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Das Interview: Schmuckdesign von goodrun nach der Natur

Salbeischmuck von goodrun

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In der Interviewreihe mit spannenden Menschen, die sich mit schönen Dingen aus Natur und Garten beschäftigen, geht es heute um Gudrun und ihren Silberschmuck, der von Blättern inspiriert ist.

Liebe Gudrun, als Gartenbloggerin und Fan von allem, was mit Pflanzen und schönem Design zu tun hat, bin ich auf dich und dein kleines, feines Schmucklabel goodrun gestoßen.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Hallo liebe Xenia, herzlichen Dank, dass ich Gast auf deinem Blog sein darf.

Mein Name ist Gudrun und mein Label nennt sich goodrun • schmücken macht glücklich. Ich wohne in Altenberg, einer kleinen Gemeinde im Mühlviertel, das ein Teil von Oberösterreich ist. Die Natur ist meine Inspirationsquelle und ich erstelle aus Blättern Schmuckstücke in Silber.

Mein absolutes Lieblingskraut oder auch Lieblingsblatt ist der Salbei. Ich liebe den Salbei – ich mag seinen Geruch, seinen Geschmack, aber auch seine Form und seine Struktur, und daher fertige ich aus Salbeiblättern Ringe und auch Anhänger oder Ohrhänger. Unter www.blattschmuck.com hast du die Möglichkeit, unter einer Vielzahl von unterschiedlichen Ringgrößen deinen persönlichen Salbeiblatt-Ring zu wählen.

Der Schmuck und die Inspirationsquelle

Der Schmuck und die Inspirationsquelle

 

Was hat dich dazu motiviert, Schmuck nach Formen und Texturen aus der Natur zu kreieren?

Wir haben uns nach einigem Hin und Her vor 5 Jahren für einen Hund entschieden, natürlich ursprünglich der Kinder zu liebe… Doch auch ich hab mir als Kind immer einen Hund gewünscht und war dadurch leicht zu überreden.

Gudrun mit Buppi

Gudrun mit Buppi

Unsere Buppi ist eine quirlige kleine Cockerdoodle Dame und ich bin schon in der Früh eine Stunde mit ihr im Wald und über die Wiesen unterwegs. Ja und sie hat mir den Blick für die Schönheit und Vielfalt der Natur geöffnet und seitdem begeistert mich diese Einzigartigkeit und nie enden wollende Ideenfundgrube.

Stück für Stück hat sich dann ein Schmuckstück zum anderen entwickelt und mittlerweile entstehen alle meine Schmuckstücke durch unterschiedliche Inspirationsquellen aus der Natur.

Wer oder was hat in dir die Leidenschaft ganz besonders für Salbei geweckt?

Ich liebe es, draußen zu sein, in unserem Garten – rund um unser Haus wachsen auch unzählige Salbeistöcke und aus einigen dieser Blätter entstehen dann die Salbei-Ringe.

Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass man den Salbei entweder liebt oder hasst. Bei mir ist es Liebe! Ich kann mich jeden Tag aufs neue von seiner Schönheit begeistern lassen.

Im Frühling kommen dann auch meistens wieder neue Salbeistöcke dazu. Entweder werden alte ersetzt – die es leider nicht durch unsere oft doch sehr kalten Winter geschafft haben. Oder ich konnte einfach nicht an dem Salbeistock vorbeigehen und suche dann doch noch ein Plätzchen im Garten, um ihn einzusetzen.

Selbst in unseren Gemüsehochbeeten wächst der Salbei. Jede freie Stelle wird mit einem neuen Salbeistock bepflanzt.

Salbei im Hochbeet

Salbei im Hochbeet

Du bist in erster Linie Schmuckdesignerin, hast aber auch einen Garten: Welchen Stellenwert nimmt er in deinem Leben und deiner Arbeit ein?

Die Natur und auch unser Garten ist meine Energiequelle. Wenn ich müde und erschöpft bin oder gerade gedanklich feststecke, dann geh ich hinaus und hol mir durch die frische Luft und durch die Vielfalt der Natur neue Ideen und neue Kraft.

Ich bin mehr der Mensch, der sich gern im Garten aufhält, als derjenige, der immer und überall daran werkelt und zupft. Bei mir darf es auch etwas wilder sein und nicht jedes Unkraut wird gezupft.

Welcher Gartentyp bist du:

Rosa oder gelb? Ganz klar rosa
Unkraut oder Wildkraut? Wildkraut
Rose oder Margerite? Margerite
Formal oder lässig? Auf jeden Fall lässig
Entspannt oder immer auf Trab? Eigentlich immer auf Trab

Gibt es Tätigkeiten im Garten, mit denen man dich jagen kann?

Ja! Unkrautjäten, das hab ich schon aus Kind gehasst. Daher darf in unserem Garten vieles einfach sein. Ich bin da weniger der exakte Typ, der immer zupft und jätet – ich mags auch gern ein wenig wild.

Salbei in Gudruns Garten

Salbei in Gudruns Garten

Und auf der anderen Seite: Gibt es Beschäftigungen bei deiner Arbeit oder im Garten, die du am liebsten den ganzen Tag lang tun würdest?

Salbei in Natur und in Silber

Salbei in Natur und in Silber

Ich könnte den ganzen Tag meine Salbeipflanzen betrachten und betüdeln und Ausschau halten nach dem einen perfekten Blatt für den nächsten Ring.

Bei meiner Arbeit ist es vor allem die Fertigung der Blattschmuckstücke, die mich endlos dahinarbeiten lässt.

Hast du spezielle Tipps für schöne Salbeisorten und den richtigen Umgang mit diesem Kraut im Garten?

Es gibt ja bis zu 900 verschiedene Salbeisorten, doch ich habe nur einige im Garten gesammelt. Gern möchte der Salbei in echten Beeten wachsen – dann überlebt er auch den Winter besser als in den Trögen auf der Terasse oder auch im Hochbeet. Da hat er nicht die Möglichkeit, so tief zu wurzeln und ist dann anfälliger, den Winter nicht zu überleben.

Damit der Salbei eine kompakte Form behält, ist ein leichter Rückschritt des Halbstrauchs sinnvoll. Ich schneide meine Salbeisträucher erst im Frühling zurück, da ich die Salbeiblätter bis zum eigentlichen Wintereinbruch verwende, um daraus meine Schmuckstücke zu fertigen. Ansonsten braucht der Salbei nicht viel Aufmerksamkeit und ist wie die meisten silbriglaubigen Kräuter ein Hungerkünstler und kommt bestens mit Trockenheit klar.

Salbei passt in jeden Garten. er mag es leicht kalkhaltig

Salbei passt in jeden Garten. er mag es leicht kalkhaltig

Welche drei Pflanzen und Handwerksutensilien würdest du in einen „einsamen Garten“ mitnehmen?

Ganz klar den Salbei und natürlich eine Gießkanne, um die Pflanzen auch mit Wasser versorgen zu können. Dann würde ich auch noch einen Salbeiring am Finger tragen.

Auch auf dem Daumen ein Statement-Ring

Auch auf dem Daumen ein Statement-Ring

Deine Designs sind etwas ganz Spezielles. Hast du einen persönlichen Tipp für uns, wie man Schmuck so tragen kann, dass er besonders wirkt.

Der Salbeiring ist nicht ganz geschlossen

Der Salbeiring ist nicht ganz geschlossen

Der Salbei-Ring ist durch seine Einzigartigkeit und seine wunderschöne Struktur und Form ein richtiger Hingucker und Blickfang und zusätzlich liegt er durch seine Blattähnlichkeit wie ein Band um den Finger und ist ganz angenehm, ja fast weich zu tragen.

Dadurch, dass auch jeder Ring ein eigenes Blatt ist, kann auch keiner den selben Ring tragen und jeder hat mit Sicherheit ein Schmuckunkiat am Finger. Daher ist es auch so toll, dass er sowohl zu an einem normalen Bürotag super zu tragen ist, wie auch bei der nächsten Feier – der Salbeiblatt-Ring passt immer und verleiht beim Tragen ein Gefühl der Besonderheit.

Hab ganz herzlichen Dank für das spannende Interview, liebe Gudrun, ih bin sicher, wir werden neben dem Salbei noch viele andere schöne Stücke aus der Natur in deiner Kollektion finden.

Hübsch verpackt

Copyright Fotos: goodrun

8 Kommentare

  1. Da hab ich wieder etwas gelernt! Wusste nicht, dass es so viele Salbei Sorten gibt. Ich finde die Pflanzen auch sehr spannend. Vor allem liebe ich die samtig, weichen Blätter!
    Toll, wenn einen die Natur zu solchen Kunstwerken inspiriert!
    Viele Grüße von
    Margit

    • Berlingärtnerin sagt

      Hallo, Margit,
      ich denke, ich werde auch mal einen Beitrag über Salbei machen, da er deutlich abwechslungsreicher und spannender ist, als man gemeinhin glaubt. Die Textur der Blätter spicht mich auch sehr an. Ich bin auch immer ganz begeistert, dass diese so südländisch anmutende Pflanze es dann doch mit unseren Wintern aufnehmen kann.
      Beste Grüße!

  2. Linda Kronstetter sagt

    Die Verbindung aus Natur und Kunsthandwerk ist genial. Ich liebe sowas! Unikate sowieso

    • Berlingärtnerin sagt

      Nicht wahr? Genau so ging es mir auch. Ich denke, dass die meisten Menschen, die gärtnern, also etwas Kreatives mit ihren Händen schaffen, auch diese Art von Silberschmiedearbeiten mögen.
      Hab einen schönen Sonntag, liebe Linda!

  3. Mone sagt

    Wow, das ist wirklich ein schöner Ring. Eine Frage habe ich dazu: Wird mit der Zeit der hellere Teil nicht auch dunkel? Oder wie bekomme ich den geputzt, sodass die unterschiedlichen Tönungen erhalten bleiben?
    Salbei im Garten mag ich übrigens auch sehr gern. Besonders der violette passt schön zu rosa Blüten.

    Danke & Gruß
    Simone

  4. Conny sagt

    Liebe Xenia und liebe Gudrun,
    Danke für den schönen Beitrag. Der Salbei gehört auch zu meinen Lieblingskräutern. Wenn es anfängt, im Hals zu kratzen, kaue ich ein Blatt davon richtig lange. Schmeckt sehr stark, aber hilft meist. Als Schmuck finde ich den Salbei auch traumhaft. Kommt definitiv auf den Wunschzettel für Weihnachten!

    Liebe Grüße,
    Conny

    • Berlingärtnerin sagt

      Liebe Conny,
      es ist gut, dass du auf die Heilkraft des Salbeis nochmal hinweist – in dieser Jahreszeit können wir ihn wohl leider nicht nur als Ringe am Finger, sondern auch gegen die ersten Erkältungen brauchen.

      Beste Grüße!

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