Meinung
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In was für einer Stadt will ich leben?

Fast 50 % der heutigen Kleingärten in Berlin-Wilmersdorf sind gefährdet.

Die Gärten Oeynhausen kennt inzwischen – zum Glück – nahezu jeder in Berlin. Selbst deutschlandweit waren die widerständischen Gärtner mit ihrem Aufbegehren gegen die Bebauung ihrer Flächen in der Presse. Aber was viele nicht wissen: Deren Kampf ist leider erst der Anfang.

Bäume oder Beton? Für mich klar. Mir wird Angst und Bange um unsere Stadt, unser Klima, unser Wohnumfeld. Wenn die Politik nicht gestoppt wird, soll noch viel mehr als die fast 93.000 Quadratmeter an der Forckenbeckstraße vernichtet werden: Im Entwurf für den Stadtentwicklungsplan Wohnen sind allein in Wilmersdorf auch die Kleingartenanlagen Durlach, Seesener Straße, Am Fenn, Am Hohenzollerndamm, Am Stadtpark, Bundesallee, Paulsborn-Kudowa und Wiesbaden dran.

Damit würden weitere 684 von noch knapp 2000 Parzellen vernichtet, mehr als 191 Hektar Grünfläche dauerhaft und ohne Ausgleich versiegelt.

Und weil weitere 400 Kleingärten im Kleingartenentwicklungsplan als unsicher ausgewiesen werden, sind insgesamt fast 50 Prozent der heutigen Parzellen auf rund 330 Hektar für eine Bebauung vorgesehen – allein in Wilmersdorf.

Unvorstellbar für mich, dass wir hier heute sehenden Auges die gleichen Fehler begehen, die andere Metropolen auf der Welt nur zu gern rückgängig machen würden.

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