Mein Balkon im Bauerngarten-Look: Wicken, Erdbeeren, Geranien, Löwenmäulchen, Salat und Freunde

Mitten in Berlin ein Hauch ländlicher Idylle. Ich liebe meinen abwechslungsreichen Blumen- und Naschbalkon.

Ich hab den Balkon schön. Endlich, könnte man sagen. Aber gut Ding will ja manchmal Weile haben – irgendwie blühten die Frühlings-Hornveilchen noch lange zu üppig, ich konnte mich nicht trennen. Jetzt aber starte ich sommerlich durch und gönne mir in dieser Saison pastellig-fröhliche Sommerblumen in Kombination mit Stauden. Und zwar richtig querbeet wie im holzumzäunten Bauerngarten:

An den Seiten – ich habe eine typische Loggia – sollen Duftwicken und eine lachsfarbene Schwarzäugige Susanne ranken. Dazu haben ich als Rankhilfe Bänder mit Keramikvögelchen aufgehängt, so viel Verspieltheit muss ein. Aufrechte Partner im Kasten sind Geranien in Rosatönen, Nelken mit herrlichem Duft, Löwenmäulchen. Sie sind für die Höhe nötig. Etwas breitere Geschöpfe sind die Glockenblumen in weiß und lila. Sie haben mich schon viele Jahre im Dauerblühtest überzeugt. Wenn ich sie nach dem ersten Flor zurückschneide, sind sie flugs wieder da.

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An Rankgewächsen habe ich mich für Männertreu in blau und lila entschieden. Direkt nebeneinander gepflanzt ergeben sie eine richtig schöne Blütenwolke. Eine Lobelie in rosa mit weißem Auge erinnert mich an ein Cornetto Erdbeer, für sie geb ich sogar mein Pferd her. Weiße und lila Fächerblume kann man immer noch schön mit reinschmiegen, die gehen immer und sorgen für einen üppigen Look. Hab ich noch was vergessen? Ach ja, meine Hänge-Erdbeere. Ich bin gespannt, wie sie sich machen wird.

 

Übrigens pflanze ich im Frühjahr und Herbst gern in einzelne attraktive Töpfe, dann komme ich auch mit dem Gießen gut hinterher. Im Sommer tausche ich gegen breite Kästen mit Wasserreservoir, die haben sich bestens bewährt und halten die Erde gut feucht, wenn wir mal ein Wochenende abwesend sind. A pro pos Erde: Ich pflanze in hochwertiges Substrat, das vorgedüngt ist und trotz fehlender Torfzusätze über die ganze Saison stabil und locker bleibt. Statt des Torfs werden in guten Blumenerden Rindenhumus, Holz- und Kokosfasern verwendet, um ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen. Ich habe festgestellt, dass ich etwas mehr gießen und düngen muss, wenn ich torffreie Erde verwende. Wenn man’s weiß, kann man sich ja darauf einstellen.

Zu unserem Naschbalkon gehören noch Minzen – schließlich gibt es kaum was Netteres als einen Sommercocktail draußen, oder? Salat baue ich in Einzeltöpfen und überdies in einer flachen Schale an – ein Gemüsebeet en miniature sozusagen. Eine Jalapeno-Pflanze wird Ende des Sommers hoffentlich mit Guacamole & Co. unsere geliebten Tex-Mex-Abendessen aufpeppen. Brom- und Blaubeere der ‚BrazelBerry‘-Kollektion runden unseren Balkon à la Cottagegarden ab.

 

Herrlicher Sommer, ich liebe dich und freue mich auf viele entspannte Frühstücke und Abendessen im Freien – mitten in der Stadt und dennoch eine kleine fröhliche Blumenwelt.

 

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