januar war ein Traum und der Februar legt noch mal eine Schippe drauf. In Berlin gab es im Prinzp keinen Winter. Der Oleander auf dem Balkon, den wir verwegenerweise nicht reingeholt haben, strotzt vor Wohlbefinden, die Geranien sind immer noch dicke Freundinnen mit Christ- und Lenzrosen und vor allem haben die Zwiebelblümchen im Garten schon zwei Wochen Blütezeit auf dem Buckel.

Ich kann sagen, dass ich in meinen 20 Jahren Garten noch nie so früh wieder im Arbeitseinsatz war. Was für ein Genuss! Denn obwohl ich mich immer wieder frage, wohin das alles noch führen soll, genieße ich dennoch den Zauber des Moments. Es wäre auch eine Sünde, die zauberhaften Winterlinge, Schneeglöckchen, Alpenveilchen und Lenzrosen nicht gebührend zu bewundern. Ich bilde mir auch ein, dass die frühe Tätigkeit seit Mitte Januar im Garten ein wichtiger Grund dafür ist, dass ich bisher keine Erkältung abbekommen habe (klopf auf Holz!). Ich arbeite mich also Beet für Beet durch den Garten, all die alten Stauden herunterzuschneiden und Platz für die Zwiebelblüher zu schaffen. Dabei lasse ich mir Zeit – bloß keine Hektik, immerhin ist ja noch Winter. Auch das alte Laub der Helleborus, der Christ- und Lenzrosen, entferne ich Stück für Stück. Die Blüten kommen dann besser zur Geltung, kranke Blätter haben weniger Chance, der ganzen Pflanze zu schaden.

Aber das Wichtigste: einen heißen Tee genießen, schon mal die weiche Auflage auf die Gartenmöbel legen, alles so bereiten, dass ich mich in den Pausen wohlfühlen kann. Denn das ist schließlich das, was der Garten zuallererst sein soll: ein Ort des Wohlbefindens, ein Ort des Krafttankens.

Wie sieht es bei dir im frühen Februargarten aus? Ich bin gespannt auf deine Kommentare!

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